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Dresden – Sommer in der Landeshauptstadt. Kein Lüftchen regt sich in den Straßen, die Luft scheint zu stehen und das seit Tagen. Am Albertplatz schieben sich schwitzende Fahrgäste ächzend aus Bahnen und Bussen, um eilig weiter nach der Äußeren Neustadt oder den Gassen des Barockviertels zu streben. Selbst Urlaubsgäste ziehen pflastermüde mit hängenden Schultern ihrer Wege.

Dresden – Um möglicher Tourismusflauten in Dresden künftig besser begegnen zu können, will die Landeshauptstadt Dresden die Mittel für das Stadtmarketing in den nächsten zwei Jahren deutlich erhöhen. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) erklärte dazu kürzlich gegenüber den „Dresdner Neuesten Nachrichten“ (DNN): „Wir wollen unsere Vorzüge, Projekte und Veranstaltungen noch besser bewerben. Das kostet Geld, was wir der Dresden Marketing GmbH auch zur Verfügung stellen wollen.“

Dresden – Nachdem der Tourismus in Dresden zum Jahresbeginn einen Zuwachs verbuchen konnte und das Landesamt für Statistik das stärkste erste Quartal seit mindestens fünf Jahren vermeldete, belegen die aktuellen Zahlen wieder einen Einbruch. Um 6,7 Prozent ist die Zahl der Übernachtungen im April 2016 gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen. Die Erklärungsansätze dafür sind höchst unterschiedlich.

Wiesbaden – Im Mai 2016 gab es nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes in den deutschen Hotels und Pensionen insgesamt 43,2 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Dies bedeutete ein Plus von 3% gegenüber dem Vorjahresmonat. Während die Übernachtungszahl von Gästen aus dem Ausland um 2% auf 7,0 Millionen fiel, stieg die Zahl der Übernachtungen von inländischen Gästen im Vergleich zum Mai 2015 um 4% auf 36,2 Millionen.

Meißen – Nachdem die sächsischen Gästezahlen nach den Daten des Statistischen Landesamtes im vergangenen Jahr stagnierten (www.sachsen-depesche.de/wirtschaft-finanzen/tourismus-in-sachsen-stagniert.html), konnte der Tourismusverband nun wieder einen Zuwachs im ersten Quartal 2016 vermelden. Laut dem Direktor des Landestourismusverbandes Sachsen, Manfred Böhme, kamen in den ersten vier Monaten des Jahres 1,3 Millionen Gäste in den Freistaat, die 3,5 Millionen Übernachtungen buchten. „Das entspricht einem Zuwachs von 5,2 bzw. 3,9 Prozent“, so Böhme am Dienstag.

Kamenz – Mit rund 7,4 Millionen Touristen haben im vergangenen Jahr etwa gleich viele Gäste wie 2014 Sachsen besucht. Dies teilte das Statistische Landesamt in Kamenz am Donnerstag mit. Den Großteil der Besucher zog es 2015 in die drei sächsischen Großstädte Dresden, Leipzig und Chemnitz. Dort wurden insgesamt 4,6 Millionen Touristen gezählt. Insgesamt wurden in den Hotels, Pensionen und auf den Campingplätzen des Freistaates im letzten Jahr rund 18,7 Millionen Übernachtungen registriert.

Dresden – Der Freistaat Sachsen will die Internationale Tourismusbörse (ITB) in Berlin (9. bis 13. März) zur Image-Aufbesserung nutzen. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) erklärte dazu am Mittwoch, die landschaftlichen Schönheiten und die kulturelle Vielfalt des Landes allein reichten nicht aus, wenn sie von politischen Negativnachrichten überlagert würden. Der Tourismus sei ein wichtiger Wirtschaftszweig in Sachsen. Man müsse „alles dafür tun, diese wichtige Branche wieder zu stärken“. Der Jahresumsatz der regionalen Tourismusbetriebe betrug zuletzt über sieben Millionen Euro.

Leipzig – Auf Einladung der Leipziger Bundestagsabgeordneten Bettina Kudla (CDU) trafen sich am Mittwoch in Leipzig die Tourismuspolitiker des Deutschen Bundestages Heike Brehmer (CDU), Vorsitzende des Tourismusausschuss, und Klaus Brähmig (CDU), stellvertretender Vorsitzender des Tourismusausschusses, mit Direktoren und Geschäftsführern Leipziger Hotels zu einem Fachgespräch.

Berlin – Vor dem Hintergrund der Kürzungen bei den Mitteln aus den EU-Strukturfonds und des Wegfalls der Investitionszulage hat für strukturschwache Regionen die Bedeutung der Gelder aus dem Bundesfördertopf GRW (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“) deutlich zugenommen. Sachsen erhält in der Förderperiode 2014-2020 mit derzeit 112,4 Millionen Euro knapp 20 Prozent der bundesweit zur Verfügung stehenden Mittel, die vom Freistaat in gleicher Höhe kofinanziert werden müssen. Sowohl Kommunen als auch Unternehmen profitieren von den Geldern, mit denen Investitionen zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur angekurbelt werden sollen.

Dresden – „Sachsen genießt dank seiner einzigartigen touristischen und kulturellen Vielfalt, atemberaubender Landschaften und weltberühmter Sehenswürdigkeiten weltweit einen exzellenten Ruf“, heißt es auf der Netzseite der Sächsischen Staatskanzlei zu der Imagekampagne, die seit 2013 nicht nur in Deutschland, sondern europaweit für den Freistaat als Urlaubsland und Wirtschaftsstandort werben soll.

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