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Neue Unternehmensanleihe bringt frisches Kapital

Günter Döring und die Oil & Gas Invest AG (OGI AG) wollen noch in diesem Jahr mit der Ölförderung in den USA beginnen

Sonntag, 03 April 2016 22:56
Günter Döring ist Vorstand der Oil & Gas Invest AG Günter Döring ist Vorstand der Oil & Gas Invest AG Quelle: OGI AG

Frankfurt am Main – Der 26. September 2015 markierte einen Wendepunkt in der noch jungen Firmengeschichte der Frankfurter Oil & Gas Invest AG (OGI AG). An diesem Tag wurde der einstige „Roulette-König“ Jürgen Wagentrotz auf der OGI-Hauptversammlung zunächst von den Aktionären als Vorstand entlastet – und erklärte daraufhin zur Überraschung aller seinen Rückzug aus dem Unternehmen.

Wagentrotz, ein Selfmademann von altem Schrot und Korn, der von dem Frankfurter Unternehmensberater und zeitweiligen OGI-Prokuristen Dr. Michele Sciurba einmal als „schillernde Persönlichkeit“ bezeichnet wurde, führte für seinen Schritt persönliche und unternehmenspolitische Gründe an. „Es ist nun an der Zeit, jüngeren Managern das Zepter zu übergeben und sich persönlich in das Privatleben zurückzuziehen. Ich will meine Gesundheit und mein Familienleben künftig nicht weiter überstrapazieren und sehe heute den richtigen Zeitpunkt zur Übergabe meines Verantwortungsbereichs als gekommen“, so der Hauptanteilseigner der Frankfurter Öl- und Gas-Gesellschaft seinerzeit.

Zum neuen Managing Director der US-Tochter OGI Holding Corp. wurde daraufhin der erfahrene Jurist Robert Percy Meiser berufen, den Chefposten bei der OGI AG in Deutschland übernahm der der vormalige Aufsichtsratschef Günter Döring, der in der Branche für seine Beharrlichkeit, Flexibilität und die Fähigkeit, komplexe Unternehmensprozesse im Sinne der Unternehmensziele zu strukturieren und weiterzuentwickeln, bekannt ist. Der 1956 in München geborene Architekt und Grafik-Designer gründete 1978 eine über Jahrzehnte erfolgreiche Agentur für Grafik, Design und Marketing, die sich schon 1998 auf die Entwicklung von E-Commerce-Projekten spezialisierte. Die OGI AG begleitet der auch kaufmännisch versierte Marketingexperte seit 2011.

Mit der Übernahme des Vorstandsvorsitzes durch Günter Döring bekam die OGI AG eine Art Frischzellenkur verpasst. Nicht nur die Internet-Präsenz des Unternehmens wurde einem kompletten Relaunch unterzogen, auch strategisch wurde eine Transparenz-Offensive eingeleitet, wie sie unter Wagentrotz, der die Gesellschaft auf traditionelle Weise führte und vor allem juristischen Fragen wenig Interesse entgegenbrachte, kaum denkbar gewesen wäre. Weil Döring, Meiser aber auch der OGI-„Hausberater“ Sciurba um den zweifelhaften Ruf des „grauen Kapitalmarktes“ wissen, ist das Unternehmen fest entschlossen, diese Phase hinter sich zu lassen. Im Interview mit der SACHSEN DEPESCHE erklärte Dr. Michele Sciurba dazu: „Die OGI AG wird zukünftig die hohen Anforderungen einer am Kapitalmarkt orientierten Gesellschaft im regulierten Markt erfüllen und alle dafür notwendigen Maßnahmen zeitnah, soweit sie nicht bereits umgesetzt sind, umsetzen.“

Erstmals findet man im Netz nun eine detaillierte Darstellung der Finanz- und Budgetplanung, einen durch eine renommierte Wirtschaftsprüfungskanzlei testierten Jahresabschluss und einen Lagebericht des Vorstandes. Die OGI AG informiert offen über die Chancen und Risiken ihrer Anlagemöglichkeiten und betont: „Eine serviceorientierte und transparente Kommunikation ist elementarer Bestandteil der Unternehmenspolitik. Die OGI AG unterstützt die Arbeit von Medienvertreterinnen und -vertretern mit aktuellen News, Unternehmensberichten und Anlegerinformationen.“

