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Pirna – Der vor gut einem Monat aus der CDU ausgetretene Pirnaer Tischlermeister und Stadtrat Tim Lochner (46) hat seine Kandidatur zur nächsten Oberbürgermeisterwahl angekündigt. Medienberichten zufolge will der Präsident des 1. FC Pirna, der für die Unionsabspaltung „MIT – Ihre Nachbarn für Pirna“ im Stadtparlament sitzt, am 15. Januar 2016 als unabhängiger Kandidat gegen den parteilosen Amtsinhaber Klaus-Peter Hanke und die von der CDU nominierte Unternehmerin Ina Hütter antreten. Lochner war am 26. Oktober aus der CDU ausgetreten. Ausschlaggebend war dabei die Frage der Nominierung Hütters zur OB-Wahl, die der MIT-Stadtrat als intransparent und undemokratisch ansieht.

Dresden – In der ersten Runde der Oberbürgermeisterwahlen in Dresden konnte die von SPD, Linken, Grünen und Piraten unterstützte Kandidatin des Bündnisses „Gemeinsam für Dresden“, Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD), mit 36,0 Prozent das beste Ergebnis erzielen. Der seit dem Rückzug von Helma Orosz (CDU) amtierende Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), der für den von FDP und Freien Wählern getragenen Verein „Unabhängige Bürger für Dresden“ antrat, landete mit 31,7 Prozent auf Platz zwei. Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) musste mit nur 15,4 Prozent eine klare Niederlage hinnehmen. Die Union verliert damit eine weitere deutsche Großstadt. Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling schaffte mit 9,6 Prozent einen Achtungserfolg, AfD-Kandidat Stefan Vogel erreichte 4,8 Prozent, für Spaßkandidat Lars Stosch alias „Lara Liqueuer“ votierten 2,5 Prozent.

Dresden – Laut einer Umfrage des Instituts für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden im Auftrag der „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ) wird es bei der OB-Wahl am 7. Juni in Dresden ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der sächsischen Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) und dem amtierenden Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) geben. Für Stange werden 28 Prozent vorausgesagt, für Hilbert 26 Prozent. Beide treten nicht für ihre Parteien, sondern für Wahlbündnisse an.

Dresden – Der Gründer der STATT Partei, Markus Wegner, hat sich für die Wahl von Tatjana Festerling zur Dresdner Oberbürgermeisterin ausgesprochen. In einem Beitrag für das von dem ehemaligen „Welt“-Journalisten Günther Lachmann gegründete Nachrichtenportal „Geolitico“ (www.geolitico.de) schreibt Wegner über die PEGIDA-Kandidatin: „Sie hat Ausbildung, Studium, Auslandsaufenthalte, verschiedenste berufliche Tätigkeiten bis hin zur eigenen Agentur, zwei Kinder und Ehemann hinter sich – sie kennt alle Höhepunkte wie Tücken des Lebens. Wer Ultra-Marathon gelaufen ist, kann sich seine Zeit einteilen und weiß, wo er welche Reserven wann einsetzt.

Dresden – Die NPD verzichtet auf einen eigenen Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl in Dresden und ruft stattdessen zur Wahl der Pegida-Kandidatin Tatjana Festerling auf. In einer am Montag veröffentlichen Erklärung des Kreisvorstandes der Partei heißt es dazu, Festerling habe gute Chancen, „mit einem achtbaren Ergebnis der etablierten Politik einen ordentlichen Denkzettel zu verpassen“. Gleichzeitig forderten die Rechten die AfD auf, ihren Kandidaten Stefan Vogel zurückzuziehen, um für die Pegida-Kandidatin „eine möglichst breite Unterstützung aus dem patriotisch-konservativen Spektrum zu erreichen“.

Dresden – Dass es im Dresdner Oberbürgermeisterwahlkampf nicht immer nur bierernst zugeht, beweist der Antritt des Travestie-Künstler Lars Stosch alias „Lara Liqueur“, der von der Spaß-Truppe „Die PARTEI“ ins Rennen geschickt wird. Ihren ersten großen Auftritt auf der politischen Bühne legte die „Drag Queen“ bereits am Abend der Landtagswahl im August 2014 hin, als sie mit einem Tross ihrer Parteifreunde aufgebrezelt durch die Gänge stöckelte und dabei manch altgedienten Abgeordneten sichtlich irritierte. „Die PARTEI“ erreichte damals mit 0,7 Prozent allerdings ein Ergebnis, das weitaus weniger spektakulär war als der Auftritt ihrer „Grande Dame“ im Parlamentsgebäude am Bernhard-von-Lindenau-Platz.

Dresden – Die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) hat eine wichtige Hürde auf dem Weg zum Chefsessel im Dresdner Rathaus genommen. Als erste der bisherigen Kandidaten hat die Sozialdemokratin die 240 notwendigen Unterstützerunterschriften beisammen, die Voraussetzung für einen Antritt sind. Da Stange nicht für ihre im Rathaus vertretene Partei, sondern für das überparteiliche linke Bündnis „Gemeinsam für Dresden“ antritt, war sie nicht vom Unterschriftensammeln befreit.

Dienstag, 07 April 2015 17:23

Pegida tritt mit Tatjana Festerling an

Dresden – Die zuwanderungskritische Pegida-Bewegung tritt zur Oberbürgermeisterwahl in Dresden am 7. Juni mit einer eigenen Kandidatin an. Wie Pegida-Gründer Lutz Bachmann am Montag auf einer Kundgebung bekanntgab, handelt es sich dabei um die frühere Hamburger AfD-Politikerin Tatjana Festerling, die bereits im Vorfeld als mögliche OB-Kandidatin gehandelt wurde.