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Neue Anleihe geht an den Markt

Oil & Gas Invest AG (OGI AG): Dr. Michele Sciurba verkündet „Sprung zu einer kapitalmarktfähigen Gesellschaft“

Freitag, 05 Februar 2016 01:03
Dr. Michele Sciurba berät die Oil & Gas Invest AG (OGI AG) Dr. Michele Sciurba berät die Oil & Gas Invest AG (OGI AG) Quelle: Alexander Paul Englert

Frankfurt am Main – Die Frankfurter Oil & Gas Invest AG (OGI AG) bietet Anlegern ab dem 15. Februar 2016 eine neue Unternehmensanleihe an. Dies berichtet die HESSEN DEPESCHE unter Berufung auf eine entsprechende Meldung des Unternehmens und Aussagen des OGI-Prokuristen Dr. Michele Sciurba (http://www.hessen-depesche.de/wirtschaft/oil-gas-invest-ag-ogi-ag-geht-mit-neuer-anleihe-an-den-markt.html). Demnach sollen bis zu 30 Millionen Euro in Anteilen von jeweils 1.000 Euro begeben werden. Die Anleihen werden regulär mit 8,25 % p.a. verzinst.

Die neue Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren, offizieller Beginn der Verzinsung der Anleihe ist der 15.02.1016. Die Verzinsung der Anleihe läuft demnach bis zum 14.02.2021. Ab dem 30.12.2018 ist eine vorzeitige Kündigung der Anleihe seitens der Anleger möglich. Zusätzlich wird bis zum 02.07.2016 ein sogenannter Frühzeichnerbonus angeboten, der – bezogen auf den Nominalwert (100%) – ab einer Zeichnungssumme von 10.000 Euro 1% und ab einer Zeichnungssumme von 30.000 Euro 3% beträgt. Dieser Bonus wird in der Form eines Kursdisagios gewährt. Beispielhaft würde dieser Bonus bei einem Zeichnungsvolumen von 10.000 Euro 1%, mithin 100 € ausmachen. Der Anleger zahlt also nur 9.900 Euro auf das Zeichnungskapital von 10.000 Euro. Dementsprechend erhöht sich bei Zeichnern, die den Frühzeichner Bonus erhalten, die Rendite einmalig im ersten Jahr der Laufzeit um ein (1) Prozent oder drei (3) Prozent in Bezug auf den Nominalbetrag.

Dr. Michele Sciurba weist darauf hin, dass es zuvor eine Überprüfung und anschließende Bewilligung (29. Januar 2016) des Wertpapierprospekts der 8,25 %-Inhaber-Teilschuldverschreibungen 2016/2021 durch die luxemburgische Wertpapieraufsichtsbehörde Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) gab, dem eine Notifizierung gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der österreichischen Finanzaufsicht (FMA) folgte. Die in dem Wertpapierprospekt eingebunden Mineralwertgutachten wurden inhaltlich auf Basis des Updates der European Securities and Markets Authority (ESMA) zu den CESR-Empfehlungen (ESMA update of the CESR recommendations) gemäß Anhang III (Appendix III: Oil and Gas Competent Persons Report) erstellt, für die umfangreiche geologische Gutachten beigebracht werden müssen. Dieses Verfahren gilt in der Öl- und Gasbranche als unglaublich komplizierter Prozess, so dass rund 400 Seiten des insgesamt 490 Seiten starken Wertpapierprospekts aus Mineralwertgutachten bestehen.

„Die Anforderungen für solche Gutachten sind immens hoch. Daran werden künftig viele Unternehmen scheitern“, so Sciurba gegenüber der HESSEN DEPESCHE. „Um so ein umfassendes Wertpapierprospekt bieten zu können, muss man schon ein hohes Maß an Knowhow und Professionalität mitbringen.“ Der OGI-Manager und Unternehmensberater, der sich schon seit vielen Jahren auf den internationalen Energiesektor spezialisiert hat, ist sich daher sicher: „Wir haben den Sprung zu einer kapitalmarktfähigen Gesellschaft geschafft.“

Dass die OGI AG den Schritt an den Kapitalmarkt binnen weniger Monate geschafft hat, ist im Wesentlichen auf die neue Linie des Unternehmens zurückzuführen, für die nicht nur Dr. Michele Sciurba, sondern auch Günter Döring steht, der im Herbst letzten Jahres Mehrheitsanteilseigner Jürgen Wagentrotz als CEO beerbt hat. Der Managing Director der amerikanischen Tochter OGI Holding Corp., Robert Percy Meiser, steht ebenfalls voll hinter diesem Kurs.

In einem Interview mit der SACHSEN DEPESCHE hatte Dr. Michele Sciurba bereits Ende Oktober 2015 einen grundlegenden Wandel bei der OGI AG angekündigt. „Bestandteil dieser Neuausrichtung und Professionalisierung der Gesellschaft ist neben der Einführung von fortlaufenden Finanz- und Budgetplanungen und eines modernen Controlling-Systems auch die freiwillige Prüfung der Bilanzen durch eine renommierte Wirtschaftsprüfer-Gesellschaft. Die OGI AG wird zukünftig die hohen Anforderungen einer am Kapitalmarkt orientierten Gesellschaft erfüllen und alle dafür notwendigen Maßnahmen zeitnah, soweit sie nicht bereits umgesetzt sind, umsetzen“, so der Frankfurter Unternehmensberater, Verleger und promovierte Philosoph damals. Das vollständige Interview findet man unter: http://www.sachsen-depesche.de/interview/dr-michele-sciurba-„wir-werden-alles-dafür-tun,-die-ogi-ag-zu-einem-wachstums-und-kapitalmarktorientierten-unternehmen-zu-strukturieren“.html.

Sobald genügend Anlegergelder eingesammelt sind, sollen die Bohrungen in den Projektgebieten Jernigan Mill Creek (Alabama), Turkey Creek (Mississippi) und North Sardine (Alabama) beginnen. Die Reserven werden seitens der OGI auf rund 100 Millionen Barrel Erdöl und Kondensate im Wert von über vier Milliarden Euro geschätzt. Exploration und Erschließung der Vorkommen werden bei der OGI AG ausschließlich durch Kapitalanlagen der Aktionäre und Investoren finanziert. Für die Förderung will das Unternehmen kostengünstige und effektive Drilling-Verfahren nutzen. „Unsere maximalen Gesamtförderkosten pro Barrel bis zur Raffinerie liegen bei rund 26 USD. Damit liegt die OGI AG unter den Durchschnittskosten der weltweiten Öl-Erschließungen und kann selbst bei niedrigem Ölpreis noch profitabel produzieren“, heißt es dazu auf der Website (www.ogi.ag).

Auch wenn sich die OGI AG mit der Platzierung der Anleihe und der anschließenden Öl- und Gasexploration ambitionierte Nahziele gesetzt hat, denkt Dr. Michele Sciurba schon weit darüber hinaus. Wie dem Bericht auf HESSEN DEPESCHE zu entnehmen ist, ist mittelfristig der Zukauf eines Unternehmens geplant, mit dem ein neues Segment auf dem Energiemarkt im Bereich der Grundlast erschlossen werden soll. Wir werden daher die weitere Entwicklung des Unternehmens im Auge behalten.

Letzte Änderung am Montag, 29 Februar 2016 20:32
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