Login

sachsen-depesche.de

Chemnitz – Der Prozess gegen den „Macheten-Mann“ von Freiberg vor dem Landgericht Chemnitz geht in die entscheidende Runde. Angeklagt ist der 24-jährige Tunesier Fehri A., der im September 2015 Angestellte eines Netto-Supermarktes an der Chemnitzer Straße in Freiberg mit einer Machete bedroht haben soll. Beteiligt war Ermittlerkreisen zufolge auch ein 27-jähriger Libyer, der nur kurze Zeit später wieder im Laden auftauchte, rausgeschmissen wurde, gegenüber den Angestellten eine Kopfabschneider-Geste zeigte und auf dem Parkplatz sogar ein Messer zückte. Beide Asylbewerber waren von einem Ladendetektiv beim Diebstahl erwischt worden.

Leipzig – In vielen deutschen Medien wird immer noch das Gerücht verbreitet, bei dem grauenhaften Macheten-Mord von Reutlingen habe es sich um eine Beziehungstat gehandelt. Der Täter, ein bereits polizeibekannter 21-jähriger syrischer Asylbewerber, sei mit seiner Lebensgefährtin, einer 45 Jahre alte Polin, am Sonntagnachmittag an deren Arbeitsplatz, einem Döner-Imbiss, in Streit geraten und habe sie dann mit einem Dönermesser, nicht mit einer Machete, niedergemetzelt.

Freiberg/Berlin – Der Algerier Alawad F., der mit seiner Machete in Freiberg Angst und Schrecken verbreitete, wurde Anfang dieser Woche von der Polizei in Berlin verhaftet. Der 23-Jährige hatte vor etwa zwei Wochen mit seinem gefährlichen Langmesser den von einem Libyer geführten Imbiss „Tasty Döner“ in der Erbischen Straße überfallen und lieferte sich danach mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd. Nur einen Monat vorher wurde Alawad F. mit einem Kumpan aus einem der örtlichen Asylbewerberunterkünfte beim Ladendiebstahl im Netto-Markt an der Chemnitzer Straße erwischt und bedrohte daraufhin eine Verkäuferin mit seiner Machete. Die SACHSEN DEPESCHE berichtete mehrfach über diese Fälle.

Freiberg – Im mittelsächsischen Freiberg ist es am vergangenen Donnerstag erneut zu einem Überfall mit einer Machete gekommen. Am frühen Abend stürmte ein mit einem solchen Langmesser bewaffneter Mann in den Imbiss „Tasty Döner“ auf der Erbischen Straße, hielt dem aus Libyen stammenden Betreiber eine Pistole an den Kopf und forderte ihn auf, sein Geschäft innerhalb von zwei Tagen zu schließen.

Freiberg – Die erschreckenden Vorfälle im Netto-Supermarkt an der Chemnitzer Straße in Freiberg am vergangenen Wochenende haben keinen Einfluss auf das Asylverfahren der Beteiligten. Wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auf Anfrage der „Freien Presse“ am Dienstag mitteilte, würden sich Straftaten generell nicht auf ein laufendes Verfahren auswirken. Angeblich sei dies in vielen Fällen vor den strafrechtlichen Ermittlungen abgeschlossen. Da manche Asylverfahren nicht nur Monate, sondern Jahre dauern, erscheint diese Aussage allerdings zweifelhaft.