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Köln – Es hätte der große Befreiungsschlag werden sollen. Zehntausend muslimische Teilnehmer hatten die Organisatoren angekündigt. Ein starkes Zeichen wollten sie setzen, um ein für alle Mal die tief sitzenden Zweifel daran zu beseitigen, dass sich Muslime tatsächlich ohne Wenn und Aber gegen den Terror ihrer Glaubensbrüder stellen. Voller Ungeduld hatten Politik und Medien der Steilvorlage für ihre nächste Großkampagne entgegengefiebert: Eine gigantische Welle der Abgrenzung aus der muslimischen Mitte gegen den Islamismus – was hätte es Schöneres geben können.

Dresden – Montagabend auf dem Neumarkt, Lutz Bachmann spricht. Zunächst eine Nachlese zur Demonstration der Identitären Bewegung (IB) vergangenen Samstag in Berlin, an der auch PEGIDA-Anhänger teilnahmen. Unter dem Motto „Zukunft Europa – Für die Verteidigung unserer Identität, Kultur und Lebensweise” waren die Greenpeace-inspirierten Rechtspopulisten am 17. Juni, dem Tag des Arbeiteraufstandes in der DDR (1953), durch Berlin gezogen.

Dresden – Die rechtsgerichtete Gruppierung „Ein Prozent für unser Land“ hat ihren „Widerstand“ gegen die Moscheebau-Pläne des „Marwa El-Sherbini Kultur- und Bildungszentrums“ in Dresden angekündigt. Auf ihrer Internetseite schreibt „Ein Prozent“, man werde „die Entwicklung in dieser Sache weiter im Auge behalten“ und „genau beobachten“, welche Schritte weiter unternommen würden.

Dresden – Die AfD will den Bau einer Moschee am Großen Garten verhindern und verweist dazu auf mögliche islamistische Aktivitäten des „Marwa El Sherbiny-Kulturzentrums“, das vor wenigen Tagen entsprechende Pläne öffentlich gemacht hat. Nach Informationen von Sicherheitsbehörden soll es Verbindungen zwischen dem Kulturzentrum bzw. der mit diesem eng verwobenen „Sächsischen Begegnungsstätte“ (SBS) und der radikal-islamistischen Muslimbruderschaft geben. Der Vorsitzende des Dresdner Zentrums, Saad Elgazar, ist zugleich Chef der SBS, die von den Islamisten unterstützt wird.

Dresden – Das in Dresden ansässige „Marwa El Sherbiny Kultur- und Bildungszentrum“ plant nach einem Bericht des MDR den Bau einer Moschee in Sachsens Landeshauptstadt. Die bisherigen Gebetsräumlichkeiten seien inzwischen zu klein für die Freitagsgebete, zu denen jede Woche rund 800 Muslime aus Dresden und den umliegenden Gemeinden erscheinen würden, so Zentrumssprecher Ronald-Muhammed Wellenreuther, der davon sprach, dass man Pläne für ein großes Moschee-Gebäude in der Nähe des Großen Gartens bereits in der Schublade habe. Die Sicherheitsbehörden macht dies hellhörig, denn offenbar gibt es Verbindungen zwischen dem Kulturzentrum, das nach der 2009 im Landgericht Dresden von einem aus Russland stammenden Migranten ermordeten Marwa El Sherbiny benannt ist, und der radikal-islamistischen Muslimbruderschaft.

Leipzig – Sachsens größte Moscheegemeinde, die sich in Leipzig um die Al-Rahman-Moschee des Salafisten-Predigers Hassan Dabbagh gruppiert, hat nach Erkenntnissen des sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz im Zuge der Flüchtlingskrise enormen Zulauf erhalten. „Der Zustrom von Migranten führte zu einem starken Anstieg der Besucherzahlen“, heißt es dazu in dem aktuellen Bericht des Inlandsgeheimdienstes.

Kelkheim – Er gilt als Musterschüler der Islamversteher. Kaum jemand wird so gerne präsentiert, wenn es darum geht, das deutsche Publikum von der Friedfertigkeit und Toleranz einer Religion zu überzeugen, über die so kontrovers diskutiert wird wie über kaum ein anderes Thema. Constantin Schreiber hat alles, was linke Intellektuelle lieben. Eloquent, weltoffen und multikulturell bereist der 37-Jährige seit zehn Jahren den Nahen Osten und Afrika, um über Missstände zu berichten. Vor allem bewegt sich der gebürtige Niedersachse mit schlafwandlerischer Sicherheit im arabischen Raum. Muttersprachler bescheinigen ihm ein astreines Arabisch, das er während einiger Jahre in Syrien erlernt und danach perfektioniert hat. Mit einer eigenen Wissenschaftssendung ist er in einem ägyptischen Privatsender zu sehen.

Den Haag – Eine aktuelle Umfrage in den Niederlanden sieht die rechtspopulistische Partij voor de Vrijheid (PVV) des Islamkritikers Geert Wilders als stärkste politische Kraft. Demnach könnte die Partei, wenn am kommenden Sonntag Wahl wäre, gut ein Fünftel der Parlamentssitze, nämlich 29 von 150, erlangen – und damit mehr als jede andere Partei.

Erfurt – Die dem Spektrum der „Neuen Rechten“ zuzuordnende Gruppierung „Einprozent“ hat gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Bürger für Erfurt“ eine Protestaktion gegen den geplanten Bau einer Ahmadiyya-Moschee im Erfurter Stadtteil Marbach durchgeführt. Dabei wurden nach Angaben der Initiatoren mehrere Tausend Protestpostkarten gegen den Moscheebau verteilt. Diese sollen an Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) geschickt werden.

Dresden – Der Dresdner Rechtsanwalt und Initiator der Aktion cdu-austritt.de, Maximilian Krah, geht zur AfD. Der konservative CDU-Dissident will sich noch in dieser Woche mit dem Vorsitzenden des AfD-Kreisverbandes Dresden, Jürgen Schulz, treffen, um mit ihm die Modalitäten seines Beitritts besprechen. Seine von politischen Beobachtern erwartete Entscheidung begründete Krah gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ damit, dass er sich weiterhin politisch engagieren wolle und die AfD die einzige Partei sei, die den Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Migrationspolitik nicht mittrage.

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