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Dresden – Weil es in Sachsen an qualifizierten Hebammen mangelt, will die sächsische Staatsregierung – unterstützt von den Landtags-Grünen – finanzielle Starthilfen zur Gründung und Erneuerung von Praxen sowie „Zuschüsse für außerklinische Geburten in Regionen mit einem Mangel an Angeboten“ bereitstellen. Nach Angaben des Sächsischen Hebammenverbandes sind im Freistaat nur noch 70 (!) freiberufliche Geburtshelferinnen aktiv – eine Folge der Vervielfachung der Beiträge zur Berufshaftpflichtversicherung, der viele Hebammen in den Ruin getrieben hat und wenig Anreiz zur Neugründung von Praxen bietet. Ab Juli müssen Hebammen pro Jahr über 7.600 Euro dafür aufwenden.

Donnerstag, 04 August 2016 14:27

Skandal: Über 50 „Kinder-Ehen“ in Sachsen

in Politik

Dresden – In Sachsen bestehen insgesamt 56 im Ausland geschlossene Ehen zwischen erwachsenen Männern und minderjährigen Mädchen. Dies geht aus einer Antwort des Sozialministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag hervor. Bei den Betroffenen handelt es sich hauptsächlich um Syrerinnen, die im Zuge der Flüchtlingskrise seit dem letzten Sommer nach Deutschland kamen. Demnach wurde das jüngste verheiratete Mädchen, das nun in Sachsen lebt, im Jahr 2001 geboren, war bei seiner Einreise im Juli 2015 also gerade einmal 13 oder 14 Jahre alt.

Dresden – Der Landtagsabgeordnete Horst Wehner (LINKE) hat das von Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) vorgestellte Arbeitsmarktprogramm „Wir machen das! – Menschen mit Behinderungen in Ausbildung und Beschäftigung“, das am 15. April in Kraft treten wird, kritisiert. Zwar befürworte er „jede Maßnahme, welche die Öffnung des Berufsbildungs- und Arbeitsmarktes für Menschen mit Behinderung unterstützen soll“, allerdings habe er Zweifel an der Wirksamkeit des von der Bundesagentur für Arbeit aufgelegten Programms, erklärte Wehner am Donnerstag.