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Dresden – Der Landesvorsitzende der FDP Sachsen, Holger Zastrow, hat davor gewarnt, die Bildungsempfehlungen der Grundschulen für den Übergang auf weiterführende Schulen aufzuweichen. Stattdessen sollten die entsprechenden Kriterien im neuen Schulgesetz konkretisiert werden. Für einen Wechsel aufs Gymnasium ist in Sachsen ein Notendurchschnitt von mindestens 2,0 in Deutsch, Mathematik und Sachunterricht erforderlich. Das Verwaltungsgericht Dresden hat diese Praxis in einem Urteil nun infrage gestellt, indem es einer Schülerin den Besuch des Gymnasiums mit einem schlechteren Notendurchschnitt erlaubt hat. Es müsse jedoch weiterhin „objektive und leistungsbezogene Zulassungskriterien für das Gymnasium geben“, mahnte Zastrow am Montag an.

Wiesbaden – Der Bund hat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im ersten Quartal des laufenden Jahres knapp 8,7 Millionen Euro für Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) zur Verfügung gestellt. Demnach entfielen rund 65 Prozent der Ausgaben auf 6- bis 13-jährige und rund 20 Prozent auf 14- bis 17-jährige Migrantenkinder.

Berlin/Dresden – Sachsen hat beim Bildungsmonitor 2016 die Nase vorn. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, dass sämtliche Bundesländer in diesem Jahr erstmals keinerlei Fortschritte im Vergleich zum Vorjahr gemacht haben. „Zum ersten Mal in 13 Jahren Bildungsmonitor haben die Länder im Durchschnitt keine Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr erreicht. Vor allem bei der Integration ausländischer Schüler gibt es sogar Rückschritte – so ist die Schulabbrecherquote unter Ausländern innerhalb eines Jahres von 10,7 auf 11,9 Prozent gestiegen.", so Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), in deren Auftrag das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) die Vergleichsstudie jedes Jahr erstellt.

Dresden – Mit der Schulpolitik hat die sächsische FDP – augenzwinkernd auch außerparlamentarische liberale Opposition genannt – offenbar ein geeignetes Themenfeld zur Profilierung gefunden. Nachdem FDP-Landeschef Holger Zastrow erst kürzlich die Dresdner Koalition zur Verlängerung des seinerzeit zwischen CDU und FDP ausgehandelten Schulschließungsmoratoriums aufgefordert hatte (http://www.sachsen-depesche.de/politik/holger-zastrow-fdp-„schulschließungsmoratorium-verlängern“.html), forderte er Schwarz-Rot nun auf, ihren vielfach kritisierten Entwurf für ein neues Schulgesetz komplett einzustampfen.

Dresden – Vor dem Hintergrund des von der schwarz-roten Landesregierung geplanten neuen Schulgesetzes hat der Landesvorsitzende der FDP Sachsen, Holger Zastrow, eine Verlängerung des Schulschließungsmoratoriums gefordert. Die Liberalen sind der Ansicht, dass das noch unter ihrer Regierungsbeteiligung in Sachsen mit der Union vereinbarte Moratorium durch den neuen Entwurf der Staatsregierung aufgeweicht zu werden droht.

Dresden – Mit dem Flüchtlingszuzug kamen im vergangenen Jahr 325.000 schulpflichtige Kinder nach Deutschland. Legt man die OECD-Durchschnittsklassengröße von 23,3 Schülern zugrunde, bedeutet das, dass in der Bundesrepublik etwa 14.000 zusätzliche Schulklassen entstanden sind. Nur ein Teil der Migrantenkinder landete in den derzeit rund 8.300 sogenannten Übergangsklassen, viele wurden stattdessen direkt in den regulären Schulbetrieb übernommen.

Zwickau – Auf dem Weg von der Nicolai-Grundschule zum Hort sind Kinder in Zwickau offenbar von jugendlichen Migranten „angetanzt“ worden. Diesen Vorfall teilte Schulleiter Ralf Burkhardt den Eltern der Schulkinder in einem Schreiben mit. Darin heißt es: „Werte Eltern, am 26.1. kam es zu einem Vorfall, bei dem Kinder unserer Schule auf dem Weg zur Kindertagesstätte von fremden Personen angetanzt und angesungen wurden. Wir werden die Kinder nochmals belehren, dass sie sich nur noch in Gruppen zu ihrer Kindertagesstätte bewegen."

Dresden – Mit einer Änderung des sächsischen Schulgesetzes (SchulG) hat die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag am Donnerstag ihren ersten Gesetzentwurf (Drs. 6/3487) ins Parlament eingebracht. Das Papier sieht vor, „Schulgebäude, Schulräume und Schulsporthallen nur im Katastrophenfall für andere als schulische oder sportliche Zwecke zu verwenden".

Dresden – Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen um die Unterbringung von Asylbewerbern in einer Grundschule in Dresden-Prohlis hat sich die AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat dagegen ausgesprochen, weitere Schulen und Sporthallen als Flüchtlingsunterkünfte zu nutzen. Die Schüler der Grundschule am Boxberger Weg sollen demnächst in ein Ausweichquartier umziehen, nachdem zuerst geplant war, den Schulbetrieb vor Ort parallel weiterlaufen zu lassen. Dagegen hatte sich Protest aus der Elternschaft geregt.

Zwönitz – Am morgigen Sonnabend findet in Zwönitz (Erzgebirge) der 58. Landeskongress der Jungliberalen Aktion (JuliA) Sachsen statt. Neben zwei Nachwahlen für den Landesvorstand und der Wahl der Delegierten für den Bundeskongress der Jungen Liberalen 2016 wollen die Vertreter der sächsischen FDP-Jugendorganisation sich nach Angaben des JuliA-Vorsitzenden Philipp Hartewig „intensiv mit dem Thema Innere Sicherheit auseinandersetzen“.

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