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Schmeckwitz – Elsa Brändström (auch „Brandström“) ist gerade bei uns als „Engel von Sibirien“ bekannt, da sich die schwedische Krankenschwester während des Ersten Weltkrieges besonders für deutsche und österreichische Kriegsgefangene in russischem Gewahrsam aufopferte. Über das Rote Kreuz suchte sie deren Lebensbedingungen zu bessern, reiste mehrfach nach Sibirien und organisierte von Schweden aus eine Hilfsorganisation. Tausende Kriegsgefangene verdankten dem Einsatz Brändströms so ihr Leben.

Zittau – In der Klosterstraße vor dem Stadtmuseum, das in alter Zeit Teil eines Franziskanerklosters gewesen, steht der künstlerisch wertvollste Brunnen der Stadt. Über dem sechseckigen Becken erhebt sich schmiedeeisernes Gitterwerk, das in einer goldenen Kugel mit dem Kurwappen seinen Abschluß findet. Die barocke Pracht mit Ornamenten und Monogrammen schuf Schlossermeister Michael Fröhlich, die Zahl „1679“ weist auf die Entstehungszeit. Einst an der Südostseite des Marktes gelegen, kam der „Grüne Born“ (oder „Grüne Brunnen“) 1934 an seinen jetzigen Platz.

Donnerstag, 28 Februar 2019 01:31

Es war einmal ein Gasthaus …

Zittau – Ein prunkvoller Tanzsaal mit festlich gedeckten Tafeln auf blitzendem Parkett – so präsentierte sich einst das Familien-Restaurant „Stadt Zittau“ in Hörnitz auf einer Werbepostkarte. Selbstbewußt bewarb Wirt Richard Tilgner ebenso sein „Garten Etablissement“ und zur weißen Jahreszeit lockte entsprechend „Herrlicher Wintersport“ die Gäste hinaus an den Rand des Gebirges. Das ist mehr als 100 Jahre her. Doch wenn dieser Beitrag erscheint, hat die Geschichte jener gastlichen Stätte gerade ihr unwiderrufliches Ende gefunden.

Dresden – Hier nun Folge 9 unserer kleinen Postgeschichte nach Gemälden von Gustav Otto Müller (1827-1922), deren zweite Auflage 1925 in Dresden erschien. Abermals versetzt uns der Geheime Postrat Thieme mit einer launigen Bildbeschreibung in jene Zeit, als Sachsen noch ein Königreich war. Diesmal geht es - nicht ohne Wehmut - um die letzte sächsische Eilpostfahrt zwischen Löbau und Görlitz, die im Jahre 1846 einer neuen stählernen Konkurrenz weichen mußte.

Bischofswerda – Am 18. Februar 2019 soll es losgehen, werden vorbereitende Abbrucharbeiten beginnen, damit die urtümliche Fronfeste, das wohl älteste Bauwerk der sächsischen Kreisstadt, wieder in neuem Glanz erstrahlt. Bis ins 13. Jahrhundert weisen die Spuren des „Dresdner Turmes“, der einst Teil mittelalterlicher Stadtbefestigung war, das Gefängnis und Diensträume der Polizei beherbergte und neben den Gefängniszellen auch über einen „Marterkeller“ verfügte. 2010 gründete sich der Förderverein Fronveste Bischofswerda e. V. mit dem ehrenvollen Ziel, den traditionsreichen Bau vor dem voranschreitenden Verfall zu retten.

Donnerstag, 10 Januar 2019 21:26

Winter in Sachsen

Dresden - In der Nacht zum Mittwoch öffnete sich der Himmel und plötzlich war der Winter da. Im Osterzgebirge, der Sächsischen Schweiz und der Oberlausitz sorgten Schnee und Eis am Morgen für Staus und Unfälle, Straßensperren und Verspätungen beim Nahverkehr.

Zittau – Am 08. Dezember ist es soweit. Anläßlich des Lichterfestes, dem weihnachtlichen Lichtspektakel an Salz- und Rathaus, findet von 14.00 – 18.00 Uhr im Durchgang zwischen Rathausplatz und Fleischbänken ein Benefizverkauf von Strick- und Häkelwaren statt, dessen Erlös der weiteren Notsicherung der Mandaukaserne zufließt. Eine Wiederholung findet die Verkaufsaktion dann am 15. und 16. Dezember am selben Platz zur gleichen Zeit.

Bischofswerda – Drei Rathäuser kennen die Annalen der am Westrand der sächsischen Oberlausitz gelegenen Kreisstadt. Ein ältester Bau wurde 1286 auf dem Altmarkt errichtet. Seit 1549 walten die Stadtväter an heutiger Stelle ihres Amtes, wo nach dem großen Stadtbrand von 1813 auch das dritte Rathaus nach Plänen von Gottlob Friedrich Thormeyer (1775-1842) entstand.

Montag, 08 Oktober 2018 18:09

Sütterlin ist keine Hexerei!

Oberlichtenau – Das idyllische Dorf mit Barockschloß, Bienenmuseum und Bibelgarten (Sachsen Depesche berichtete: https://www.sachsen-depesche.de/kultur/barock,-bibel-und-antik-–-am-27-mai-in-oberlichtenau.html) liegt in der westlichen Oberlausitz und ist heute Stadtteil von Pulsnitz. Zum wiederholten Male veranstaltet der Heimatverein Oberlichtenau e. V. ab dem 18. Oktober einen Abendkursus zum Erlernen alter Schreibschriften in 6 Unterrichtseinheiten. Vermittelt werden ferner Kennnisse in Sprache und Historischen Hilfswissenschaften. Ziel der Übung ist, alte Dokumente lesen und verstehen zu können. Neben Heimat- und Familienforschern, die damit unverzichtbares Handwerkszeug erwerben, richtet sich das Angebot ebenso an Interessenten aus der Region, denen die Pflege dieser Kulturtechnik und der Erhalt unserer Sprache einfach Herzenssache ist.

Bischofswerda – Letztmalig für dieses Jahr gehen die Bischofswerdaer Stadtführer am Sonnabend, dem 29. September 2018 mit ihren Gästen auf „Lebendige Stadtführung“. Die beliebte Veranstaltung war anläßlich der 790-Jahrfeier 2017 entstanden. Bei einem etwa 75-minütigen Rundgang durch die historische Altstadt (Start 15.00 Uhr) erwarten den Teilnehmer überraschende Begegnungen mit ehemals stadtbekannten Originalen. Karten gibt es im Bürger- und Tourismusservice Bischofswerda (Tel. 03594/786140, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

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