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Dresden – Einen „Startpunkt für echten Zusammenhalt, europäischen Gemeinschaftssinn und einen starken, europäischen Korpsgeist“ hatte PEGIDA-Frontfrau Tatjana Festerling versprochen. Dieser Verheißung waren am Pfingstmontag mehr als 2000 Veranstaltungsteilnehmer gefolgt, um bei strahlend blauem Himmel auf dem Neustädter Markt in Dresden „Festung Europa“ / „Fortress Europe“ zu unterstützen. Die europäische Bürgerbewegung, die schon am 6. Februar mehr als 10.000 Anhänger an die Elbe brachte, gilt als Projekt Festerlings – und tatsächlich war die Hamburgerin erst am Wochenende zu deren 1. Sprecherin gewählt worden.

Dresden – Bereits am 2. März erschien in der „Sächsischen Zeitung“ eine ganzseitige Betrachtung Thomas Schades zum Thema PEGIDA bzw. deren Galionsfiguren Lutz Bachmann und Tatjana Festerling. Darin war von Diskrepanzen und Rivalitäten die Rede, von wundersamen Wandlungen und dem Verhältnis der Bürgerbewegung zur AfD.

Dresden – Mit seinem vor knapp einem Monat erschienenen Buch „Pegida – Spaziergänge über den Horizont“ hat der Radebeuler Künstler, Schriftsteller und freie Journalist Sebastian Hennig erstmals eine Chronik jener Bewegung vorgelegt, die seit über einem Jahr weit über die Grenzen Dresdens und Sachsens hinaus für Schlagzeilen sorgt. In der lokalen Presse wurde das Buch zumeist kritisch rezensiert, handelt es sich dabei doch um Aufzeichnungen aus der Binnenperspektive, also um das Werk eines ausdrücklichen Pegida-Anhängers. Beim Lesen des Buches fällt einem jedoch sofort eines auf: Hennig ist kein „Jubelperser“ von Lutz Bachmann & Co. Wenn er es für angebracht hält, findet er auch Worte, die nicht jedem „Pegidianer“ schmecken dürften.

 

Dresden – Der für seine wüsten Schimpfkanonaden berüchtigte Skandal-Autor Akif Pirinçci („Deutschland von Sinnen“) hat mit seiner Bemerkung auf der Ein-Jahres-Feier von PEGIDA in Dresden, die KZ seien „ja leider derzeit außer Betrieb“, einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Selbst PEGIDA-Organisator Lutz Bachmann, der Pirinçci am Montagabend noch wie eine Art Stargast angekündigt hatte, distanzierte sich mittlerweile von dem Schriftsteller, der auf dem Theaterplatz aus dem Manuskript seines Buches „Umvolkung“ vorlas, das demnächst erscheinen soll. Bachmann sprach von einem „unmöglichen Auftritt“, es sei ein Fehler gewesen, Pirinçci einzuladen. Der türkischstämmige Bestseller-Autor hatte in seinem frühzeitig abgebrochenen Vortrag unter anderem Asylbewerber als „Invasoren“ bezeichnet und vor einer „Moslem-Müllhalde“ gewarnt, die durch den Zuzug von Migranten entstehen würde.

Dresden/Plauen/Schneeberg/Oschatz – Auch an diesem Montag waren in Dresden wieder weit über 10.000 Menschen auf der Straße unterwegs, um mit PEGIDA gegen die Zuwanderungs- und Asylpolitik der Bundesregierung zu demonstrieren. Für seine Anhänger hatte Organisator Lutz Bachmann wieder deutliche Botschaften parat. So forderte er unter anderem einen Aufnahmestopp für Migranten, was in der Presse als ganz besonders verwerflich und „rechtsextrem“ gebrandmarkt wurde, obwohl der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch erst kürzlich genau dieselbe Forderung aufgestellt hatte.

Dresden – Rund 200 Besucher fanden sich am vergangenen Donnerstag zu einer Veranstaltung des „Compact“-Magazins mit Chefredakteur Jürgen Elsässer und dem Verleger Götz Kubitschek ein. Thema der Veranstaltung war „Asyl. Die Flut – Wo soll das enden?“ Neben der Vorstellung des neuen „Compact“-Sonderheftes zur Asyl- und Flüchtlingskrise erlebten die Besucher eine spannende Diskussion über die Möglichkeiten des demokratischen Widerstandes gegen die herrschende Asylpolitik. Jürgen Elsässer machte dabei deutlich, dass die gewaltfreien Proteste ganz klar auf das Ziel gerichtet sein müssen, die Regierung zu stürzen. Zudem hatten der „Compact“-Chef und sein Gastreferent am Ende noch eine Überraschung parat.

Dresden – Die Zahl der Teilnehmer an den „Spaziergängen“ der PEGIDA-Bewegung in Dresden hat sich im Zuge der Flüchtlingskrise wieder deutlich erhöht. Beobachtern zufolge ist PEGIDA auf gutem Weg, an ihre früheren Demonstrationen anzuknüpfen, bei denen teilweise über 10.000 Anhänger mobilisiert werden konnten. Deutlich mehr als die in Presseberichten genannten 5.000 Demonstranten dürften auch am vergangenen Montagabend auf den Beinen gewesen sein, als die zuwanderungs- und islamkritische Bewegung erneut durch die sächsische Landeshauptstadt zog.

Mittwoch, 01 Juli 2015 16:03

PEGIDA für Abschaffung der GEZ

in Medien

Dresden - Die bislang vor allem mit Islam- und Zuwanderungskritik in Erscheinung getretene Pegida-Bewegung hat ein neues Thema gefunden: Auf ihrer Demonstration am vergangenen Montag verkündete Organisator Lutz Bachmann, dass man in Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen und Gruppen ein Bürgerbegehren zur Abschaffung des Rundfunkbeitrags in Sachsen starten wolle. Sollte es Pegida gelingen, mindestens 40.000 Unterschriften für die Aufkündigung des Rundfunkstaatsvertrages zu sammeln, müsste sich der Landtag mit dem Anliegen befassen.

Freital - Die Gruppe „Freital wehrt sich“, die im Zusammenhang mit den asylkritischen Demonstrationen in der größten Stadt des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge momentan Tagesgespräch ist, hat auf unsere Berichterstattung reagiert. Die SACHSEN DEPESCHE hatte am Mittwoch über die Zuspitzung der Situation vor Ort informiert: www.sachsen-depesche.de/regional/situation-in-freital-spitzt-sich-zu.html.

Mittwoch, 24 Juni 2015 21:09

Situation in Freital spitzt sich zu

Freital – Seit einigen Wochen demonstrieren in Freital (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) Anwohner gegen die Unterbringung von Asylbewerbern im früheren Hotel Leonardo. Unterstützt werden sie dabei von der Gruppe „Freital wehrt sich“, die als Ableger der Dresdner Pegida-Bewegung gilt. Deren Organisator Lutz Bachmann nahm selbst schon mehrere Male an den Protestmärschen in Freital teil und ruft regelmäßig zur Teilnahme an den Demonstrationen auf. Viele Beobachter fürchten nun, dass die Lage eskalieren könnte, nachdem bekannt wurde, dass der Landkreis zusätzlich zu den etwa 100 im Hotel Leonardo untergebrachten Flüchtlingen bis zu 280 weitere Asylbewerber unterbringen will.

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