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Dresden – Um die neue Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung zum Rechtsextremismus in Ostdeutschland, die von der Ost-Beauftragten der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), in Auftrag gegeben wurde, ist ein politischer Streit in Sachsen entbrannt. Dabei geht unter anderem um die Rolle des Freistaates Sachsen, der einen Schwerpunkt in der Untersuchung einnimmt. So heißt es in der Studie, dass der „defizitäre Demokratisierungsprozess“ in Sachsen dazu geführt habe, dass sich Bewegungen wie Pegida ausbreiten konnten und sich eine „autoritäre, ressentimentgeladene Minderheit zunehmend radikalisiert“.

Donnerstag, 18 Mai 2017 02:04

PEGIDA auf Piratenkurs?

Dresden – 15. Mai, 110. Kundgebung, Dresdner Hauptbahnhof. Siegfried Däbritz, der stämmige PEGIDA-Vize, beginnt an diesem Montag mit einer „schlechten Nachricht“. Die „Defend Europe“-Aktion der Identitären Bewegung (IB) im Mittelmeer, die am Wochenende im Hafen von Catania kurzzeitig das NGO-Schiff „Aquarius“ blockiert hatte, müsse unterbrochen werden. Das IB-Motorboot sei „konfisziert“ worden. Dem vorausgegangen waren Vorwürfe eines italienischen Staatsanwaltes, der auch deutschen Hilfsorganisationen den Vorwurf einer Zusammenarbeit mit libyschen Schleppern bei der Flüchtlingsrettung nicht ersparen konnte.

Dresden – Die Stadt vibriert, besonders montags. 11:00 Uhr erschien der Schauspieler Uwe Steimle mit einem 1,70 Meter hohen, hölzernen Fernsehturmmodell auf dem Neumarkt, den er als „höchstes Minarett Dresdens“ auf einer pinkfarbenen Fußbank platzierte. Mehr als 200 Schaulustige sahen sich die halbstündige Performance des Kabarettisten begeistert an, dem es an diesem 8. Mai vor allem um „Völkerverständigung“ und den „Weltfrieden“ zu tun war.

Dresden – Die geballte rechte Faust reckt der linke Renegat Jürgen Elsässer noch immer, wenn er als Gastredner an diesem 1. Mai 2017 die Bühne auf dem Dresdner Schloßplatz betritt. Der Osten leuchte, wie das Titelbild seines neuen Compact-Magazins mit einer barbiehaften Blondine und wie „Pegidda“, – schmeichelt der Publizist und Herausgeber dem Publikum. Elsässer gehört zu den wenigen Strategen im PEGIDA-Umfeld. Als angriffslustiger Populist mit marxistischer Attitüde mischt er Versatzstücke rechter und linker Ideologien mit prorussischer Friedensrhetorik.

Mittwoch, 26 April 2017 14:35

Zivilcourage

Dresden – Für die auf dem Dresdner Schloßplatz versammelten Pegidianer die Nachricht des Tages: Kurz nach Beginn des Prozesses gegen vier Arnsdorfer vor dem Amtsgericht Kamenz, hatte der Richter das Verfahren nach einem sogenannten Rechtsgespräch eingestellt. Die Vorgeschichte: Im Mai 2016 war ein psychisch kranker Flüchtling mit dem Personal eines Arnsdorfer Supermarktes in Streit geraten. Darauf hatten die vier Männer den Iraker festgebunden, der Polizei übergeben und sahen sich wegen „Freiheitsberaubung“ vor Gericht wieder.

Donnerstag, 20 April 2017 21:02

„Osterspaziergang“ mit PEGIDA

Dresden – Das Lukas-Evangelium berichtet, dass am Ostermontag, dem dritten Tag nach der Kreuzigung Christi, zwei seiner Jünger auf dem Heimweg nach Emmaus einem Fremden begegnen, den sie als Jesus Christus erkennen. Nach Jerusalem zurückgekehrt, verbreiten sie die Kunde seiner Auferstehung, woran noch heute regionale Bräuche erinnern.

Dresden – Spätestens seit seiner launigen US-Reisereportage „Allein unter Amerikanern“ ist der israelisch-amerikanische Buchautor und Theatergründer Tuvia Tenenbom auch Literaturfreunden in Deutschland ein Begriff. Vor kurzem erschien bei Suhrkamp Tenenboms viertes Buch „Allein unter Flüchtlingen“, eine „Entdeckungsreise“ durch Deutschland, die die Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf Einheimische und Migranten beleuchtet.

Freitag, 07 April 2017 05:10

Sind Schlümpfe Nazis?

Dresden – Montagabend auf dem Altmarkt. Lutz Bachmann über die „absurde Berichterstattung“ der Medien. Ein Online-Portal vermelde, dass die Schlümpfe Nazis und Rassisten seien, weiße Mützen wie der Ku-Klux-Klan trügen, gern marschierten und um ein Feuer herumtanzen würden. Einmal seien sie einer Krankheit zum Opfer gefallen, waren schwarz angelaufen und aggressiv geworden, worauf die „befallenen“ Schlümpfe von den gesunden ausgegrenzt worden wären. Gelächter.

Dresden – In einem auf der linksextremen Internetplattform „Indymedia“ veröffentlichten Schreiben haben sich „militante Antifas“ zu dem Brandanschlag auf den privaten Pkw des Dresdner Politikprofessors Werner J. Patzelt bekannt. Patzelt wird von den Verfassern bezichtigt, durch seine wissenschaftliche Arbeit „die geistige Grundlage“ für eine „konservative, rassistische und nationalistische Politik“ miterschaffen zu haben. Er trage eine Mitverantwortung für „rassistische Pogrome, faschistische Angriffe und eine ekelhafte konservative Politik“ in Dresden und in Sachsen, heißt es in dem Bekennerschreiben weiter.

Dresden – Auf den privaten Pkw des Dresdner Politikprofessors Werner J. Patzelt ist ein Brandanschlag verübt worden. Unbekannte Täter setzten das Auto in der Nacht von Montag auf Dienstag in Brand, wobei ein Totalschaden entstand, teilte das Operative Abwehrzentrum (OAZ) der sächsischen Polizei, das für rechts- und linksextremistische Straftaten zuständig ist, mit. Anwohner hatten das Feuer bemerkt und alarmierten daraufhin die Feuerwehr.

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