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Aktuelle Studie des Hotelverbandes Deutschland (IHA)

Ein Viertel der Hotelübernachtungen in Deutschland wird online gebucht

Freitag, 14 April 2017 03:03

Berlin – Rund ein Viertel der Hotelübernachtungen im Inland (25,2 Prozent) wurde 2016 laut einer aktuellen Studie des Instituts für Tourismus der Fachhochschule Westschweiz Wallis im Auftrag des Hotelverbandes Deutschland (IHA) über ein Online-Buchungsportal generiert. Drei Portale dominieren dabei den heimischen Markt mit einem gemeinsamen Marktanteil von über 95 Prozent: Die Priceline Group (Booking.com) mit 54,7 Prozent, gefolgt von der HRS Group mit 30,4 Prozent und Expedia mit 10,8 Prozent. Für die Studie wurden insgesamt 1.400 Hotels in Deutschland befragt.

Traditionelle Buchungswege wie Telefon, Brief oder Fax (30,3 Prozent im Jahr 2013, 25,5 Prozent im Jahr 2016) und auch der Verkauf über klassische touristische Partner wie Tourismusverbände, Reisebüros und Event- und Konferenzveranstalter (11,5 Prozent im Jahr 2013, 6,4 Prozent im Jahr 2016) verlieren zunehmend an Bedeutung. Wurden im Jahr 2013 noch über 26 Prozent der Übernachtungen in deutschen Hotels per Telefon gebucht, fiel der Anteil im Jahr 2016 auf 22,5 Prozent. Trotz der Einbußen ist das Telefon damit allerdings immer noch der zweitwichtigste Buchungskanal nach dem Internet.

Der Anteil der Übernachtungen, die per E-Mail im Hotel reserviert wurden, lag 2015 bei 18,1 Prozent; 2016 sank der Wert auf 16,2 Prozent. Werden die Übernachtungen, die über ein in eine Website integriertes Reservierungsformular (ohne sofortige Verfügbarkeitsprüfung) eingehen, hinzugerechnet (5,8 Prozent), ergibt sich für das Jahr 2016 ein Gesamtanteil von 22,0 Prozent der Übernachtungen (2015: 23,4 Prozent), die per E-Mail reserviert bzw. gebucht werden. Im Jahr 2013 machte dieser Wert 21 Prozent aus.

Der Anteil der Übernachtungen, die direkt über die hoteleigene Website gebucht wurden, lag 2016 bei 10,8 Prozent (2013: 8,1 Prozent; 2015: 9,0 Prozent). Ein detaillierterer Blick in die Daten zeigt allerdings, dass das Wachstum der Echtzeitbuchungen auf den hoteleigenen Internetseiten asymmetrisch verteilt ist: Die Individualhotellerie meldete laut Studie einen Anteil der Übernachtungen über eine Internet Booking Engine auf der Hotelwebsite gebucht werden von 6,4 Prozent, während kettengebundene Hotels auf einen Übernachtungsanteil von 15,8 Prozent über die eigene Website kommen.

Der IHA sieht darin das Ergebnis verstärkter Bemühungen der Hotelketten und Hotelkooperationen im Online-Direktvertrieb. Auf der anderen Seite zeigten die Werte auch die enorme Abhängigkeit insbesondere der Individualhotellerie von externen Buchungsplattformen. „Mittel- und langfristig ist die Stärkung des Online-Direktvertriebs die beste und nachhaltigste Möglichkeit für die Hotellerie, einen ausgewogenen Distributionsmix zwischen Eigen- und Fremdvertrieb sicherzustellen. Dies gilt nicht nur für Hotelketten, sondern insbesondere auch für Einzelhotels“, so Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes mit Sitz in Berlin.

Um Individualhotels eine konkrete Hilfestellung zu geben, wie der Vertrieb über die eigenen Online-Buchungskanäle auf erfolgreiche Beine gestellt werden kann, hat der europäischen Dachverband HOTREC eine Checkliste zur Stärkung des Direkt-vertriebs erarbeitet. Eine deutsche Version der Checkliste steht Interessierten auf der Homepage des Hotelverbandes Deutschland (IHA) unter www.hotellerie.de/go/direkt-buchen--1 zur Verfügung.

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