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Freitag, 23 März 2018 23:52

Ostern 2018

Dresden – In wenigen Tagen feiern auch die Sachsen das Osterfest, jenes älteste und höchste Fest der Christenheit. Neben den christlich-jüdischen Wurzeln prägen dabei ebenso heidnische - germanische wie sorbische - Ursprünge Inhalt und Form dieser Tage. Doch während insbesondere die evangelische Amtskirche mit den Parteien um die bessere Politik wetteifert, kennen immer weniger Menschen die spirituellen Grundlagen der Ostertage, die unseren Altvorderen noch selbstverständliche Gewißheiten und Bestandteil ihrer Identität waren.

Wittichenau – Mehr als 1.500 Osterreiter mit Zylinder und Gehrock waren auch an diesem Ostersonntag wieder in der Oberlausitz unterwegs, um in Liedern und Gebeten die Botschaft von der Auferstehung Christi zu verkünden. Die erste Prozession hoch zu Ross begann am frühen Morgen in Ralbitz, weitere neun Umzüge verdeutlichten diese lebendige Tradition in den überwiegend katholischen Gemeinden der sorbischen Region.

Ralbitz/Wittichenau/Ostritz – Mehr als 1.500 Osterreiter mit Zylinder und Gehrock waren am Ostersonntag wieder in der sorbischen Oberlausitz unterwegs, um in Liedern und Gebeten die Botschaft von der Auferstehung Christi zu verkünden. Die erste Prozession hoch zu Pferd begann am Morgen in Ralbitz (Landkreis Bautzen), weitere neun Umzüge verdeutlichten die nach wie vor lebendige Tradition des Osterreitens in den überwiegend katholischen Gemeinden der sorbischen Siedlungsgebiete in Sachsen. Besondere Beachtung fand auch diesmal eine Prozession, die am Mittag in Ostritz (Landkreis Görlitz) startete: Rund 100 Reiter nahmen hier beim traditionellen Ostersaatreiten zum Kloster St. Marienthal teil, das seit 1993 in ökumenischer Gemeinschaft gepflegt wird.

Wittichenau – Das Schlagen der Hufe auf dem Kopfsteinpflaster hallt durch die engen Gassen und wird nur noch übertönt von den Gesängen der Männer in Frack und Zylinder hoch zu Ross. Als die Osterreiter in Wittichenau gegen 9:30 Uhr in Richtung Ralbitz aufbrechen, sind sie schon einige Stunden auf den Beinen. Bereits um fünf Uhr haben sich die Kreuzreiter am Ostersonntag in der Pfarrkirche zu einem Gemeinschaftsgottesdienst zusammengefunden. Nachdem sie nun dreimal durch den Ort geritten sind, geht es über über Hoske, Kotten und Cunnewitz nach Ralbitz. Von dort ist bereits der Ralbitzer Prozessionszug aufgebrochen, der am Mittag in Wittichenau eintreffen wird.