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Freistaat auf Platz 14 der 25 Top-Destinationen weltweit

Sachsen landet als einziges deutsches Reiseziel in der „Fodor‘s Go List 2017“

Freitag, 06 Januar 2017 20:54

Dresden – Die Demonstrationen von Pegida in Dresden, die Krawalle in Heidenau und die Auseinandersetzungen zwischen Migranten und Einheimischen in Bautzen, die Blockade eines Busses mit Asylbewerbern in Clausnitz und der hohe Anteil von AfD-Anhängern (laut letzten Umfragewerten würde knapp ein Viertel der Wähler in Sachsen für die rechtspopulistische Partei stimmen) – dies und einiges mehr soll dem Freistaat vor allem im Ausland einen enormen Ansehensverlust beschert haben. Mit Sorge betrachten vor allem Vertreter der Tourismuswirtschaft die Entwicklungen der letzten Zeit.

Nun ist aber ausgerechnet Sachsen als einziges deutsches Bundesland in die 25 Top-Reiseziele für 2017 des US-amerikanischen Reisemagazins „Fodor’s“ aufgenommen worden. In der jährlich veröffentlichten Liste werden vor allem Destinationen berücksichtigt, die entweder besondere Veranstaltungen bieten oder noch echte Geheimtipps sind. Für das laufende Jahr empfiehlt „Fodor’s“ etwa Hongkong, wo im März die internationale Kunstmesse „Art Basel“ stattfinden wird, oder die früher wegen ihrer Drogenkartelle bekannte kolumbische Stadt Medellin, die sich inzwischen zu einer echten Boomtown entwickelt hat. Die ersten drei Plätze belegen Helsinki (Finnland), Hokkaido (Japan) und Lima (Peru).

Sachsen ist auf Platz 14 des „Fodor’s“-Rankings gelandet. Das Magazin empfiehlt ausdrücklich, neben Leipzig auch Dresden wegen seiner Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Selbstredend spielt das 500-jährige Reformationsjubiläum dabei eine große Rolle. Als Reiseziel, das von Sachsen aus gut zu erreichen ist, wird etwa die Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt) genannt. Außerdem könne man von Dresden aus gut Prag und Berlin erreichen, schreibt das amerikanische Reiseportal.

„Fodor’s“ beleuchtet in seiner Reiseempfehlung die schönen Seiten des Freistaates, die angesichts der vielen Negativschlagzeilen in hiesigen Medien n Vergessenheit geraten sind: Sachsen sei eines der kulturellen Zentren in Deutschland, die Landeshauptstadt Dresden verfüge mit der Semperoper über eines der schönsten Opernhäuser Europas und mit dem Zwinger über eines der bedeutendsten Bauwerke des Barock aus dem frühen 18. Jahrhundert, Leipzig gilt den Autoren wegen seiner lebendigen Kunstszene sogar als „das neue Berlin“. Von einem allgemeinen Imageverlust ist da wenig zu spüren.

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