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Dresden – Hat PEGIDA im „gesellschaftlichen Diskurs“ tatsächlich „alles“ verändert, wie es David Begrich, Referent auf einer Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung, im April in Dresden behauptete? Wenigstens wird dies den Pegidianern am Montag geschmeichelt haben, deren anfängliches Schmunzeln in Gelächter umschlug, als Siegfried Däbritz Begrichs Thesen in ungelenkem Soziologensprech vom Blatt zitierte.

Dresden – Wenig Überraschendes gab es gestern in Dresden, wo die islamkritische PEGIDA-Bewegung zum montäglichen „Abendspaziergang“ auf den Altmarkt geladen hatte. „Zu tief im Weihrauch geschnüffelt“ habe Kardinal Woelki (der beim Fronleichnamsfest in Köln ein Flüchtlingsboot als Altar genutzt hatte), klagte Versammlungsleiter Siegfried Däbritz zu Beginn, auf die Amtskirchen sei kein Verlass mehr.

Dresden – Gleich vier Gegendemonstrationen hatten das Antifa-Bündnis „Genervte Einwohner protestieren gegen Intoleranz Dresdner Außenseiter“ (Gepida) auf die Beine gestellt, um am 23. Mai „Pegida aus der Neustadt (zu) jagen“. Doch weder die martialische Drohkulisse noch die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes konnte verhindern, dass sich die islamkritische Bürgerbewegung, nach kurzer Anmoderation von Versammlungsleiter Siegfried Däbritz, mit mehr als 2500 Demonstranten in gewohntem Gepränge zum Albertplatz bewegte.

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