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Schlichtungsempfehlung fand Eingang in die Vereinbarungen

Lufthansa und Vereinigung Cockpit erzielen umfassende Einigung

Freitag, 17 März 2017 01:47
Lufthansa AG und Vereinigung Cockpit e.V. Lufthansa AG und Vereinigung Cockpit e.V.

Köln – Die Deutsche Lufthansa AG und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) haben eine umfassende Einigung im Tarifstreit erreicht. In einer am Donnerstag veröffentlichen Absichtserklärung präsentierten das Unternehmen und die Gewerkschaft in „konstruktiven Gesprächen“ ausgehandelte Regelungen für die Übergangsversorgung, die Altersvorsorge, den Manteltarifvertrag und den Vergütungstarifvertrag für die Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings.

Die von Schlichter Dr. Gunter Pleuger im Februar erarbeitete Empfehlung zum Vergütungstarifvertrag ist Teil der Vereinbarungen. Eine formale Annahme dieser Schlichtungsempfehlung ist durch die Einigung nicht mehr erforderlich. Ebenso wird Lufthansa die angekündigten Pläne zur Bereederung von 40 zugehenden Flugzeugen außerhalb des Konzerntarifvertrags nicht weiter verfolgen.

In den kommenden Monaten sollen die Details der verschiedenen Tarifverträge ausgestaltet werden. Die Vereinbarung sieht eine einmalige Entlastung der Bilanz durch die Umstellung der Übergangsversorgung und Altersversorgung vor. Im Gegenzug zu den entlastenden Elementen sollen bis 2022 sukzessive 325 Flugzeuge in den heutigen KTV-Flugbetrieben bereedert werden. Damit kann Lufthansa in den kommenden Jahren wieder Nachwuchsflugzeugführer einstellen und mit einer Vielzahl von Kapitänsanwärterstellen Karriereperspektiven für Piloten schaffen. Mit dem Abschluss der Gespräche zur Ausgestaltung wird eine Friedenspflicht gelten, die tarifvertraglich bis 2022 bestehen soll.

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