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Reuth – Durch seinen Parteiwechsel von der Deutschen Sozialen Union (DSU) zur Alternative für Deutschland (AfD) ist Ulrich Lupart aus der Gemeinde Reuth im Vogtland Sachsens erster AfD-Bürgermeister. Der 64-Jährige, der als Kreisrat auch der gemeinsamen Fraktion von AfD und DSU im Kreistag des Vogtlandes angehört, bestätigte seinen Wechsel am Mittwoch und begründete dies nach einem Bericht der FAZ damit, dass er Deutschland durch „die fehlgeleitete Politik der etablierten Parteien akut in Gefahr“ sehe. Die AfD, so Lupart, sei die einzige politische Kraft, „die in der Lage ist, diese Gefahr abzuwenden“.

Dresden/Plauen/Schneeberg/Oschatz – Auch an diesem Montag waren in Dresden wieder weit über 10.000 Menschen auf der Straße unterwegs, um mit PEGIDA gegen die Zuwanderungs- und Asylpolitik der Bundesregierung zu demonstrieren. Für seine Anhänger hatte Organisator Lutz Bachmann wieder deutliche Botschaften parat. So forderte er unter anderem einen Aufnahmestopp für Migranten, was in der Presse als ganz besonders verwerflich und „rechtsextrem“ gebrandmarkt wurde, obwohl der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch erst kürzlich genau dieselbe Forderung aufgestellt hatte.

Plauen/Sebnitz – Während die „Spaziergänge“ von PEGIDA in Dresden weiter großen Zulauf erhalten (am Montag nahmen rund 20.000 Menschen teil), treibt die asylkritische Stimmung mittlerweile auch in anderen sächsischen Städten Tausende auf die Straße. So folgten am vergangenen Sonntag rund 5.000 Menschen einem Aufruf der Gruppe „Wir sind Deutschland“ zu einer Demonstration in Plauen, während zur gleichen Zeit in Sebnitz etwa 3.000 Demonstranten eine symbolische Grenze gegen den Zustrom illegaler Einwanderer bildeten. Auch im ostsächsischen Görlitz waren etwa 1.000 Menschen auf den Beinen, um unter dem Motto „Görlitz wehrt sich“ gegen die Asylpolitik der Bundesregierung zu protestieren.