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Münchner Fondsanbieter Opfer „schwarzer PR“?

DF Deutsche Finance Group: Ominöse Meldung über den PERE Fund I

Mittwoch, 31 August 2016 17:44
DF Deutsche Finance Group: Ominöse Meldung über den PERE Fund I Quelle: DF Deutsche Finance

München – Im Geschäftsleben spricht man von „schwarzer PR“, wenn Unternehmen von Mitbewerbern durch lancierte Negativberichte in vermeintlich neutralen Medien in Misskredit gebracht werden. Kaum einer macht sich die Mühe, zweifelhafte Angaben gegenzuprüfen; die Gerüchte bleiben im Raum stehen und haften den Betroffenen an. Eine perfide Form des Wettbewerbs mit unlauteren Mitteln. Offenbar ist auch die DF Deutsche Finance Group nun Opfer solcher Machenschaften geworden. Der Versuch, einen Topseller des Münchner Fondsanbieters zu diskreditieren, wurde jedoch äußerst dilettantisch vollzogen – und ging gründlich in die Hose!

Die von Thomas Oliver Müller, Alfred J. Kremer und Dr. Sven Neubauer geführte DF Deutsche Finance Group hat sich auf Fondsanlagen in den Bereichen Immobilien, Private Equity Real Estate und Infrastruktur spezialisiert und bietet auch privaten Investoren Zugang zu Märkten, die sonst institutionellen Anlegern vorbehalten bleiben. Aufgelegt werden Alternative Investmentfonds (AIF), die den Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genügen. Die DF Deutsche Finance ist mit verschiedenen Dachfonds in 34 Ländern an über 1.500 Immobilien- und Infrastruktur-Investments beteiligt. Es geht also nicht um dubiose Graumarkt-Produkte.

Zu den Highperformern der Deutschen Finance zählt der PERE Fund I, der 2014 aufgelegt wurde und eine Laufzeit bis Ende 2021 hat (mit der Option auf Verlängerung um ein Jahr). Fast 2.800 Anleger sind an dem Fonds beteiligt, der von der renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG auf Herz und Nieren geprüft wurde. Die Gesamtinvestitionen des PERE FUND I betrugen zum 31.12.2015 insgesamt 61.769.060 Euro, das gezeichnete Eigenkapital (ohne Agio) 58.827.676 Euro, die internationalen Zielfonds, auf die sich der Fonds fokussiert, wurden von 2014 bis Ende 2015 von vier auf neun erhöht, alle weiteren Informationen, etwa zu den getätigten Einzelinvestments, kann im Fondsporträt auf der Internetseite der DF Deutschen Finance Group nachgelesen werden, ebenso der Geschäftsbericht.

Ausgerechnet die Bilanz dieses Fonds zieht man nun auf einem Blog, der schon oft durch Desinformation statt Information aufgefallen ist, mit einer lapidaren Bemerkung in Zweifel – wohl wissend, dass kaum einer sich die Mühe macht, den dokumentierten Geschäftsbericht genauer zu studieren. Vielsagend nichtssagend heißt es dazu in schlechtem Deutsch: „Diese Bilanz zeigt, das Anleger auch im sogenannten ‚weißen Kapitalmarkt‘ immer darrauf achten müssen, wem man sein Geld LS aNLEGER anvertraut. Bei diesem Unternehmen darf man dann schon ‚leise Zweifel‘ dazu haben, ob Anleger dort gut aufgehoben sind. Manchmal hilft es aber auch, Personal in diese Gesellschaften einzustellen das was von seinem Handwerk versteht. Dann kann auch die Bilanz beser werden.“ [Fehler im Original!]

Wenn jemand in Sachen „schwarzer PR“ unterwegs ist, sollte er zumindest nicht an Rechtschreibschwäche leiden. Wenn die betreffende Person dann aber auch noch genau jene Geschäftszahlen dokumentiert, die genau das Gegenteil von dem Behaupteten belegen, kann man nicht gerade von einer Fachkraft sprechen. Aus dem von KPMG geprüften und der BaFin bereits vorgelegten aktuellen Geschäftsbericht des PERE Fund I lässt sich nämlich ersehen, dass dieser im Geschäftsjahr 2015 eine positive Entwicklung des Nettoinventarwerts um 18,8 Prozent vorzuweisen hatte. Nicht anders sieht es bei den übrigen Top-Produkten der Deutschen Finance aus: Der AGP Fund IV konnte hier um 15 Prozent, der IPP Fund II um 6,1 Prozent zulegen.

Es ist immer löblich, wenn auf mögliche Risiken eines Finanzprodukts aufmerksam gemacht wird. Das macht die DF Deutsche Finance Group sogar selbst in ihren Fondsprospekten. Anleger sind in Zeiten von Niedrigzinsen sehr empfänglich für Alternativmöglichkeiten, die hohe Renditen versprechen. Dass schwarze Schafe der Branche dies schamlos ausnutzen, ist bekannt. Es ist jedoch nicht in Ordnung, einen seriösen, auch nach Meinung diverser Fachmagazine sauber arbeitenden Anbieter durch lancierte Meldungen in den Schmutz zu ziehen.

Letzte Änderung am Mittwoch, 31 August 2016 17:51
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