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Dresden – Der bekannte Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt hat deutliche Kritik an der Asylpolitik der Bundesregierung geübt. Patzelt, der selber Mitglied der CDU ist, erklärte kürzlich in der ARD-Sondersendung „Fluchtziel Deutschland – Schaffen wir den Kraftakt?“ bezugnehmend auf eine Äußerung Angela Merkels: „Wenn dann anschließend nur kommt ‚Ja, wir schaffen das!‘, dann fragen die Leute schon: Auf welche Weise denn? Seitdem Flüchtlingszahlen auf die Kommunen verteilt worden sind, seitdem die Fernsehbilder von den überquellenden Erstaufnahmelagern und den Grenzstationen Deutschlands sichtbar waren, fragten sich viele: Ja, wie soll denn das genau gehen?“

Dresden – Ein Jahr nach der Landtagswahl hat sich die politische Stimmung in Sachsen zu Ungunsten der CDU von Ministerpräsident Stanislaw Tillich verschoben. Wie eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des MDR ergab, bliebe die Union mit 38 Prozent zwar stärkste Partei, würde damit gegenüber ihrem Landtagswahlergebnis von 2014 jedoch um 1,4 Prozentpunkte schlechter abschneiden. Deutlichste Zugewinne könnte hingegen die AfD verbuchen. Sie wird von den Demoskopen derzeit bei 13 Prozent gesehen, was einem Plus von über drei Prozent entspricht. Damit läge sie gleichauf mit der SPD, der ebenfalls 13 Prozent (2014: 12,4 Prozent) vorausgesagt werden.

Mittwoch, 01 Juli 2015 15:58

Zuwanderung in Sachsen Thema Nummer eins

in Politik

Dresden - Eine aktuelle Umfrage, die TNS emnid im Auftrag der Staatsregierung durchgeführt hat, zeigt ein differenziertes Meinungsbild der Sachsen zur Zuwanderungs- und Asylpolitik. Zugleich offenbart die Erhebung eine deutliche Verschiebung bei der Prioritätensetzung der Bürger. Benannten im Vorjahr nur vier Prozent der Sachsen Zuwanderung als das wichtigste politische Thema im Land, rangiert es nun mit 20 Prozent auf Platz eins – noch vor noch vor Arbeitslosigkeit (18 Prozent), Kriminalität (zehn Prozent) oder Bildung und sozialen Problemen (beide acht Prozent). Die repräsentative Umfrage wurde in der Zeit vom 21. Mai bis zum 18. Juni unter 1.027 wahlberechtigten Sachsen durchgeführt.

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