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Dresden – Die sächsische SPD-Generalsekretärin Daniela Kolbe vermeldete am Montag einen Mitgliederzuwachs in ihrem Landesverband und führt dies auf Martin Schulz zurück. Seit Verkündung der Kanzlerkandidatur des früheren Präsidenten des Europäischen Parlaments vor gut einer Woche habe die SPD Sachsen 60 Neumitglieder aufnehmen können. „Martin Schulz ist ein Mutmacher. Er verkörpert den Aufbruch innerhalb der Partei“, erklärte Kolbe.

Dresden – Die sächsische Linke konnte im vergangenen Jahr 328 Neumitglieder begrüßen. Nach Angaben der Partei ist dies ein „neuer Rekordwert“ und zugleich „eine Trendwende“, da erstmals seit der Vereinigung von Linkspartei.PDS und WASG im 2007 die Zahl der Neueintritte die Zahl der verstorbenen Mitglieder übertroffen habe. Im abgelaufenen Jahr verstarben insgesamt 281 Parteimitglieder in Sachsen, weitere 394 traten aus. Das ergibt trotz des verkündeten „Neumitglieder-Rekords“ ein Minus von 347 Mitgliedern. Ende 2016 hatten insgesamt 8.310 Personen in Sachsen das Parteibuch der Linken.

Dresden – Die allgemeine Politikverdrossenheit schlägt sich in Sachsen auch bei den Mitgliederzahlen der großen Parteien nieder. Nach einem Bericht der „Sächsischen Zeitung“ hat die seit Gründung des Freistaates Sachsen regierende CDU allein innerhalb der letzten fünf Jahre rund 1.200 Mitglieder verloren. Aktuell haben in Sachsen 11.037 Personen das Parteibuch der Union.

Dresden – Der Fußball-Zweitligaaufsteiger Dynamo Dresden hat im Juni 2016 die Marke von 18.000 Mitgliedern durchbrochen. Damit bleibt die SG der mitgliederstärkste Sportverein in den neuen Bundesländern und zählt weiterhin zu den 20 größten Klubs bundesweit. Nach Angaben des Vereins lebt der Großteil der Dynamo-Mitglieder in Dresden bzw. Sachsen und Deutschland, eingeschriebene Anhänger der Sportgemeinschaft gibt es aber in ganz Europa und sogar in Australien, Brasilien, den USA und Kanada.

Dresden – Der Erosionsprozess bei den etablierten Parteien in Sachsen setzt sich fort. Einer aktuellen Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge blieb die CDU im vergangenen Jahr mit knapp 11.400 Mitgliedern zwar stärkste Partei im Freistaat, verlor allerdings gegenüber dem Vorjahr knapp 520 Mitglieder. Dies bedeutet einen Verlust von 4,4 Prozent.