Login

sachsen-depesche.de

Dresden - Eine Idee, 28 Dresdner, 6 Wochen Bauzeit; 500 Kilo schwer und 5 Meter hoch – das ist das „Trojanische Pferd“ des Vereins „Pro Mitsprache e. V.“ um den Hausmeister und Politaktivisten Rene Jahn. Vom Freitag (13.4.) bis zum Montag (16.4.) reckte sich die Styropor-Monumentalplastik vor dem Kulturpalast gen Himmel, avancierte in jenen Tagen, so die Veranstalter, zum „Gesprächsthema Nr. 1“ in der Landeshauptstadt. Der Mythos des hölzernen Pferdes, mit dem die antiken Griechen, in einer Kriegslist und gegen den Rat von Kassandra und Laokoon, die Trojaner bezwangen, schien den Initiatoren eine bildhafte Parallele zu einer als „besorgniserregend“ empfundenen Gegenwart. König Priamos habe die Trojaner („Wir wollen das nicht!“) einst ungehört übergangen, sich für das „Geschenk“ entschieden und damit den Untergang Trojas heraufbeschworen. Im Gegensatz zur Sage verlangten die Bürger heute jedoch, mitzubestimmen und einer Entwicklung entgegentreten, die, so die Botschaft auf einem Handzettel, „unser Land, unsere Tradition und unsere Kultur“ zu zerstören drohe.

Samstag, 14 April 2018 13:33

Dresdner Brunnensaison startet

Dresden – Nach und nach gehen sie wieder in Betrieb: Dresdens Brunnen und Wasserspiele. Um die 300 solcher Anlagen bietet Sachsens Landeshauptstadt einer dankbaren Bürgerschaft und ihren Gästen. Auch am Neustädter Albertplatz ergießt sich glitzerndes Nass von neuem in Dresdens vielleicht schönste Brunnenanlage. „Stille Wasser“ und „Stürmische Wogen“ heißen die von Robert Diez 1894 errichteten Zwillingsbrunnen.

Dresden – Ihre musikalische Ausbildung begann die russische Pianistin Maria Burnaeva an der „Nationalen Präsidenten-Schule“ für hochbegabte Kinder. Vielfach ausgezeichnet, erhielt die Künstlerin u. a. den Sonderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes im Rahmen der Moskauer Kabalewski Festspiele 2013. Gemeinsam mit Prof. Ludwig Güttler und den Solisten der Staatskapelle Dresden brillierte Burnaeva beim 10. Semperopernball in der sächsischen Landeshauptstadt. Hier, an der Musikhochschule Carl Maria von Weber, erwarb sie 2017 den akademischen Grad eines „Master of Music“. Zahlreiche Gastspiele führten sie nach Spanien, Kroatien, Deutschland und die Schweiz.

Mittwoch, 11 April 2018 07:46

PEGIDA auf dem Dresdner Altmarkt

in Politik

Dresden - „Orban statt Torban“, reimen die „Spaziergänger“ launig, dann geht es bei frühlingshaftem Wetter über Dr.-Külz-Ring und Seestraße zurück zum Altmarkt. Es ist Montag, der 09.04.2018, die 141. PEGIDA in der Landeshauptstadt. Zu Beginn muß ein Demonstrant mit Herzinfarkt vom Notarzt versorgt werden. Nun gratuliert Lutz Bachmann der alten und neuen ungarischen Regierungspartei Fidesz, um sich darauf an den deutschen Medien abzuarbeiten, die den Wahlausgang bis zuletzt in Zweifel zogen. Ungarn zeige „wie‘s geht“, klingt es im PEGIDA-Sprech. „Auffällig“ sei der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn, der „Unhold“ sagte also, daß die EU-Mitgliedsstaaten jetzt schnell und unmißverständlich „diesen Wertetumor zu neutralisieren haben“ - seltsame Worte eines europäischen Politikers zu einer demokratischen Wahl in einem EU-Mitgliedsland.

