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Limbach-Oberfrohna – Der „Tag der Sachsen“ in Limbach-Oberfrohna (Kreis Zwickau) hat einer ersten Bilanz zufolge rund 2,1 Millionen Euro gekostet. Dem stehen allerdings nur 900.000 an Einnahmen entgegen. Rechnet man die Infrastruktur-Fördergelder des Landes mit ein, bleibt immer noch ein Minus von gut 700.000 Euro, das das größte Volksfest des Freistaates in diesem Jahr verursacht hat. Hohe Kosten fielen laut Bilanz vor allem für die verstärkten Sicherheitsvorkehrungen und den Shuttlebus-Service an. Zum „Tag der Sachsen“ kamen Anfang September rund 300.000 Besucher.

Zittau – Man reibt sich die Augen, aber die Notsicherungsmaßnahmen an der Mandaukaserne gehen in die nächste Runde! Nachdem im vergangenen Sommer der marode Südturm des denkmalgeschützten Monumentalbaus saniert werden konnte (http://www.sachsen-depesche.de/kultur/thomas-göttsberger-und-das-stadtforum-zittau-wollen-die-mandaukaserne-erhalten.html), haben vor einigen Tagen die Arbeiten am Nordflügel begonnen.

Samstag, 15 Oktober 2016 05:31

Kurfürst im Dreißigjährigen Krieg

Dresden – Am 8. Oktober vor 360 Jahren verstarb in Dresden Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656). Sein hohes Amt hat er in schweren Zeiten ausüben müssen, deren Herausforderungen er getreu seinem Wahlspruch „Ich fürchte Gott, liebe Gerechtigkeit und ehre meinen Kaiser“ zu meistern suchte. Eine Gratwanderung.

Zittau – Allen Skeptikern zum Trotz: Am 11. September 2016 öffnet die Zittauer Mandaukaserne ihre Pforten – zum Tag des offenen Denkmals in der Neißestadt. Seit 23 Jahren gibt es diese gute Institution, werden – immer am zweiten Sonntag im September – historische Bauten, die eigentlich nicht zugänglich sind, für das interessierte Publikum geöffnet. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sensibilisiert damit bundesweit für die Bedeutung kulturellen Erbes, und es ist eine schöne Fügung, dass 2016 ausgerechnet die bereits totgesagte Mandaukaserne auf der Liste der begehbaren Denkmale im Kreis Görlitz zu finden ist.

Zittau – Ende 2015 ging es noch um den Abriss des denkmalgeschützten Kasernenbaus, dann führten Bürgerproteste und eine Allianz profunder Fürsprecher zu einem Sinneswandel (http://www.sachsen-depesche.de/kultur/vor-dem-abriss-bewahrt-die-mandaukaserne-in-zittau.html). In der Folge wurden beherzt vollendete Tatsachen geschaffen, und aus einer Notsicherung des einsturzgefährdeten Südturmes der Mandaukaserne ist nun dessen Sanierung geworden. Diese Arbeiten sind jetzt abgeschlossen, die Gerüste gefallen, und auch die Südstraße kann wieder ungehindert befahren werden. Das Ergebnis kann sich im Wortsinn sehen lassen.

Ralbitz/Wittichenau/Ostritz – Mehr als 1.500 Osterreiter mit Zylinder und Gehrock waren am Ostersonntag wieder in der sorbischen Oberlausitz unterwegs, um in Liedern und Gebeten die Botschaft von der Auferstehung Christi zu verkünden. Die erste Prozession hoch zu Pferd begann am Morgen in Ralbitz (Landkreis Bautzen), weitere neun Umzüge verdeutlichten die nach wie vor lebendige Tradition des Osterreitens in den überwiegend katholischen Gemeinden der sorbischen Siedlungsgebiete in Sachsen. Besondere Beachtung fand auch diesmal eine Prozession, die am Mittag in Ostritz (Landkreis Görlitz) startete: Rund 100 Reiter nahmen hier beim traditionellen Ostersaatreiten zum Kloster St. Marienthal teil, das seit 1993 in ökumenischer Gemeinschaft gepflegt wird.

Wittichenau – Das Schlagen der Hufe auf dem Kopfsteinpflaster hallt durch die engen Gassen und wird nur noch übertönt von den Gesängen der Männer in Frack und Zylinder hoch zu Ross. Als die Osterreiter in Wittichenau gegen 9:30 Uhr in Richtung Ralbitz aufbrechen, sind sie schon einige Stunden auf den Beinen. Bereits um fünf Uhr haben sich die Kreuzreiter am Ostersonntag in der Pfarrkirche zu einem Gemeinschaftsgottesdienst zusammengefunden. Nachdem sie nun dreimal durch den Ort geritten sind, geht es über über Hoske, Kotten und Cunnewitz nach Ralbitz. Von dort ist bereits der Ralbitzer Prozessionszug aufgebrochen, der am Mittag in Wittichenau eintreffen wird.

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