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Dresden – Tropische Hitze am Montagabend vor dem Dresdner Hauptbahnhof, ansonsten alles wie gehabt. Doch nach dem „Spaziergang“ der vielleicht 4.000 Anhänger von PEGIDA durch die St. Petersburger und Prager Straße gab es noch eine bemerkenswerte Geschichtsstunde: Siegfried Däbritz erinnerte unter dem Jubel des Publikums daran, dass auf den Tag genau vor 333 Jahren, am 12. September 1683, der „letzte Versuch der muslimischen Eroberer, Europa zu stürmen und zu unterwerfen“, vor Wien, der Hauptstadt des römisch-deutschen Reiches, zurückgeschlagen wurde.

Dresden – Als einziger Sohn des Kurfürsten Johann Georg II. und der Magdalena Sibylle von Brandenburg-Bayreuth wurde Prinz Johann Georg am 20. Juni 1647 in Dresden geboren. Bereits im Alter von sieben Jahren erhielt er Sprachunterricht und wurde später in Festungsbau und Kriegskunst unterwiesen. 1672 zum Landvogt der Oberlausitz ernannt, übernahm Johann Georg schon als junger Mann eine verantwortungsvolle Aufgabe innerhalb des kursächsischen Staates. Er heiratete 1666 Anna Sophia, eine dänische Königstochter, die ihm zwei Söhne schenkte. Noch als Kurprinz führte der begeisterte Soldat 1674-1678 die sächsischen Hilfstruppen im Rheinfeldzug. 1680 bestieg Johann Georg III. den Thron der albertinischen Wettiner. Straff ergriff der Kurfürst die Zügel der Regierung, Einsparungen in der Hofhaltung kamen dem Aufbau eines 12.000 Mann starken Heeres zugute.