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sachsen-depesche.de

Weißwasser – Nahezu zeitgleich mit dem Berliner Treffen von Michael Kretschmer (CDU) und Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) in Sachen Braunkohle (http://www.sachsen-depesche.de/politik/michael-kretschmer-cdu-wirbt-bei-kanzleramtsminister-peter-altmaier-für-braunkohle.html) hat sich der Kreisvorstand der Görlitzer CDU bei seiner Junisitzung hinter Nochten II und den Tagebau in der Lausitz gestellt.

Berlin/Görlitz – In der Lausitz stehen sich Befürworter und Gegner des Braunkohleabbaus nahezu unversöhnlich gegenüber. Während die Fürsprecher des Tagesbaus vor allem mit den rund 20.000 Arbeitsplätzen argumentieren, die in der Region, nicht nur bei Vattenfall, an der Braunkohle hängen, verweisen die Gegner von Nochten II auf die Umweltschädlichkeit fossiler Brennstoffe oder das Verschwinden der gewachsenen Kultur durch das Abbaggern uralter, zumeist sorbischer Dörfer.

Dresden/Bautzen – Der Landtagsabgeordnete Heiko Kosel (LINKE) hat sich erneut gegen eine Fortsetzung des Braunkohleabbaus in der Lausitz ausgesprochen. Mit Blick auf die Proteste der Initiative „Strukturwandel jetzt – Kein Nochten II“ vom vergangenen Wochenende erklärte der sorbische Politiker aus Bautzen: „Das Vorhaben Nochten II erweist sich aus mehreren, auch aktuellen Gründen als absolut unsinnig und ist darauf gerichtet, die Zerstörung Lausitzer Landschaft und sorbischer Kultur weiter zu betreiben.“

Berlin/Görlitz – Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Generalsekretär der sächsischen Union, Michael Kretschmer, hat sich für einen weiteren Braunkohleabbau in der Lausitz ausgesprochen. Hierzu erklärte der CDU-Politiker, der sein Wahlkreisbüro in Görlitz unterhält, am Freitag: „Die Lausitz ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf die Braunkohle angewiesen. Vattenfall vergibt jährlich Aufträge in Höhe von 700 Millionen Euro in der brandenburgischen und sächsischen Lausitz. Diese gewaltige Summe ist die Grundlage für viele tausend Arbeitsplätze.“

Dresden – Der im vergangenen Jahr wegen seines unteren Listenplatzes knapp am Wiedereinzug in den Landtag gescheiterte Linke-Politiker Heiko Kosel ist ins Parlament am Elbufer zurückgekehrt. Der 1966 in Bautzen geborene deutsch-sorbische Jurist, der dem Sächsischen Landtag von 1999 bis 2014 angehörte, rückte für die Dresdner Abgeordnete Annekatrin Klepsch nach, die das Amt der Kulturbürgermeisterin der Landeshauptstadt übernommen hat.

Bautzen – Vom 16. bis 19. April treffen sich im ostsächsischen Bautzen über 120 Vertreter autochthoner Minderheiten im Rahmen der Generalversammlung der Europäischen Freien Allianz (EFA). Dem Bündnis gehören über 40 nationale, regionale und autonomistische Parteien aus 17 Staaten an. Gastgeberin ist in diesem Jahr die Lausitzer Allianz (Łužiska Alianca), die seit 2014 der EFA angehört und sich als Interessenvertretung der brandenburgischen und sächsischen Sorben versteht.

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