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London – Es hatte sich angekündigt. Der Vorsprung schmolz von Woche zu Woche. Gestartet mit einem riesigen Abstand zur Labour Party, kamen Großbritanniens Konservative am Ende gerade noch so als Erste ins Ziel. Dem britischen Wahlrecht haben sie es zu verdanken, dass sie dennoch deutlich stärkste Kraft im Unterhaus bleiben. Wie aber ein künftiges Regieren aussehen soll, weiß derzeit niemand.

Dresden – Eine neue Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des MDR schreckt die Politik in Sachsen auf. Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl, käme die CDU auf 34 Prozent und wäre damit weiter stärkste Kraft, sie verlöre jedoch im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2014 genau 5,4 Prozentpunkte. Da der Koalitionspartner SPD laut diesen Zahlen bei 12 Prozent (-0,4%) stagnieren würde, wäre die Mehrheit für Schwarz-Grün futsch. Großer Gewinner der Wahl wäre die AfD, die im Vergleich zu 2014 noch einmal sage und schreibe 15,3 Punkte zulegen könnte und mit 25 Prozent auf Platz zwei landen würde.

Vittorio Veneto – Eine Stadtratsmehrheit aus Demokratischer Partei und Bürgerlisten will Flüchtlinge mit Aufenthaltstiteln an den Wahlen für sieben regionale Bezirke in der italienischen Kleinstadt Vittorio Veneto im Trentino teilnehmen lassen. Nach einem Bericht der Zeitung „Secolo d’Italia“ gibt es im Ort mehr als sechzig Migranten mit einem solchen Status.

Berlin - In Berlin könnte die CDU eine Wahlniederlage epischen Ausmaßes erleiden. Verzweifelt kämpft der CDU-Spitzenkandidat und Berliner Innensenator Frank Henkel um jede Wählerstimme. Als Innensenator versucht er mit dem der CDU angestammten Thema Sicherheit zu punkten und hat deshalb die Innenminister der unionsgeführten Länder um sich geschart. Die Forderung lautet: Burka-Verbot und Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft.

Dresden – Ein Jahr nach der Landtagswahl hat sich die politische Stimmung in Sachsen zu Ungunsten der CDU von Ministerpräsident Stanislaw Tillich verschoben. Wie eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des MDR ergab, bliebe die Union mit 38 Prozent zwar stärkste Partei, würde damit gegenüber ihrem Landtagswahlergebnis von 2014 jedoch um 1,4 Prozentpunkte schlechter abschneiden. Deutlichste Zugewinne könnte hingegen die AfD verbuchen. Sie wird von den Demoskopen derzeit bei 13 Prozent gesehen, was einem Plus von über drei Prozent entspricht. Damit läge sie gleichauf mit der SPD, der ebenfalls 13 Prozent (2014: 12,4 Prozent) vorausgesagt werden.

Dresden – Die sächsischen Liberalen haben das Tal der Tränen offenbar überwunden und zeigen sich – sicherlich auch durch den Rückenwind aus Hamburg und Bremen – wieder selbstbewusst. In einem Interview mit der „Lausitzer Rundschau“ zeigte sich FDP-Landeschef Holger Zastrow nun sogar davon überzeugt, dass seine Partei mit heutigem Stand wieder eine bedeutende Rolle im Freistaat spielen würde. Zastrow wörtlich: „Wenn wir heute Wahlen hätten, wären wir sehr sicher im Landtag vertreten.“