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Montag, 12 September 2016 19:12

Die Melli-Beese-Gedenkmedaille

Dresden – Passend zum 130. Geburtstag der ersten deutschen Motorfliegerin gibt es – aus der Werkstatt eines Dresdner Zinngießers – eine Melli-Beese-Gedenkmedaille. Aus einer Zinklegierung gefertigt, zeigt die Vorderseite das Porträt der Flugpionierin im Viertelprofil mit Fliegerhaube und -brille. Die Medaille hat einen Durchmesser von 40 Millimetern und wiegt 40 Gramm.

Dresden – Am 13. September vor 130 Jahren wurde Amelie Hedwig „Melli“ Beese in Laubegast bei Dresden geboren. Als einzige Tochter – unter den vier Kindern des Architekten Karl Richard Beese – genoss das begabte Mädchen mit den braunen Augen und braunem Haar eine unbeschwerte Kindheit und brillierte schon in der Schule mit außergewöhnlichen Leistungen. Um Künstlerin zu werden, studierte sie von 1906 bis 1909 an der Königlichen Akademie in Stockholm Bildhauerei und unterhielt eigene Ateliers in München und Dresden.

Dresden/Schwerin – Die Ergebnisse der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern haben die politische Landschaft durcheinandergewirbelt. Die SPD konnte sich trotz Verlusten von fünf Prozentpunkten erneut als stärkste politische Kraft durchsetzen, kam auf 30,6 Prozent und wird mit Erwin Sellering weiterhin den Ministerpräsidenten stellen. Die CDU fuhr mit 19 Prozent (-4%) hingegen das schlechteste Ergebnis in der Geschichte des Landes ein. Personelle Konsequenzen, etwa in Form eines Rücktritts von Spitzenkandidat Lorenz Caffier als Landesvorsitzender, lehnte die Union noch am Wahlabend ab. Verloren, nämlich 5,2 Prozentpunkte, hat auch die Linke um Helmut Holter, die mit 13,2 Prozent von Platz drei auf Platz vier abrutschte.

Dresden – Südwestlich von Dresden, im heutigen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, liegt an der Wilden Weißeritz die Kleinstadt Tharandt. Hervorgegangen aus einer Handwerkersiedlung namens Granaten am Fuß der Burg Tharandt, die der Markgraf von Meißen errichten ließ, wurde der Flecken zunächst indirekt in einer Urkunde vom 21. Januar 1216 erwähnt, genauer ein Vasall des Markgrafen – Boriwo de Tarant – als Burghauptmann genannt.

Dresden – Die migrationspolitische Sprecherin der Linken im Sächsischen Landtag, Juliane Nagel, hat die Problematik der „Kinder-Ehen“ in Deutschland als „ziemlich überschaubar“ bezeichnet. „Entgegen dem Ausmaß der öffentlichen Debatte handelt es sich nicht um ein Massenphänomen“, so die Leipziger Linke-Politikerin. Nach Medienberichten sollen in Deutschland derzeit über 1.000 nach muslimischem Recht im Ausland geschlossene Ehen zwischen erwachsenen Männern und minderjährigen Mädchen besteht. Experten gehen allerdings davon aus, dass die Dunkelziffer noch wesentlich höher liegt. Eine Landtagsanfrage der AfD hatte ergeben, dass in Sachsen derzeit 56 solcher „Kinder-Ehen“ bestehen. Für Empörung sorgte ein Urteil des Oberlandesgerichts Bamberg, das eine solche Eheverbindung faktisch anerkannte.

Dresden – Der Landesvorsitzende der FDP Sachsen, Holger Zastrow, hat davor gewarnt, die Bildungsempfehlungen der Grundschulen für den Übergang auf weiterführende Schulen aufzuweichen. Stattdessen sollten die entsprechenden Kriterien im neuen Schulgesetz konkretisiert werden. Für einen Wechsel aufs Gymnasium ist in Sachsen ein Notendurchschnitt von mindestens 2,0 in Deutsch, Mathematik und Sachunterricht erforderlich. Das Verwaltungsgericht Dresden hat diese Praxis in einem Urteil nun infrage gestellt, indem es einer Schülerin den Besuch des Gymnasiums mit einem schlechteren Notendurchschnitt erlaubt hat. Es müsse jedoch weiterhin „objektive und leistungsbezogene Zulassungskriterien für das Gymnasium geben“, mahnte Zastrow am Montag an.

Dresden – Die Junge Alternative (JA) Sachsen fordert eine Entschuldigung von dem Wiener Professor Josef Zeitlhofer. Wie die Dresdner Lokalausgabe der „Bild“-Zeitung berichtete, wollte der in Fachkreisen international berühmte Neurologe vor kurzem Karten für eine Aufführung von Tschaikowskys „Nussknacker“ in der Semperoper bestellen. Der „Ösi-Professor“ („Bild“) hält sich im Dezember während eines Ärztekongresses in der sächsischen Landeshauptstadt auf und suchte offenbar nach einer kulturellen Abwechslung fürs Abendprogramm.

Dresden – Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow hat in einem Nachruf die Verdienste des verstorbenen Altbundespräsidenten Walter Scheel gewürdigt. Scheel, der am Mittwoch nach langer schwerer Krankheit im Alter von 97 Jahren verstorben war, habe zu den prägenden Politikern der Nachkriegszeit gehört. Die FDP verliere mit ihm „eine große liberale Persönlichkeit“, so Zastrow.

Berlin/Dresden – Sachsen hat beim Bildungsmonitor 2016 die Nase vorn. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, dass sämtliche Bundesländer in diesem Jahr erstmals keinerlei Fortschritte im Vergleich zum Vorjahr gemacht haben. „Zum ersten Mal in 13 Jahren Bildungsmonitor haben die Länder im Durchschnitt keine Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr erreicht. Vor allem bei der Integration ausländischer Schüler gibt es sogar Rückschritte – so ist die Schulabbrecherquote unter Ausländern innerhalb eines Jahres von 10,7 auf 11,9 Prozent gestiegen.", so Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), in deren Auftrag das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) die Vergleichsstudie jedes Jahr erstellt.

Dresden – Das einzige erhaltene historische Bauwerk an der Wilsdruffer Straße ist das Dresdner Landhaus von Hofbaumeister Friedrich Krubsacius. 1770 bis1776 errichtet, diente es den sächsischen Landständen bis 1907 als Verwaltungs- und Tagungsgebäude. Die barock anmutende Fassade zur Wilsdruffer Straße ist eigentlich Gartenseite, während die ursprüngliche Hauptfront (mit eindrucksvollem Portikus aus sechs dorischen Säulen, die einen Balkon tragen) sich in der heutigen Landhausstraße befindet und Dresdens erste klassizistische Fassade vorstellt.

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