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Lufthansa-Tochter spricht von „Missverständnis“

Eurowings lässt Dresden-Passagiere in Düsseldorf stehen

Donnerstag, 23 Juni 2016 01:45
Eine Maschine der Lufthansa-Tochter Eurowings Eine Maschine der Lufthansa-Tochter Eurowings

Düsseldorf/Dresden – Rund 60 Passagiere des Eurowings-Fluges 4U 9022 von Düsseldorf nach Dresden mussten am letzten Freitag länger in der Rheinmetropole bleiben, als sie eigentlich wollten. Als ihre verspätete Maschine um 21 Uhr in Richtung Sachsen abhob, warteten sie im Bus, der sie eigentlich zum Flieger hätte bringen sollen. Das Flugzeug hatte nur einen Teil der Passagiere an Bord, die Zurückgelassenen mussten sich ein Hotel suchen, weil danach kein Flug mehr nach Dresden auf dem Plan stand.

Normalerweise hätte Flug 4U 9022 bereits um 19:05 von Düsseldorf nach Dresden starten sollen. Der Abflug verspätete sich jedoch um fast zwei Stunden. Kurz vor 21 Uhr wurde die Maschine dann endlich aufgerufen, ein erster Bus brachte rund 40 Passagiere zu dem wartenden Flugzeug, das auf einer Außenposition stand. Nachdem ein zweiter Bus angekommen war, der die restlichen 60 Fluggäste zu der Eurowings-Maschine hätte bringen sollen, startete diese auf einmal. Die Dresden-Passagiere konnten dem Flugzeug nur noch hinterherwinken. Die Düsseldorfer Lufthansa-Tochter erklärte später, der Pilot habe den Boardingvorgang in Absprache mit der Eurowings-Verkehrszentrale abgebrochen. Bei noch mehr Verspätung hätte die Maschine den Rückflug nach Düsseldorf wegen des Nachtflugverbots nicht mehr geschafft.

Inzwischen hat sich die Airline bei den zurückgelassenen Fluggästen entschuldigt. „Es tut uns außerordentlich leid, dass wir den Flug nicht wie geplant durchführen konnten und Ihre Reise dadurch stark beeinträchtigt wurde“, hieß es in einem Schreiben an die Betroffenen. Die Unannehmlichkeiten seien durch ein Missverständnis des Piloten entstanden. Ein Schuldiger wurde also schnell gefunden, das Management wäscht sich wie Pontius Pilatus die Hände in Unschuld. Bei den meisten Passagieren dürfte sich der Ärger wieder gelegt haben. Nur Dorthe Kollos Schlager „Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben“ mögen sie in nächster Zeit wohl nicht gerne hören.

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