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Werbegag oder Geschäft auf Sizilien?

Stefan Kühn und Jörg Schneider wollen Autark Group in antikem Theater neu inszenieren

Mittwoch, 27 September 2017 18:43
Stefan Kühn und Autark wollen nun scheinbar auch auf Sizilien großes Theater aufführen Stefan Kühn und Autark wollen nun scheinbar auch auf Sizilien großes Theater aufführen Quelle: SACHSEN DEPESCHE

Catania - Stefan Kühn und Jörg Schneider (Autark Group) nehmen derzeit wohl jede Chance wahr, um die Marke Autark zu inszenieren. In Taormina, unweit von Catania auf Sizilien, erhoffen sich die Geschäftsfreunde einen Zuschlag für ein antikes Theater (https://www.hessen-depesche.de/wirtschaft/autark-group-stefan-kühn-und-jörg-schneider-bereiten-großes-theater-auf-sizilien-vor.html).

Taormina ist eine Perle in der Landschaft an der Südostküste der italienischen Insel. Hier wollen die Sauerländer im griechischen Theater ein Werbefeuerwerk für Autark abbrennen.

Autark sieht sich auf einmal international.

Jeden Sommer wird im antiken Theater von Taormina eine Bühne aufgebaut. Es finden dann regelmäßig Konzerte, Theateraufführungen und Events statt. Und genau hier kam Stefan Kühn auf den Plan: Seinen Erfolg mit dem Theater am Marientor (TaM) in Duisburg möchte Kühn auch unter wolkenfreiem Mittelmeerhimmel wiederholen. Nachdem Autark eher zufällig zum Investor für 'Entertainment-Immobilien' wurde, war es dem umtriebigen Stefan Kühn schnell klar, dass man eine gigantische Publicity braucht, um öffentlich wirksam den Richtungswechsel in der Firmenphilosophie zu unterstreichen.

Früher galt Autark wohl mehr als eine Art kleinerer Mischkonzern. Euphemistisch sprachen damals höchstens Stefan Kühn und Ehefrau Sabine Kühn vom schieren Potenzial der Autark. Nirgends war man Trendsetter.

Man war nur da und dort investiert. Darunter gelten einige Investitionen mit dem Autark-Kapital mindestens als umstritten. In einem Fall ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft. Kritiker warfen Stefan Kühn sogar vor, keine wirkliche Anlagestrategie für Autark zu besitzen. Beteiligungen seien recht abenteuerlich geflossen.

Aber irgendwie hatte Kühn dann Glück. Niemand bei der Autark Group würde heute behaupten, dass das Investment ins Duisburger Theater am Marientor langfristig geplant war. Aber dieser Deal erwies sich als Glücksgriff! Wenn man sieht, wie sich das große Schauspielhaus inzwischen entwickelt, bleibt einem fast die Spucke weg: Die namhaftesten Shows und Künstler wollen auf einmal nach Duisburg. Das heimische Publikum ist begeistert. Da bieten Stefan Kühn (Koschate) und Jörg Schneider großes Theater!

Doch wozu braucht Autark nun die große Show auf Sizilien? Schon bisher verfolgten Einheimische, aber vor allem Touristen mittelprächtige Inszenierungen von 'Carmen' (George Bizet) oder 'Don Giovanni' (Wolfgang Amadeus Mozart) im antiken Theater. Das möchte Stefan Kühn nun toppen! Er will Autark zumindest einen Sommer lang als Ausrichter der Showbühne an der Mittelmeerküste wissen. "Granatenhafte Aufführungen' sollen sich rechnen, aber vor allem das Image der Autark Group festigen. Seinen Adlatus Jörg Schneider soll Stefan Kühn mit dieser Mission schon betraut haben. Die Reisefrequenz Schneiders, so murmelt man bei Autark, "nimmt auffällige Häufigkeit an". Bei der Autark Group selbst wollte am Freitag niemand auf unsere Anfragen antworten. Sowohl Herr Kühn als auch Herr Schneider seien "außer Haus". Wie schön, dass HESSEN DEPESCHE auch so Informanten im Unternehmensgeflecht des Stefan Kühn hat.

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