Login

sachsen-depesche.de

Dresden – Die Stadt vibriert, besonders montags. 11:00 Uhr erschien der Schauspieler Uwe Steimle mit einem 1,70 Meter hohen, hölzernen Fernsehturmmodell auf dem Neumarkt, den er als „höchstes Minarett Dresdens“ auf einer pinkfarbenen Fußbank platzierte. Mehr als 200 Schaulustige sahen sich die halbstündige Performance des Kabarettisten begeistert an, dem es an diesem 8. Mai vor allem um „Völkerverständigung“ und den „Weltfrieden“ zu tun war.

Erfurt – Die dem Spektrum der „Neuen Rechten“ zuzuordnende Gruppierung „Einprozent“ hat gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Bürger für Erfurt“ eine Protestaktion gegen den geplanten Bau einer Ahmadiyya-Moschee im Erfurter Stadtteil Marbach durchgeführt. Dabei wurden nach Angaben der Initiatoren mehrere Tausend Protestpostkarten gegen den Moscheebau verteilt. Diese sollen an Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) geschickt werden.

Dienstag, 02 August 2016 12:33

Koranverteilungen in Dresden

Dresden – Seit April 2016 wurden in Dresden bei insgesamt 38 Infoständen islamischer Gruppen Koran-Ausgaben verteilt. Dies geht aus einer Antwort von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf eine Anfrage von Stadtratsmitglied Jens Baur (NPD) hervor. Für Juli und August hat das zuständige Straßen- und Tiefbauamt demnach vier weitere Informationsstände auf der Prager Straße genehmigt.

Magdeburg – An diesem Wochenende beschließt die Alternative für Deutschland (AfD) in Stuttgart ihr erstes Grundsatzprogramm. Besondere Beachtung fand im Vorfeld des Parteitags die Debatte führender AfD-Politiker über den Islam. Insbesondere die in der „Welt am Sonntag“ geäußerten Ansichten von Beatrix von Storch und Alexander Gauland lösten teils heftige Reaktionen bei den etablierten Parteien, in den Medien und seitens des Zentralrates der Muslime aus. Siehe dazu auch folgenden Beitrag: www.sachsen-depesche.de/politik/afd-beatrix-von-storch-und-alexander-gauland-wollen-strikten-anti-islam-kurs.html.

Dresden – Die Ahmadiyya-Gemeinde hat offenbar den Freistaat Sachsen zum zentralen Operationsgebiet ihres „100-Moscheen-Plans“ auserkoren. Nach dem Moschee-Projekt im Leipziger Stadtteil Gohlis (Baubeginn: September 2016) und den Plänen für eine Moschee mit Minarett in Chemnitz, die vorerst einen Dämpfer erfahren haben (siehe: www.sachsen-depesche.de/regional/chemnitz-ob-barbara-ludwig-spd-gegen-ahmadiyya-moschee-im-lutherviertel.html), hat die umstrittene muslimische Glaubensgemeinschaft nun angekündigt, auch in der Landeshauptstadt Dresden ein islamisches Gotteshaus zu errichten.

Chemnitz – Der Ahmadiyya-Gemeinde weht bei ihren Moscheebau-Plänen in Chemnitz Gegenwind von ungewohnter Seite ins Gesicht. Die unter Muslimen umstrittene Glaubensgemeinschaft hatte einen Bauvorantrag für eine Moschee mit Kuppel und Minarett auf einem Grundstück im Lutherviertel nahe der Innenstadt gestellt. Nun erklärte ein Sprecher der Stadt, dass eine solche Moschee nicht den städtebaulichen Zielen der Rathausspitze um Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) entspreche. Vorgesehen ist, dass die betreffende Fläche symmetrisch mit Wohnhäusern in der derselben Geschosshöhe wie die umliegenden Gebäude bebaut werden solle. Ein entsprechendes bauplanungsrechtliches Verfahren sei bereits eingeleitet worden.

Dresden – Die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag hat sich ablehnend zu den Moscheebauplänen der Ahmadiyya-Gemeinde in Chemnitz geäußert. Wie der religionspolitische Sprecher der AfD, Carsten Hütter, am Donnerstag erklärte, bekenne man sich zwar „ohne Wenn und Aber“ zur Religionsfreiheit, die freie Religionsausübung von Muslimen in Sachsen sei jedoch „auch ohne Großmoschee gewährleistet“. Moscheen dürften „nicht ohne Zustimmung der Bürger“ errichtet werden.