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sachsen-depesche.de

Dresden – Die rechtsgerichtete Gruppierung „Ein Prozent für unser Land“ hat ihren „Widerstand“ gegen die Moscheebau-Pläne des „Marwa El-Sherbini Kultur- und Bildungszentrums“ in Dresden angekündigt. Auf ihrer Internetseite schreibt „Ein Prozent“, man werde „die Entwicklung in dieser Sache weiter im Auge behalten“ und „genau beobachten“, welche Schritte weiter unternommen würden.

Dresden – Um die neue Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung zum Rechtsextremismus in Ostdeutschland, die von der Ost-Beauftragten der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), in Auftrag gegeben wurde, ist ein politischer Streit in Sachsen entbrannt. Dabei geht unter anderem um die Rolle des Freistaates Sachsen, der einen Schwerpunkt in der Untersuchung einnimmt. So heißt es in der Studie, dass der „defizitäre Demokratisierungsprozess“ in Sachsen dazu geführt habe, dass sich Bewegungen wie Pegida ausbreiten konnten und sich eine „autoritäre, ressentimentgeladene Minderheit zunehmend radikalisiert“.

Leipzig – Eigentlich hätte der israelisch-amerikanische Erfolgsautor Tuvia Tenenbom am Mittwoch im linken Leipziger Veranstaltungszentrum „Conne Island“ aus seinem neuen Buch „Allein unter Flüchtlingen“ (Rezension: https://www.sachsen-depesche.de/kultur/„allein-unter-flüchtlingen“-–-tuvia-tenenboms-„entdeckungsreise“-durch-deutschland.html) lesen sollen. Weil den Veranstaltern aber offenbar nicht passte, dass Tenenbom nur wenige Tage später auf dem Rittergut Schnellroda des rechten Verlegers Götz Kubitschek (Verlag Antaios) auftritt, sagten sie die Buchlesung kurzerhand ab.

Dresden – Spätestens seit seiner launigen US-Reisereportage „Allein unter Amerikanern“ ist der israelisch-amerikanische Buchautor und Theatergründer Tuvia Tenenbom auch Literaturfreunden in Deutschland ein Begriff. Vor kurzem erschien bei Suhrkamp Tenenboms viertes Buch „Allein unter Flüchtlingen“, eine „Entdeckungsreise“ durch Deutschland, die die Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf Einheimische und Migranten beleuchtet.

Freitag, 14 April 2017 01:22

Selbstverständlichkeiten

Dresden – Gedenkminute für die Opfer der vier islamistischen Terroranschläge vergangener Woche auf dem Altmarkt. PEGIDA-Stammredner Wolfgang Taufkirch führt mit heller bayrischer Stimmfärbung durch den regnerischen Abend. Es ist Montag, der 10. April, die 105. Veranstaltung und der 100. „Spaziergang“. Zunächst spricht ein Pfarrer. „Hans“ – unverkennbar Sachse – schämt sich für seine evangelische Landeskirche, die sich um die Lebensbedingungen hier lebender Moslems sorge, zur Christenverfolgung in muslimischen Ländern aber schweige.

Dresden – Der Schriftsteller Akif Pirinçci hat vom Amtsgericht Dresden einen Strafbefehl wegen Volksverhetzung erhalten. Das Gericht befand, dass Aussagen aus einer Rede, die der deutsch-türkische Bestsellerautor am 19. Oktober 2015 bei einer Kundgebung von PEGIDA in Dresden gehalten hatte, unter diesen Straftatbestand fallen und brummte ihm 180 Tagessätze zu je 65 Euro auf. Das ergibt eine Gesamtgeldstrafe von 11.700 Euro.

Montag, 17 Oktober 2016 23:12

Zwei Jahre Montagsprotest in Dresden

Dresden – Als am 20. Oktober 2014 erstmals 350 „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (PEGIDA) in Dresden auf die Straße gingen, ahnte wohl niemand, dass damit die wohl ausdauerndste wie umstrittenste politische Bürgerbewegung in der Nachwendegeschichte der Bundesrepublik gestartet war. Auch den Initiatoren des sogenannten Orga-Teams um Lutz Bachmann dürfte damals kaum bewusst gewesen sein, dass sie damit den Nerv kommender Zeiten getroffen und mit den Schwerpunkten Islam und Flüchtlingspolitik die künftigen Generalthemen der politischen Debatte nicht nur in Deutschland aufgegriffen hatten.

Schnellroda – Das der sogenannten „Neuen Rechten“ zuzurechnende Institut für Staatspolitik (IfS) bringt schon seit Jahren eine „Wissenschaftliche Reihe“ zu aktuellen politischen Fragestellungen heraus. Nachdem man sich bereits in der Vergangenheit mit Themen wie Islam oder Zuwanderung auseinandergesetzt hat, ist jüngst eine neue Studie mit dem Titel „Die Flüchtlingsindustrie“ erschienen, die der Frage nachgeht, wer von dem aktuellen Zustrom an Asylbewerbern profitiert.

 

Dresden – Das Magazin „Compact“ lädt für den 16. April zu einer Veranstaltung mit seinem Chefredakteur Jürgen Elsässer und dem Verleger Götz Kubitschek (Verlag Antaios, Zeitschrift „Sezession“) in Dresden ein. Die beiden Publizisten wollen der Frage „Pegida – Wie weiter?“ nachgehen, also über mögliche Zukunftsoptionen der zuwanderungskritischen Bewegung diskutieren, die mit Tatjana Festerling in dieser Woche eine Kandidatin zur OB-Wahl in Dresden nominiert hat. Viele sehen darin einen ersten Schritt, um künftig auch in der Politik mitzumischen.