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Berlin – Die verkaufte Auflage der großen Tageszeitungen und Wochenpublikationen ist nach den aktuellen Zahlen des Branchenverbandes IVW im vierten Quartal des Jahres 2016 erneut deutlich zurückgegangen. Am stärksten fiel der Einbruch beim „Spiegel“ (minus 10,8 Prozent), der „Bild am Sonntag“ (minus 10,8 Prozent), der „Bild“-Zeitung (minus 9,9 Prozent) und der „Berliner Zeitung“ (minus 8,7 Prozent) aus.

Berlin/Dresden – Die Verkaufszahlen der deutschen Regional- und Lokalzeitungen gehen immer weiter in den Keller. Insbesondere auf dem am härtesten umkämpften Zeitungsmarkt Berlin gibt es eine zunehmende Print-Verweigerung. Alle fünf Hauptstadt-Titel („B.Z.“, „Tagesspiegel“, „Berliner Zeitung“, „Berliner Kurier“, „Berliner Morgenpost“) büßten laut den aktuellen IVW-Zahlen im ersten Quartal 2016 zwischen 7,4% und 10,4% im Vergleich zum ersten Quartal 2015 ein. Berücksichtigt hierbei ist der Abo- wie auch der Kioskverkauf. Deutlich unter einer verkauften Auflage von 100.000 liegt nun das Boulevardblatt „B.Z.“ (93.225), aber auch der überregional gelesene „Tagesspiegel“ verlor erneut über 10.000 Abnehmer und konnte im ersten Quartal des Jahres nur noch 91.890 Exemplare pro Tag absetzen.

Dresden – Das Siechtum am sächsischen Printmarkt geht weiter. Am 16.10., also am Freitag in einer Woche, wird zum letzten Mal das Magazin „auSZeit“ erscheinen. Dabei war der wöchentlich erscheinende Ableger der „Sächsischen Zeitung“ mit eigener News-App erst im November letzten Jahres an den Start gegangen. Wie es aus der DD+V Mediengruppe hieß, habe „auSZeit“ mit am Ende nur rund 800 Abonnenten und 1.000 Stück verkaufter Auflage die wirtschaftlichen Erwartungen nicht mehr erfüllen können.