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Der gute Einfluss eines Frankfurter Unternehmensberaters

Oil & Gas Invest AG (OGI AG): Jürgen Wagentrotz baut auf Dr. Michele Sciurba und Percy Meiser

Donnerstag, 06 August 2015 14:13
Logo der Oil & Gas Invest AG Logo der Oil & Gas Invest AG Quelle: ogi.ag

Frankfurt am Main – Jürgen Wagentrotz und die Oil & Gas Invest AG (kurz OGI AG) hatten in den vergangenen Monaten einiges an Kritik auszuhalten. „Finanztest“ bemängelte das Anlagemodell der Frankfurter Öl- und Gas-Explorationsgesellschaft, die „Wirtschaftswoche“ sorgte für schlechte Presse, einige Internet-Nachrichtenportale sprangen auf den Zug auf und zeigten sich wegen angeblicher Beraterverbindungen besorgt. Mittlerweile hat es die OGI AG jedoch geschafft, ihren Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen – und vieles spricht dafür, dass der Frankfurter Unternehmensberater Dr. Michele Sciurba daran entscheidenden Anteil hatte.

Die OGI AG erschließt und fördert im Süden der USA Öl und Gas, um die begehrten Rohstoffe an die verarbeitende Industrie weiterzuverkaufen. Ein lukratives Geschäft, glaubt man Jürgen Wagentrotz, der das Unternehmen seit 2012 als Vorstandsvorsitzender leitet und um das Geld von Anlegern wirbt, denen er eine Rendite von 9 bis 12 Prozent pro Jahr verspricht. Derzeit ist das Unternehmen in Alabama, Kentucky und Tennessee aktiv, das größte Fördergebiet befindet sich allerdings im Herzen von Mississippi, wo die OGI AG durch die Schweizer White Falcon Petroleum Technologies AG – einer der Weltmarktführer im Bereich Entdeckung, Messung und Erschließung von Erdöl – feststellen ließ, dass die potenziellen Lagerstätten des Erdöls, vor allem im südlichen Teil des Projektgebiets, in großen Mengen vorhanden sind. Bei der finalen Überprüfung mit hochmodernen Soundings wurden Erdölvorkommen von rund 120 Millionen Barrel bestätigt, was einem Marktwert von rund sechs Milliarden Euro entspricht.

Seit Juni 2012 können interessierte Anleger ab einer Summe von 1.000 Euro mit einem qualifizierten Nachrangdarlehen in die Erdölvorkommen investieren. Ursprünglich hatte die OGI AG diese Beteiligungen in Form eines Darlehens mit einer Rückzahlungsgarantie ausgegeben. Vorstand Jürgen Wagentrotz, der auch Hauptaktionär der Gesellschaft ist, hätte im Falle eines Verlustes mit seinem persönlichen Vermögen, das auf über 100 Millionen Euro beziffert wird, geradestehen müssen. Diese Garantie stellte nach Ansicht der BaFin allerdings ein sogenanntes erlaubnispflichtiges Einlagengeschäft dar.

„Die BaFin hat diesbezüglich eine eindeutige Rechtsauffassung vertreten, die wir zwar nicht geteilt, letztendlich aber zur Vermeidung einer langwierigen Auseinandersetzung akzeptiert haben“, so der Jurist Percy Meiser, Prokurist und Handlungsbevollmächtigter der OGI AG. In konstruktiven Gesprächen mit der Finanzdienstleistungsaufsicht sei daraufhin eine Lösung erarbeitet worden, die alle Seiten zufriedengestellt habe: Das Unternehmen erstattete bislang gezeichnetes Kapital in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro zuzüglich Zinsen an die Anleger zurück und setzte parallel dazu einen neuen Darlehensvertrag für interessierte Anleger auf – nun allerdings ohne die bislang gewährte Rückzahlungsgarantie. „Wir haben der Finanzdienstleistungsaufsicht diesen Vertrag zur Prüfung zugeleitet. Es hat keine Beanstandungen gegeben“, so Rechtsanwalt und OGI-Vorstand Meiser.

Die Zeichnung der Beteiligungen ist noch bis zum 1. September 2015 möglich. Unabhängig davon trifft die OGI AG derzeit Vorbereitungen, das Unternehmen an den regulierten Markt zu bringen. „Wir bewegen uns in einem Marktumfeld, in dem neben der Rendite die langfristige Sicherheit des Investments eine zunehmend größere Rolle spielt“, so Meiser. „Dem wollen wir Rechnung tragen, indem wir künftig Inhaberschuldverschreibungen herausgeben.“

Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser Kurswechsel auf die Beratung durch Dr. Michele Sciurba zurückzuführen ist, der in der Branche als Intellektueller, Philanthrop und Mensch mit hohen ethischen Ansprüchen gilt. Der gebürtige Italiener studierte Philosophie in Frankfurt und Rom, war später Dozent für Industrie- und Betriebspolitik am European Industrial Relations Observatory (EIRO) und arbeitet seit 1999 mit seiner GMVV & CO. GmbH als strategischer Berater für Cross-Border-Transaktionen im Energiesektor. Außerdem berät er verschiedene Regierungsorganisationen bei ökonomischen Entwicklungsfragen, engagiert sich in verschiedenen NGOs für Menschenrechte, gründete 2010 die Kunstgalerie Art Virus Ltd. in Frankfurt am Main und gehört dem Verlagsteam der Edition Faust in der Faust Kultur GmbH an.

Sciurba und seine Beratungsgesellschaft GMVV & CO. GmbH stehen, wie man den Investor-Relations-Unterlagen entnehmen kann, Jürgen Wagentrotz und seiner OGI AG beratend zur Seite. Die Neuausrichtung der Strategie in Richtung Einstieg in den regulierten Markt deutet daher einmal mehr auf den guten Einfluss von Dr. Michele Sciurba auf die Geschicke der OGI AG hin, die Anlegern eine sichere und zugleich renditestarke Alternative zu herkömmlichen Anlagen bieten kann, die durch die Niedrigszinspolitik der EZB dahinschmelzen wie Butter in der Sonne.

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