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Pirna – Der vor gut einem Monat aus der CDU ausgetretene Pirnaer Tischlermeister und Stadtrat Tim Lochner (46) hat seine Kandidatur zur nächsten Oberbürgermeisterwahl angekündigt. Medienberichten zufolge will der Präsident des 1. FC Pirna, der für die Unionsabspaltung „MIT – Ihre Nachbarn für Pirna“ im Stadtparlament sitzt, am 15. Januar 2016 als unabhängiger Kandidat gegen den parteilosen Amtsinhaber Klaus-Peter Hanke und die von der CDU nominierte Unternehmerin Ina Hütter antreten. Lochner war am 26. Oktober aus der CDU ausgetreten. Ausschlaggebend war dabei die Frage der Nominierung Hütters zur OB-Wahl, die der MIT-Stadtrat als intransparent und undemokratisch ansieht.

 Dresden – Die AfD in Dresden hat sich für eine Erweiterung der Sportangebote ausgesprochen. „Eine wachsende Stadt braucht neue Sportstätten“, so Harald Gilke, sportpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat. Ob es um den Bau einer neuen Handball-Arena oder die Sportförderung geht, überall sei Handlungsbedarf gegeben. Gilke weiter: „Dresden ist Geburtenhauptstadt. Doch nicht nur für junge Menschen ist Sport wichtig. Sport muss für alle Bürger unserer Stadt möglich sein. Daher braucht es eine bessere finanzielle Ausstattung. Wir müssen Dresden fit für die Zukunft machen.“

Dresden – Bislang fiel die von PEGIDA nominierte Kandidatin Tatjana Festerling im Dresdner Oberbürgermeisterwahlkampf weder durch Plakate noch durch Inhalte sonderlich auf. Dafür setzt die gebürtige Hamburgerin nun offenbar auf Effekthascherei – und das in einem Umfeld, das nicht als besonders PEGIDA-affin bekannt ist. Festerling besuchte am vergangenen Freitag die Schwulen-Bar „Boys“ auf der Alaunstraße in der Neustadt, um sich mit ihrem Mitbewerber Lars Stosch beim Schnapstrinken ablichten zu lassen. Der Kandidat der Spaßtruppe „Die PARTEI“ legt dort als Travestiefigur „Lara Liqueur“ Platten auf.

Dresden – Der Kandidat der Alternative für Deutschland (AfD) zur OB-Wahl in Dresden, Stefan Vogel, stellte am Dienstag im Landtag das Programm vor, mit dem er um die Stimmen der Wähler in der Landeshauptstadt werben will. Auf der Pressekonferenz betonte der 58-jährige Diplom-Ökonom, dass er sich mit seiner Kampagne „Einer für alle – Dresden versöhnen“ auch an die Anhänger von Pegida wende. „Wir dürfen niemanden verurteilen, der öffentlich auf politische Fehlentwicklungen hinweist“, so Vogel. Er unterscheide dabei zwischen den Organisatoren von Pegida und jenen Bürgern, die an deren „Abendspaziergängen“ teilnehmen. „Von denen haben viele mit der Politik abgeschlossen. Das müssen wir ändern.“ Dresden sei eine gespaltene Stadt, sein Ziel werde sein, die Gräben zuzuschütten.