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Über sechs Prozent mehr Übernachtungen als im vergangenen Jahr

Dresden: Tourismus-Trend zeigt wieder nach oben

Mittwoch, 21 Juni 2017 18:39

Dresden – Nach kontinuierlichen Rückgängen in den letzten Jahren zeichnet sich für den Tourismus in Dresden erstmals wieder ein positiver Trend ab. In den ersten vier Monaten des Jahres 2017 zählte die Dresden Marketing GmbH, die städtische Tourismusmarketinggesellschaft, insgesamt 543.893 Ankünfte und 1.085.354 Übernachtungen aus dem In- und Ausland. Das entspricht einem Plus von 6,2 Prozent bzw. 4,5 Prozent gegenüber den Vorjahreswerten. Besonders erfreulich: Die Übernachtungszahlen inländischer Gäste stiegen in diesem Zeitraum um 4,9 Prozent auf 885.984. Auch die Ankünfte aus dem Inland bestätigen den positiven Trend mit einem Plus von 5,3 Prozent.

Mit den aktuellen Werten liegt die sächsische Landeshauptstadt erstmals seit langer Zeit wieder über dem Deutschland-Trend, der laut Statistischem Bundesamt bei den inländischen Übernachtungen im Zeitraum Januar bis April ein Plus von 3,0 Prozent aufweist. Neben der Barockstadt mit Frauenkirche und Zwinger ist auch das Sächsische Elbland, das sich als touristische Region gemeinsam mit Dresden unter dem Namen „Dresden Elbland“ vermarktet, ein großer Renner bei Touristen. Hier gab es von Januar bis April 2017 einen Zuwachs von 9,6 Prozent bei den Ankünften (100.397) und von 6,5 Prozent bei den Übernachtungen (353.750) aus dem In- und Ausland.

Dazu erklärte die Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH, Bettina Bunge: „Wir sind auf einem guten Weg. Gerade die aktuellen Zahlen aus dem Inland stimmen mich optimistisch.“ Nachdem die negative Berichterstattung über Dresden in den vergangenen zwei Jahren speziell bei potenziellen Gästen aus Deutschland Sympathien gekostet und sich auf das Reiseverhalten ausgewirkt habe, sei Dresden vor allem im April 2017 wieder bei Gästen aus dem Inland beliebt gewesen: Für diesen Monat erfasste die Statistik 314.430 Übernachtungen – was einem Plus von 21,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Auch hier konnte die sächsische Landeshauptstadt am Deutschland-Trend vorbeiziehen, der laut Statistischem Bundesamt ein Plus von 15 Prozent beträgt. „Gerade um die Osterfeiertage und die sich anschließenden Ferien hat sich Dresden als perfektes Reiseziel empfohlen“, so Bunge. „Des Weiteren erwiesen sich das erste herausragende Kultur-Highlight des Jahres, die Eröffnung des Kulturpalastes am 28. April, sowie die 55. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin mit 2.400 Teilnehmern im Kongressbereich als Zugpferde.“

Optimistisch stimmen auch die Zahlen der ausländischen Märkte: Österreich, die Schweiz, Polen und die Tschechische Republik zeigten im April ein stabiles Wachstum. Besonders erfreulich ist die Entwicklung der Dresden-Gästezahlen aus Russland. Hier gab es bei den Übernachtungen im ersten Jahresdrittel 2017 ein Plus von 11,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Unter dem Motto „Dresden. Neues entdecken” lockt die Stadt auch in den kommenden Monaten mit attraktiven Angeboten. Dazu gehören das Ende 2016 neu eröffnete Kraftwerk Mitte mit den Spielstätten für Staatsoperette und tjg.theater junge generation ebenso wie der frisch sanierte Kulturpalast – seit April neue Heimstätte unter anderem für die Dresdner Philharmonie und das Kabarett „Herkuleskeule”. Großevents wie „CANALETTO – Das Dresdner Stadtfest” (18. bis 20. August 2017) werden die Stadt zum Sommererlebnis machen – und auch die Veranstaltungen rund um „25 Jahre Sächsische Weinstraße”, die Dresden Harley Days vom 4. bis 6. August 2017 oder diverse Events zum Reformationsjahr dürften große Publikumsrenner werden. Ab November wird sich „Elbflorenz“ schließlich wieder als Weihnachtsstadt präsentieren, unter anderem mit dem 583. Dresdner Striezelmarkt und zahlreichen vorweihnachtlichen Veranstaltungen.

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