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Halle – Nach einer in der letzten Woche veröffentlichten Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) vergeben Sparkassen in Jahren mit Kommunalwahlen deutlich mehr und günstigere Kredite als sonst. Das Regionalprinzip der Sparkassen und der Einfluss von Kommunalpolitikern auf die Kreditinstitute, die Anstalten des öffentlichen Rechts sind, begünstigten deren Missbrauch für politische Zwecke, so die Forscher, die die Bilanzen von 452 Sparkassen in verschiedenen Bundesländern im Zeitraum von 1995 bis 2006 analysiert haben. „In Jahren, in denen Kommunalwahlen stattfanden, erhöhten die Sparkassen ihre Unternehmenskredite im Durchschnitt um 7,6 Millionen Euro“, so IWH-Präsident Reint E. Gropp. Für alle Sparkassen zusammen ergebe dies eine Summe von 3,4 Milliarden Euro. Der Wahleffekt auf die Wachstumsrate von Kreditvergaben liege damit bei etwa 40 Prozent, stellte das IWH fest.

Dresden/Seligenstadt – Das Geschäftsgebiet der Ostsächsischen Sparkasse Dresden erstreckt sich von der Landeshauptstadt über die beiden großen Landkreise Bautzen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Sie ist damit nicht nur die größte Sparkasse Sachsens, sondern auch die größte in den gesamten neuen Bundesländern. Gemessen an ihrer Bilanzsumme von 11,9 Milliarden Euro ist sie sogar die siebtgrößte Sparkasse im gesamten Bundesgebiet.

Dresden – Die Verbreitung der Todesdroge Crystal im Freistaat nimmt geradezu epidemische Ausmaße an. Wie die Sächsische Landesstelle gegen die Suchtgefahren (SLS) mitteilte, ist die Zahl der amtlich registrierten Suchtkranken in nur vier Jahren um 135% auf 4824 gestiegen. Die Dunkelziffer liegt noch um ein Vielfaches höher.