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Dresden – Der seniorenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, Horst Wehner, hat die Landesseniorenvertretung Sachsen wegen Äußerungen über kostenlose Taxifahrten für Asylbewerber kritisiert. Die Landesseniorenvertretung hatte bemängelt, dass die Landesdirektion die Kosten für den Taxi-Transport von Flüchtlingen übernehme, während von Altersarmut betroffene Menschen keine Unterstützung zur Sicherung ihrer Mobilität erhielten.

Großröhrsdorf – Es ist nur eine kleine Meldung auf der Facebook-Seite der Freien Wähler (FW) Großröhrsdorf, doch die hat es in sich: Angeblich plane der Freistaat Sachsen die Unterbringung von 3000 Asylbewerbern in der knapp 20 Kilometer östlich von Dresden gelegenen Kleinstadt im Landkreis Bautzen. Das wäre in etwa die Hälfte der Einwohnerzahl Großröhrsdorfs.

Donnerstag, 20 August 2015 18:04

Asyl-Proteste in Dresden, Meißen und Heidenau

in Politik

Dresden – Zwischen 500 und 1000 Menschen folgten am Mittwoch dem Aufruf der Alternative für Deutschland (AfD) zu einer Demonstration gegen die derzeitige Asylpolitik in Dresden. Die Demo startete auf dem Neumarkt am Goldenen Reiter, führte am Finanz- und Sozialministerium sowie an der Staatskanzlei vorbei und endete am Innenministerium. Nach Angaben der Partei habe man sich bewusst das Regierungsviertel ausgesucht und nicht etwa ein Asylantenheim oder die umstrittene Zeltstadt an der Bremer Straße, weil sich der Protestmarsch nicht gegen Flüchtlinge, sondern gegen die Politik richten sollte. Als Redner traten die Landtagsabgeordneten Jörg Urban und André Wendt sowie Bundes-, Landes- und Fraktionschefin Frauke Petry auf. Begleitet wurde die AfD-Demonstration von rund 80 Gegendemonstranten, die mehrfacht versuchten, den Protestmarsch zu stören.

Heidenau – Bekanntlich sucht der Freistaat Sachsen händeringend nach Unterbringungsmöglichkeiten für die Erstaufnahme von Asylbewerbern. Da Bundesinnenminister Thomas de Maizière seine Flüchtlingsprognose für 2015 nach Medienberichten von derzeit 450.000 auf bis zu 750.000 erhöhen wird, würden gemäß Königsteiner Schlüssel auch die Zuweisungszahlen für Sachsen deutlich steigen: Statt der bislang erwarteten 22.5000 wären es dann bis zu 37.500 Asylbewerber, um deren Unterbringung sich der Freistaat kümmern müsste.

Dresden – Bis zu 200 Asylbewerber werden am Dienstag die neue Asylbewerberunterkunft in zwei Sporthallen an der Nöthnitzer Straße beziehen. Halle 1, die vor rund zwei Jahren saniert worden war, bietet Platz für 290 Betten. In Halle 2 wurden 315 Feldbetten notbehelfsmäßig aufgebaut. Helfer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Technischen Hilfswerk (THW) hatten die beiden Turnhallen der TU Dresden bereits am vergangenen Wochenende eingerichtet. In einer weiteren Halle sollen die Asylbewerber mit drei Mahlzeiten am Tag versorgt werden.