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Dresden – Die rechtsgerichtete Gruppierung „Ein Prozent für unser Land“ hat ihren „Widerstand“ gegen die Moscheebau-Pläne des „Marwa El-Sherbini Kultur- und Bildungszentrums“ in Dresden angekündigt. Auf ihrer Internetseite schreibt „Ein Prozent“, man werde „die Entwicklung in dieser Sache weiter im Auge behalten“ und „genau beobachten“, welche Schritte weiter unternommen würden.

Schwerin – Der Publizist Henryk M. Broder hat die Proteste von „Wutbürgern“ gegen Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck am Tag der Deutschen Einheit auf dem Dresdner Neumarkt verteidigt. „Das Volk darf grob sein und sich unangemessen äußern“, so Broder im Gespräch mit dem Nachrichtensender N24. Der Journalist und Buchautor sagte, dass es unter den Protestlern auch Menschen gebe, mit denen „man nicht reden“ könne. „Man kann ihnen aber das Recht auf Meinungsäußerung nicht verwehren.“

Dresden – Mehrere sächsische FDP-Politiker haben die Art und Weise, wie sogenannte „Wutbürger“ am Tag der Deutschen Einheit ihren Unmut über Kanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Joachim Gauck und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth zum Ausdruck brachten, klar verurteilt. Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow sprach in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ von einem „gewissen Prozentsatz an Idioten und Irregeleiteten“, die es nicht nur in Sachsen, sondern „an jedem Ort“ gebe. Den PEGIDA-Anhängern, die Gauck, Merkel und Roth auf dem Neumarkt unter anderem als „Volksverräter“ beschimpft hatten, warf Zastrow vor, das Bild von Sachsen in der Öffentlichkeit zu beschädigen.

Dresden – Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen und begleitet von Protesten linker und rechter Gruppen startete am Donnerstag die Bilderberg-Konferenz im noblen Kempinski-Hotel Taschenbergpalais in Dresden. Den rund 130 Teilnehmern des elitären Treffens, darunter auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Bundesinnenminister Thomas de Maizière, wurde somit zumindest von Teilen der Bevölkerung kein warmherziger Empfang bereitet, auch wenn die Kritiker durch besondere Auflagen, die während der Konferenz gelten, auf Abstand gehalten wurden. Bislang verliefen die Proteste, die sich noch über die gesamte Zeit der Bilderberg-Konferenz erstrecken werden, friedlich. Die Bilderberger halten sich noch bis zum 12. Juni in Dresden auf.

Dresden – Wie die Berliner „tageszeitung“ unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld eines Teilnehmers berichtete, wird die diesjährige Bilderberg-Konferenz in Dresden stattfinden. Vom 9. bis zum 12. Juni treffen sich maßgebliche Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Finanzwelt im noblen Kempinski-Hotel Taschenbergpalais nahe der Semperoper, um über internationale Krisen und andere Themen von weltpolitischer und -ökonomischer Bedeutung zu diskutieren. Das Bundesinnenministerium bestätigte inzwischen die Angaben der „taz“.

Freital – Verschiedene Medien berichteten in dieser Woche über einen Anschlag auf das Auto des Freitaler Kommunalpolitikers Michael Richter (LINKE). Der 14 Jahre alte VW Golf des Stadtrates brannte dabei vollständig aus, eine Polizeisprecherin sprach am Montag von einer Explosion, das beschädigte Fahrzeug wurde beschlagnahmt, und sofort übernahm das Operative Abwehrzentrum (OAZ), eine direkt dem Innenministerium unterstellte Einheit zur Bekämpfung von politischem Extremismus, die Ermittlungen. Schnell machte das Gerücht von einer Autobombe die Runde, in den sozialen Netzwerken wurde gar von einer neuen Form des Rechtsterrorismus gesprochen. Selbst die „Welt“ schlagzeilte: „Der rechte Terror ist zurück in Sachsen.“