Samstag, 07 April 2018 16:20

Vom Osterreiten im Sorbenland

Panschwitz-Kuckau – Noch aus der Ferne schält sich die Silhouette der Reiterprozession heraus, tragen Windböen Liedfetzen zu den Wartenden beidseits der Straße. „Christus ist heute auferstanden“ (Dzens Chrystus z mortwych stanyl je), heißt ein sorbischer Osterchoral, der vom Triumph des Lebens über den Tod kündet. In Paaren reiten sie heran, die Spitze mit Kirchenfahnen, Kruzifix und der Christus-Statue, dann in feierlichem Ernst der Zug: Alte und junge Männer, festlich angetan mit Gehrock und Zylinder, auf herausgeputzten Pferden in kostbarem Geschirr, gestickte Schleifen im Schweif, die Schabracken ziert das Osterlamm. Es ist schneidend kalt und mancher Reiter hat zu tun, den Hut auf dem Kopf und das Pferd in der Spur zu halten und doch: Wer an diesem Ostersonntag nach einem Sinnbild für das Heilige sucht, wird nicht unberührt bleiben, hier am Weg der Kreuzreiter von Crostwitz nach St. Marienstern. Was aber hat es mit dem katholischen Brauchtum im protestantisch geprägten Sachsen auf sich?

Donnerstag, 05 April 2018 16:49

Rummelzeit beim Frühlingsfest in Dresden

Dresden – Trotz grauem Himmel und vereinzelten Regentropfen: Seit Sonnabend (31. 3.) und noch bis zum 22. April 2018 heißt es wieder Rummelzeit, werden auf dem Pieschener Volksfestgelände alle Register gezogen. Das Frühlingsfest für die ganze Familie vereint Schausteller und Fahrgeschäfte wie Autoscooter und Kettenflieger, den atemberaubenden „Break Dance“, Losbuden, Imbißstände und klassische Leckereien: Chremewaffeln, Kräppelchen, gebrannte Mandeln oder Zuckerwatte. Neu dabei ist diesmal „Freddy`s Company“, ein vorgeblicher Werkstattrundgang mit schrägen Späßen für Jung und Alt.

Dresden – Die dunklen Wintermonate sind Vergangenheit, der Frühling bricht sich Bahn. Mit Beginn der Freiluftsaison heißt es auch wieder Trödelmarkt am Dresdner Haus der Presse.* Zum Auftakt hat sich der Veranstalter einiges einfallen lassen. So öffnet am Sonntag (8.4.) die Dachterrrasse in der 11. Etage des Pressehochhauses, haben Schaulustige und Photoenthusiasten Gelegenheit, einen zauberhaften Rundblick über Dresden zu genießen. Außerdem spielen Damen und Herren der Dresdner Blue Dragons Jazzband von 11.00 – 13.30 Uhr zum Frühschoppen auf.

Dresden – 140. PEGIDA am 26. März 2018 in der Landeshauptstadt. Nach dem „Spaziergang“ spricht Andreas Kalbitz, Fraktionsvorsitzender der AfD im Potsdamer Landtag. Nazis und Rechtsextremisten sehe er keine auf dem Altmarkt, dafür „Bürger in Bewegung“, gewaltfrei und friedlich. Dann „träumt“ Kalbitz für sein Publikum von einem Land, das seine Identität wahre und Kultur pflege, in dem deutsche Kinder keine Koranverse lernen müßten, seine Tochter auch nachts sicher U-Bahn fahre, man von einem Beruf und ehrlicher Arbeit gut lebe und keine Angst haben müsse, im Alter hilflos, arm und bedürftig zu sein. Er träume von einem Land, in dem es keine sexuellen Übergriffe und Messerattacken durch „angebliche Bereicherer“ gebe und Kinder kein Armutsrisiko wären. Dies sei das Land gewesen, „in dem wir gut und gerne gelebt haben.“

Mittwoch, 28 März 2018 07:48

Beim Kutschenfest in Seeligstadt

Seeligstadt – Strahlend blauer Himmel und warme Frühlingssonne, das Wetter meint es gut mit den Kutschen- und Pferdefreunden am Sonntagnachmittag in Seeligstadt. Der Kutschenhandel Sachsen hat zu seiner 12. Hausmesse geladen und kann im historischen Vierseithof ein hochgestimmtes Publikum begrüßen. Da sind die Herren vom Fach, denen der Seeligstätdter Kutschenhandel seit Jahr und Tag unverzichtbarer Anlaufpunkt ist. Schnell hat man sich in Gespräche verstrickt, und dankbar hascht der Laie nach jedem Profi-Kommentar. Junge Familien inspizieren das Gelände, und während so manches lederne Zaumzeug den Besitzer wechselt, üben sich die Kleinen unter fachgerechter Anleitung in der Herstellung hölzerner Schnitzwerke.

Seite 13 von 43