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Dresden – Montag, der 15. August: Ein Demomontag wie schon unzählige zuvor. Auffällig mehr Polizisten in der Innenstadt, vielleicht gab es einen Zusammenhang zu  der Sitzblockade, die ca. 30 junge Gegner zu Beginn, inmitten der sich sammelnden Teilnehmer des PEGIDA-„Spaziergangs“, veranstalteten. Auch der Sohn des stellvertretenden sächsischen Ministerpräsidenten und Wirtschaftsministers Martin Dulig (SPD), der Meißner Kreisrat und Juso-Chef Johann Dulig (21), soll sich unter den Blockierern befunden haben. Abgeschirmt von stoisch dreinblickenden Polizisten lösten diese bei den Pegidianern lautstarke Unmutsäußerungen aus.

Heidenau/Königstein – Am Heidenauer Bahnhof entdeckten Passanten am Sonntagmorgen zwei Kreideumrisse, wie sie von der Polizei üblicherweise um Opfer eines Gewaltverbrechens gezeichnet werden. Auch eine zähflüssige rote Substanz, die optisch an Blut erinnert, wurde verschüttet. An den Wänden der Unterführung fanden sich außerdem Handabdrücke mit der roten Flüssigkeit.

Kamenz – Mit rund 7,4 Millionen Touristen haben im vergangenen Jahr etwa gleich viele Gäste wie 2014 Sachsen besucht. Dies teilte das Statistische Landesamt in Kamenz am Donnerstag mit. Den Großteil der Besucher zog es 2015 in die drei sächsischen Großstädte Dresden, Leipzig und Chemnitz. Dort wurden insgesamt 4,6 Millionen Touristen gezählt. Insgesamt wurden in den Hotels, Pensionen und auf den Campingplätzen des Freistaates im letzten Jahr rund 18,7 Millionen Übernachtungen registriert.

Heidenau – Der zu einer Flüchtlingsunterkunft umfunktionierte ehemalige Praktiker-Baumarkt in Heidenau soll noch mindestens bis 2018 vom Freistaat Sachsen als Erstaufnahmeeinrichtung genutzt werden. Grundlage für die Verlängerung der Nutzung ist das unter dem Eindruck der Asylkrise im Oktober 2015 eilends geänderte Bundesbaugesetz, wonach Einrichtungen, die – wie Gewerbeimmobilien – nicht als Wohnhäuser ausgewiesen sind, für maximal drei Jahre als Asylbewerberunterkünfte verwendet werden können.

Dresden/Seligenstadt – Das Geschäftsgebiet der Ostsächsischen Sparkasse Dresden erstreckt sich von der Landeshauptstadt über die beiden großen Landkreise Bautzen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Sie ist damit nicht nur die größte Sparkasse Sachsens, sondern auch die größte in den gesamten neuen Bundesländern. Gemessen an ihrer Bilanzsumme von 11,9 Milliarden Euro ist sie sogar die siebtgrößte Sparkasse im gesamten Bundesgebiet.

Plauen/Sebnitz – Während die „Spaziergänge“ von PEGIDA in Dresden weiter großen Zulauf erhalten (am Montag nahmen rund 20.000 Menschen teil), treibt die asylkritische Stimmung mittlerweile auch in anderen sächsischen Städten Tausende auf die Straße. So folgten am vergangenen Sonntag rund 5.000 Menschen einem Aufruf der Gruppe „Wir sind Deutschland“ zu einer Demonstration in Plauen, während zur gleichen Zeit in Sebnitz etwa 3.000 Demonstranten eine symbolische Grenze gegen den Zustrom illegaler Einwanderer bildeten. Auch im ostsächsischen Görlitz waren etwa 1.000 Menschen auf den Beinen, um unter dem Motto „Görlitz wehrt sich“ gegen die Asylpolitik der Bundesregierung zu protestieren.

Heidenau – Anwohner, die am letzten Montagabend beobachteten, wie ein Krankenwagen über die B 172 in Richtung der Heidenauer Asylbewerberunterkunft raste, hatten eine schlimme Ahnung: Ist es etwa schon wieder zu Ausschreitungen gekommen? Tatsächlich gab es wieder Krawall – diesmal aber nicht vor, sondern in dem früheren Praktiker-Baumarkt, der momentan rund 600 Flüchtlinge beherbergt.

Heidenau – Mehrere Hundert Flüchtlinge und deren Unterstützer feierten am Freitagnachmittag auf einem Parkplatz in der Nähe der Asylbewerberunterkunft an der B 172 ein Willkommensfest, das von dem umstrittenen Bündnis „Dresden nazifrei“ angemeldet worden war. Dabei wurden nach Angaben des sächsischen Grünen-Landesvorsitzenden Jürgen Kasek auch zwei Lastwagenladungen mit Kleider- und Sachspenden aus Leipzig, Dresden und Berlin an die Asylanten verteilt.

Dresden – Der sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth (CDU) hat den Link zu einem RBB-Interview mit Aussagen über die NPD von seiner Seite gelöscht. In dem Gespräch hatte Mackenroth behauptet, die Partei würde bei Demonstrationen wie jüngst in Heidenau Alkohol ausgeben, um die Stimmung anzuheizen. Die NPD hatte den CDU-Politiker daraufhin abgemahnt und zur Unterlassung aufgefordert.

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