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„Closing Lunch“ der Hamburger Handelskammer mit hochkarätigen Gästen

Hamburg als Knotenpunkt der neuen Seidenstraße

Freitag, 02 Dezember 2016 05:36

Hamburg – Der Präses der Hamburger Handelskammer, Fritz Horst Melsheimer, hat beim „Closing Lunch“ des China-Gipfels im Commerzsaal der Handelskammer unlängst vor 400 Gästen die große Bedeutung der altehrwürdigen Hansestadt als Teil der neuen Seidenstraße betont. „Es gibt keinen besseren End- und Knotenpunkt der land- und seeseitigen Seidenstraßen-Route als Hamburg, Chinas Tor nach Europa“, so Melsheimer, der auch die SONORA Vermögens- und Grundstücksverwaltungs GmbH leitet.

Der Handelskammer-Chef betonte, dass gegenseitige Investitionen ein wichtiger Schritt hin zu einer engeren Zusammenarbeit mit China seien. Die Stadt Hamburg bezeichnete er dabei als „Speerspitze der sino-europäischen Beziehungen“. Der schon seit längerem zu beobachtende Wandel der chinesischen Wirtschaft zu mehr Innovation und Nachhaltigkeit sei nicht automatisch eine Bedrohung. Stattdessen eröffne dies neue Möglichkeiten für Investitionen und Marktzugänge auf beiden Seiten – vorausgesetzt, es gebe ein klares Verständnis über die Bedingungen für diese engere Zusammenarbeit.

Der Vorstandsvorsitzende der First Eastern Investment Group aus Hongkong, Victor L.L. Chu, meinte bei dem Treffen der Handelskammer Hamburg gar, dass Europa und China am Anfang einer „goldenen Ära“ stünden. „Um diesen Schwung aufrechtzuerhalten, müssen wir den kulturellen, bildungsbezogenen und sozialen Austausch der jüngeren Generationen genauso fördern wie die Zusammenarbeit kleiner und mittlerer Unternehmen“, so Chu.

Der Reeder und Conference-Chairman Nikolaus W. Schües sieht seine Heimatstadt dabei auf einem guten Weg: „Hamburg ist ein positives Beispiel dafür, wie europäische und chinesische Unternehmen erfolgreich zusammenarbeiten, um Innovationen und nachhaltiges Wachstum zu befördern.“ Er betonte, dass die Teilnahme der chinesischen Vize-Premierministerin Liu Yandong am „Closing Lunch“ die Bedeutung unterstreiche, die Chinas Regierung der Handelskammer-Konferenz beimesse. Der Besuch des Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Jyrki Katainen, zeige zudem, dass Europa dem Reich der Mitte die Hand. Schües bedankte sich abschließend auch bei Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), der in Hamburg ebenfalls dabei war. „Seine dritte Teilnahme an der Konferenz zeigt, dass die deutsch-chinesischen Beziehungen noch nie so eng waren wie heute“, so der Hamburger Reeder.

Die historische Seidenstraße war einst die bedeutendste Handelsroute der Welt. Auf der Karawanenstraße, die von China bis zum Mittelmeer reichte, wurde nicht nur Seide, sondern auch Gewürze, Glas und Porzellan aus Fernost nach Europa gebracht. Über 2000 Jahre später arbeitet die Führung in Peking daran, den alten Handelsweg wiederzubeleben. Die neue Seidenstraße soll über einen Land- und einen Seeweg verlaufen und mit einem übergreifenden Infrastrukturnetzwerk mit Eisenbahnen, Straßen, Pipelines und Seehäfen insgesamt 65 Länder und damit über 60 Prozent der Weltbevölkerung verbinden.

Ein ausführliches Porträt des Projekts der neuen Seidenstraße ist hier nachzulesen: http://www.hessen-depesche.de/wirtschaft/china-und-die-neue-seidenstra%C3%9Fe-perspektiven-und-herausforderungen.html

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