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Dresden – Der Tourismus in Dresden schwächelt, die Übernachtungszahlen stagnieren. In Politik und Verbänden herrscht zwar Einigkeit darüber, dass dagegen etwas getan werden muss, doch über die Gründe für die Tourismusflaute ist man sich überhaupt nicht einig. Die Erklärungsansätze reichen von Pegida über die Bettensteuer bis zur allgemeinen Sicherheitslage. SACHSEN DEPESCHE hat beim Vorsitzenden des Tourismusverbandes Dresden (TVD), Johannes Lohmeyer, nachgefragt, wo die Ursachen liegen, ob wegen Pegida und der AfD die Urlauber wegbleiben und was getan werden muss, um den Tourismus in Dresden wieder anzukurbeln.

Dresden – Die im Mai mit der sogenannten „fortschrittlichen Gestaltungsmehrheit“ aus SPD, Linken, Grünen und Piraten im Stadtrat beschlossene Beherbergungssteuer von 6,6 Prozent für jede Hotelübernachtung wird seit rund einem Monat in Dresden erhoben. Augenscheinlich handelt es bei der Sonderabgabe, die jährlich Mehreinnahmen von rund sechs Millionen Euro ins Stadtsäckel spülen soll, jedoch nicht nur um ein Ärgernis für Hoteliers und Gäste, sondern auch um handwerkliche Flickschusterei. Das bemängelte nun der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat, Stefan Vogel, der darauf hinwies, dass wegen der nach wie vor bestehenden Rechtsunsicherheit bereits mehrere Änderungen zur Beherbergungssatzung eingebracht wurden. Dies zeuge von „unprofessioneller Arbeit“, so Vogel.

Dresden – Der Dresdner Stadtrat hat mit seiner „fortschrittlichen Gestaltungsmehrheit“ (SPD, Linke, Grüne, Piraten) die Einführung einer Beherbergungssteuer beschlossen. Schon ab kommenden Sommer werden Touristen mit 6,6 % als „Aufwandssteuer“ auf jede Übernachtung zur Kasse gebeten. Die Stadt erhofft sich so Mehreinnahmen in Höhe von rund sechs Millionen Euro pro Jahr. Für die Vorlage der Verwaltung (als OB amtiert mit Dirk Hilbert derzeit ein FDP- Mann) stimmten am Donnerstag 37 Stadträte, 31 votierten dagegen.