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Zwickau – Nach Angaben der stadteigenen Bäder GmbH sollen Migranten bei ihren Besuchen in Zwickauer Schwimmhallen nicht nur weibliche Gäste in der Sauna belästigt und einen Versuch unternommen haben, die Damen-Umkleidekabinen zu stürmen, sondern sogar in aller Öffentlichkeit ins Becken onaniert und ihren Darm im Wasser entleert haben. Diesen vorläufigen Ekel-Tiefpunkt kulturunsensiblen Verhaltens gegenüber dem Gastland dokumentiert ein Schreiben des Ordnungsamtsleiters Rainer Kallweit, dessen Authentizität mittlerweile von der Stadtverwaltung bestätigt wurde.

Chemnitz/Zwickau – Laut dem Chemnitz Automotive Institute (CATI) wird der VW-Abgasskandal auch in Sachsen nicht folgenlos bleiben. Volkswagen unterhält drei Standorte mit insgesamt 10.000 Mitarbeitern im Freistaat: das Fahrzeugwerk in Zwickau, die Automobilmanufaktur in Dresden und das Motorenwerk in Chemnitz. Vor allem in Zwickau, wo etwa 7.900 Werksmitarbeiter Golf- und Passat-Modelle mit Benzin- und Dieselmotoren fertigen, wird der Skandal um die Manipulationen der Abgasmessungen bei Diesel-Fahrzeugen noch in den kommenden zwei bis drei Jahren spürbar sein. Schon 2015 dürfte der Zielwert von 300.000 produzierten Neuwagen deutlich verfehlt werden, wie das CATI, eine Forschungseinrichtung der TU Chemnitz, voraussagt.

Ein erstes Signal dafür seien laut CATI-Direktoriumsmitglied Werner Olle die rückgängigen VW-Diesel-Verkaufszahlen auf Online-Plattformen. Bei sämtlichen Modellen des Wolfsburger Autobauers brachen die Verkaufszahlen um knapp 15 Prozent ein. Die Auswirkungen der Krise auf das Chemnitzer Werk mit seinen etwa 1.750 Mitarbeitern schätzt CATI hingegen als eher gering ein, weil dort ausschließlich Benzinmotoren und lediglich einige Baugruppen für Dieselmotoren produziert werden. Auch die Gläserne Manufaktur in Dresden mit rund 500 Mitarbeitern dürfte unberührt bleiben. Dort wird die Endmontage des VW-Premiummodells Phaeton verrichtet.

Dennoch rechnet das Chemnitzer Institut mit Investitionszurückhaltung des Mutterkonzerns an allen drei VW-Standorten in Sachsen. Wegen des Absatzrückgangs bei Dieselfahrzeugen und enormer Kostensteigerungen durch Rückrufaktionen, Strafzahlungen und Regressforderungen wird das Unternehmen überall Einsparungen vornehmen müssen. „Dies könnte auch zu schmerzlichen Korrekturen bei Neuvorhaben in der Region führen“, so CATI-Direktor Olle. Zusätzlich könnten auch die sächsischen Zulieferer-Firmen mit ihren rund 25.000 Beschäftigten unter Druck geraten. Bis zum Jahresende sind die Auftragsbücher der Automobil-Zulieferer nach Angaben des CATI zwar voll, doch spätestens ab Anfang 2016 dürfte sich die VW-Krise auch in dieser Branche niederschlagen.

Trotz ihrer Prognosen sehen die Chemnitzer Forscher die Lage nicht allzu pessimistisch. „Die VW-Krise wird in Sachsen nicht zu einer Automobilkrise ausufern“, so Werner Olle. Bei Michael Stopp, Branchenfachmann der Industrie- und Handelskammer Zwickau, ist sogar Optimismus angesagt. „Ich gehe zwar davon aus, dass der Absatz erst einmal nach unten geht“, meint Stopp. In drei bis vier Monaten dürfte er nach Ansicht des IHK-Experten aber wieder das vorherige Niveau erreicht haben.

Zwickau – Auch Sachsens viertgrößte Stadt Zwickau soll nach den Plänen der sächsischen Staatsregierung eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber erhalten. Dies teilten Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Donnerstag nach einer Kabinettssitzung in Dresden mit. Bei der Einrichtung soll es sich um eine Außenstelle mit 700 Plätzen handeln. Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) bemängelte, dass die Stadt nicht in die Planungen des Freistaates einbezogen worden war.

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