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Grafenegg/Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern und Niederösterreich, das größte Bundesland der Alpenrepublik, vertiefen ihre vor sechs Jahren begonnene Zusammenarbeit. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit Wirkung bis 30. Juni 2020 wurde dieser Tage von der Landesrätin für Wirtschaft und Tourismus in Niederösterreich, Petra Bohuslav (ÖVP), der Präsidentin des Landtages sowie des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Sylvia Bretschneider (SPD), sowie den Geschäftsführern der jeweiligen Tourismusorganisationen während einer Delegationsreise im Schloss Grafenegg in Niederösterreich unterzeichnet.

Dresden – Nachdem der Tourismus in Dresden zum Jahresbeginn einen Zuwachs verbuchen konnte und das Landesamt für Statistik das stärkste erste Quartal seit mindestens fünf Jahren vermeldete, belegen die aktuellen Zahlen wieder einen Einbruch. Um 6,7 Prozent ist die Zahl der Übernachtungen im April 2016 gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen. Die Erklärungsansätze dafür sind höchst unterschiedlich.

Radeburg – Eine Asylbewerberunterkunft, die der Landkreis Meißen für 1,53 Millionen Euro am Niederen Waldteich in der Nähe von Radeburg für 112 Migranten errichten will, sorgt für Verärgerung bei einem benachbarten Nudisten-Camp. „Seit 1905 pflegen unsere über 400 Mitglieder als traditionelle Lebensart die Nacktkultur“, so die Schatzmeisterin des ansässigen Familiensport- und FKK-Bundes Waldteichfreunde Moritzburg e.V., Petra Hoffmann, gegenüber der „Bild“-Zeitung. „Ich weiß nicht, ob es klug ist, gerade hier das Asylheim einzurichten.“ Konflikte „durch unterschiedliche ethnische Lebenseinstellungen“ seien geradezu vorprogrammiert, befürchtet die 70-jährige Nudistin.

Dresden – Die im Mai mit der sogenannten „fortschrittlichen Gestaltungsmehrheit“ aus SPD, Linken, Grünen und Piraten im Stadtrat beschlossene Beherbergungssteuer von 6,6 Prozent für jede Hotelübernachtung wird seit rund einem Monat in Dresden erhoben. Augenscheinlich handelt es bei der Sonderabgabe, die jährlich Mehreinnahmen von rund sechs Millionen Euro ins Stadtsäckel spülen soll, jedoch nicht nur um ein Ärgernis für Hoteliers und Gäste, sondern auch um handwerkliche Flickschusterei. Das bemängelte nun der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat, Stefan Vogel, der darauf hinwies, dass wegen der nach wie vor bestehenden Rechtsunsicherheit bereits mehrere Änderungen zur Beherbergungssatzung eingebracht wurden. Dies zeuge von „unprofessioneller Arbeit“, so Vogel.

Dresden – Der Dresdner Stadtrat hat mit seiner „fortschrittlichen Gestaltungsmehrheit“ (SPD, Linke, Grüne, Piraten) die Einführung einer Beherbergungssteuer beschlossen. Schon ab kommenden Sommer werden Touristen mit 6,6 % als „Aufwandssteuer“ auf jede Übernachtung zur Kasse gebeten. Die Stadt erhofft sich so Mehreinnahmen in Höhe von rund sechs Millionen Euro pro Jahr. Für die Vorlage der Verwaltung (als OB amtiert mit Dirk Hilbert derzeit ein FDP- Mann) stimmten am Donnerstag 37 Stadträte, 31 votierten dagegen.