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Immobiliengesellschaft Dr. Lübke & Kelber veröffentlicht Bericht

Dresden: Hotelübernachtungen auf Rekordniveau

Samstag, 22 August 2015 19:02
Hotelzimmer Hotelzimmer Quelle: PIXABAY.COM

Dresden – Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Übernachtungen in Dresden gegenüber 2013 um 7,6 Prozent auf insgesamt rund 4,4 Millionen an. Damit waren die Hotels in der sächsischen Landeshauptstadt so gut ausgelastet wie schon seit Jahren nicht mehr. Dies geht aus dem Bericht „Hotelmarkt Dresden 2015“ des Immobiliendienstleisters Dr. Lübke & Kelber GmbH hervor. Demnach erreichte die durchschnittliche Bettenauslastung im gesamten Dresdener Beherbergungsgewerbe (inkl. Gasthöfe, Pensionen, Jugendherbergen und Camping) 2014 mit 53,3 Prozent den höchsten Wert seit 2007. Bei den Hotels (inkl. Garni) lag die Bettenauslastung im Schnitt bei 54,5 Prozent. „Dresden ist eine attraktive Destination für Übernachtungsgäste, und die steigende Auslastung sowie neue Hotelprojekte sorgten für einen dynamischen Hotelmarkt.“, so Daniela M. Bense, Project Manager Hotel bei Dr. Lübke & Kelber.

Auch für das Jahr 2015 rechnet der Dienstleister mit einem Übernachtungsaufkommen auf Rekordniveau. Unter der Voraussetzung der weiterhin positiven wirtschaftlichen Entwicklung und unter Berücksichtigung der Übernachtungsentwicklung in den vergangenen zehn Jahren sei damit zu rechnen, dass ab 2020 die Grenze von jährlich 5 Millionen Übernachtungen überschritten werden könne, heißt es weiter in dem Bericht. Nicht berücksichtigt sind die möglichen Auswirkungen der sogenannten „Bettensteuer“, die in der Landeshauptstadt seit gut zwei Monaten erhoben wird. Jeder Hotelgast wird mit 6,6 Prozent Sonderzulage für den Stadtsäckel zur Kasse gebeten. Zuletzt hatten Zahlen des Statistischen Landesamtes für Unruhe in der Branche gesorgt. Demnach gab es im Zeitraum zwischen Januar und März dieses Jahres 5,2 Prozent weniger Hotelankünfte in Dresden als noch im Quartal zuvor. Die „Bild“-Zeitung führte dies auf die Demonstrationen von Pegida zurück.

Aus dem Hotelmarktbericht von Dr. Lübke & Kelber geht hervor, dass die weit überwiegende Zahl der Übernachtungsgäste in Dresden aus dem Inland kommt. Mit 81 Prozent am gesamten Aufkommen liegen deutsche Gäste hier weit vorne. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl ihrer Übernachtungen 2014 um 7,8 Prozent auf rund 3,61 Millionen. Die Übernachtungen von internationalen Gästen erhöhten sich im letzten Jahr um 6,7 Prozent auf rund 0,83 Millionen. Wichtigste Herkunftsländer waren die Schweiz, die USA und Österreich, aus denen zusammen rund 27 Prozent aller internationalen Hotelgäste kamen.

Die für 2015 projektierten drei neuen Hotels in Dresden wurden bereits bis zum Juli dieses Jahres eröffnet. In den kommenden zwei Jahren wird laut Dr. Lübke & Kelber voraussichtlich jeweils nur noch ein Hotel pro Jahr seine Pforten öffnen. Zwischen 2005 und 2014 erhöhte sich das Bettenangebot im gesamten Dresdner Beherbergungsgewerbe um rund 50,8 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Übernachtungen um 50,6 Prozent.

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