Die neue Linie unterstreicht auch die akribisch mit tragfähigen Zahlen und Fakten unterlegte Unternehmensanleihe, die von der OGI AG seit Februar 2016 ausgegeben wird (WKN: A1683R). Demnach sollen bis zu 30 Millionen Euro in Anteilen von jeweils 1.000 Euro begeben werden. Die neue Anleihe wird regulär mit 8,25 % p.a. verzinst, hat eine Laufzeit von fünf Jahren, offizieller Beginn der Verzinsung ist der 15.02.1016. Die Verzinsung der Anleihe läuft demnach bis zum14.02.2021. Ab dem 30.12.2018 ist eine vorzeitige Kündigung der Anleihe seitens der Anleger möglich.

Zusätzlich wird bis zum 02.07.2016 ein sogenannter Frühzeichnerbonus angeboten, der – bezogen auf den Nominalwert (100%) – ab einer Zeichnungssumme von 10.000 Euro 1% und ab einer Zeichnungssumme von 30.000 Euro 3% beträgt. Dieser Bonus wird in der Form eines Kursdisagios gewährt. Beispielhaft würde dieser Bonus bei einem Zeichnungsvolumen von 10.000 Euro 1%, mithin 100 € ausmachen. Der Anleger zahlt also nur 9.900 Euro auf das Zeichnungskapital von 10.000 Euro. Dementsprechend erhöht sich bei Zeichnern, die den Frühzeichner Bonus erhalten, die Rendite einmalig im ersten Jahr der Laufzeit um ein (1) Prozent oder drei (3) Prozent in Bezug auf den Nominalbetrag.

OGI-Berater Dr. Michele Sciurba wies gegenüber der SACHSEN DEPESCHE darauf hin, dass es zuvor eine Überprüfung und anschließende Bewilligung (29. Januar 2016) des Wertpapierprospekts der 8,25 %-Inhaber-Teilschuldverschreibungen 2016/2021 durch die luxemburgische Wertpapieraufsichtsbehörde Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) gegeben hat, dem eine Notifizierung gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der österreichischen Finanzaufsicht (FMA) folgte. Die in dem Wertpapierprospekt eingebunden Mineralwertgutachten wurden inhaltlich auf Basis des Updates der European Securities and Markets Authority (ESMA) zu den CESR-Empfehlungen (ESMA update of the CESR recommendations) gemäß Anhang III (Appendix III: Oil and Gas Competent Persons Report) erstellt, für die umfangreiche geologische Gutachten beigebracht werden mussten.

Aktuell ist zu hören, dass die OGI AG nach ersten mikrobiologischen Untersuchungen Ende 2015 für die Aktivitäten in ihren US-Explorationsgebieten Jerningan Mill, North Sardine und Koon II mit einer Gesamtfläche von 2.000 Hektar entscheidende Vorbereitungen getroffen hat. Gemeinsam mit renommierten Geologen und Partnerfirmen besuchte OGI-Vorstand Günter Döring, das „State Oil and Gas Board of Alabama“ in Tuscaloosa, um fremde und eigene Bohrkerne zu untersuchen und wertvolle Erkenntnisse aus den Drilling-Ergebnissen anderer Marktteilnehmer abzuleiten, damit die Parameter für die nächsten Schritte festgelegt werden können. Das „State Oil and Gas Board of Alabama“ ist die Aufsichtsbehörde des US-Bundesstaates Alabama mit dem gesetzlichen Auftrag, Umweltkontamination zu verhindern und die Öl- und Gasreserven zu schonen. Damit sollen der Schutz der Umwelt und die Rechte der Eigentümer in Einklang gebracht werden.

Über ihre US-Tochterfirma OGI Holding Corp. hatte die OGI AG schon im vergangenen Jahr umfängliche Voruntersuchungen im Explorationsprojekt Koon II im Pickens County vornehmen lassen, die allesamt positiv verliefen. Döring und die OGI AG wollen daher noch in diesem Jahr mit der Ölförderung im Süden der USA beginnen, damit die Renditeerwartungen der Anleger nicht enttäuscht werden. Für alle, die in die neuen Unternehmensanleihen investiert haben, ist das eine mehr als gute Nachricht.

Letzte Änderung am Montag, 04 April 2016 07:18
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Das Neueste von Enno-Martin Cramer

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