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Konstantin Strasser und Stefan Keller werben für Solar-Investments

STRASSER Capital GmbH: Alles im „grünen Bereich“?

Mittwoch, 07 Dezember 2016 15:46
STRASSER Capital GmbH: Alles im „grünen Bereich“? Quelle: Strasser Capital

München/Nürnberg – Der Chef der Münchner STRASSER Capital GmbH, Konstantin Strasser, versteht sich nicht nur als Geschäftsmann, sondern auch als „Klimabotschafter“, der andere überzeugen will, den Weg der Nachhaltigkeit einzuschlagen. „Wir müssen anfangen, uns das Ganze bewusst zu machen und begreifen, was es für unsere Nachkommen heißt, wenn wir das Ziel des Pariser Abkommens nicht erreichen. Der Klimawandel hat Auswirkungen auf die Lebensbedingungen von Milliarden Menschen, auch in Europa. Jeder Einzelne ist verpflichtet, die CO2-Einsparungen voranzutreiben, um der globalen Erwärmung entgegenzuwirken“, so der erfolgreiche Unternehmer, der mit seiner MEP Werke GmbH, die zu STRASSER Capital gehört, ein erfolgreiches Miet-Modell für private Photovoltaik-Anlagen am Markt platziert hat.

In Strassers Büro im zehnten Stock der Münchner Highlight Towers laufen die Fäden einer Vielzahl von Einzelunternehmen zusammen, darunter neben der MEP Werke GmbH die MEP Solar Miet & Service GmbH, die SC Asset Management GmbH, die Fusconic GmbH & Co. KG und die MEP Energiedienstleister GmbH. Im In- und Ausland verfügt STRASSER Capital zudem über eine Reihe von Solarparks und Kraftwerksbeteiligungen. Energie – und zwar grüne Energie – ist Konstantin Strassers Leidenschaft.

Größtes Wachstumssegment von STRASSER Capital ist und bleibt aber die Vermietung relativ leistungsfähiger Solaranlagen für den privaten Eigenverbrauch, die nicht mit einer EEG-Umlage belastet werden. Nominal umfasst das Projekt ein Investitionsvolumen von 33 Millionen Euro. Davon sollen nach einem Bericht der stets gut informierten HESSEN DEPESCHE 10 Millionen Euro durch Anleger erbracht werden. Der Rest des Geldes wird über Bankenfinanzierungen beigesteuert. Dazu schreibt die HESSEN DEPESCHE: „Stefan Keller gründete hierfür im letzten Jahr die Emittentin Solar Sprint IV GmbH & Co. KG mit Sitz in Nürnberg. Diese firmierte ursprünglich als Sprint III und erst ab März 2016 als Sprint IV, sammelte über den Nürnberger Vertrieb UDI Beratungsgesellschaft mbH des Kaufmanns Georg Hetz seit Frühjahr 2016 die geplanten 10 Millionen Euro mittels qualifizierten Nachrangdarlehen ein. Die Mindestanlagesumme lag bei 5.000 Euro. Auf einen Ausgabeaufschlag (Agio) wurde verzichtet, womit keine die faktische Rendite belastenden direkten Vertriebskosten auf die Zeichner zukommen. Die Laufzeit erstreckt sich bis zum März 2020. Ein Jahreszins von bis zu 5 Prozent im Jahr soll so möglich werden.“

Und weiter: „Die eingesammelten 10 Millionen Euro werden als Nachrangdarlehen an die im Oktober 2016 gegründete MEP Solar Miet & Service III GmbH aus München ausgeliehen, diese MEP Solar Miet & Service III GmbH ist eine Tochtergesellschaft der MEP Werke GmbH aus München. Ziel ist es nun, die Solaranlagen auf den Dächern der Vertragspartner vor zu finanzieren. Für die Nachrangdarlehen aus den gesammelten Anlegergeldern soll die Projektgesellschaft an die Emittentin Solar Sprint IV GmbH & Co. KG Jahreszinsen in Höhe von 6,75 Prozent zahlen. Diese Zinsen sollen dann aus den Mieteinnahmen von den Hausbesitzern kommen. Die Rückzahlung des Darlehens soll wiederum durch den Verkauf der Miet-Forderungen aus allen Mietverträgen in Form von Verbriefungen an Großinvestoren sichergestellt werden. Eine erste Verbriefungstranche soll noch 2016 verkauft werden. Dieses Geld der Großinvestoren soll aber erst einmal für den Bau weiterer Anlagen auf deutschen Dächern eingesetzt werden. Die Tilgung setzt erst später ein, was den Firmenlenkern um Konstantin Strasser und Stefan Keller nötigen Handlungsspielraum gibt.“

Schließlich heißt es in dem Bericht: „Das Vertriebskonzept soll sich die UDI Beratungsgesellschaft mbH ausgedacht haben. So zumindest wird es im Markt kolportiert. Da Solaranlagen zur Eigenversorgung durchaus lukrativ rentieren können (die gute Tat fürs persönliche Umweltbewusstsein kommt hinzu), erscheint das Angebot durchdacht. Allein die tatsächlichen Vertriebskosten sind nicht komplett transparent gestaltet. Das erscheint aber vernachlässigbar, da das Gesamtrisiko aufgrund der nachvollziehbaren Verflechtung mit der MEP Werke GmbH als relativ gering erscheint. Der Unternehmer Konstantin Strasser gilt bislang selbst bei internationalen Kapitalgebern als zuverlässig und kreditwürdig.“

Die Analyse der HESSEN DEPESCHE erscheint tragfähig, zumal der erste MEP Green Bond kürzlich mit dem Status „Climate Bond Certified“ des Climate Bond Standards Board der unabhängigen Climate Bonds Initiative (CBI) ausgezeichnet wurde. Die CBI ist eine international tätige Non-Profit-Initiative zur Förderung von Investitionen in klimaneutrale Anleihen. Die erste 25-Millionen-Euro-Tranche des MEP-Green-Bond-Emissionsprogramms mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 100 Millionen Euro war zuvor von einer der weltweit führenden Nachhaltigkeits-Ratingagenturen, der oekom research AG, für die Climate Bond Standards v2.0 verifiziert worden.

Mit ihrer erstmaligen Ausgabe zertifizierter Green Bonds sind STRASSER Capital und die MEP Werke vollkommen neue Wege im Bereich der Finanzierung erneuerbarer Energien gegangen und institutionellen Investoren die Beteiligung an einem völlig neuartigen Secured-Note-Investment, das mit 20-jährigen Mietforderungen besichert ist und von unabhängiger Stelle als Green-Investment-Produkt geprüft und ausgewiesen wurde. Grüne Energie und Wirtschaftlichkeit schließen sich also nicht aus – auch wenn die verkorkste „Energiewende“ der Bundesregierung diesen Eindruck erweckt hat.

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