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Dresden – Das einzige erhaltene historische Bauwerk an der Wilsdruffer Straße ist das Dresdner Landhaus von Hofbaumeister Friedrich Krubsacius. 1770 bis1776 errichtet, diente es den sächsischen Landständen bis 1907 als Verwaltungs- und Tagungsgebäude. Die barock anmutende Fassade zur Wilsdruffer Straße ist eigentlich Gartenseite, während die ursprüngliche Hauptfront (mit eindrucksvollem Portikus aus sechs dorischen Säulen, die einen Balkon tragen) sich in der heutigen Landhausstraße befindet und Dresdens erste klassizistische Fassade vorstellt.

Berlin – Mit seiner nunmehr 125-jährigen Geschichte zählt das Hotel Zoo Berlin am Kurfürstendamm zu den traditionsreichsten Häusern der deutschen Hauptstadt. Im Jahr 1891 nach Entwürfen des Architekten Alfred Messel als Privatresidenz erbaut, wurde es 1911 von seinem neuen Besitzer, dem Charlottenburger Kaufmann Adolf Koschel, zu einem Hotel der Luxusklasse umgewandelt. Ausstattung und Fassade wurden von Messel dem damaligen Zeitgeschmack gemäß mit historisierenden Elementen wie Schmuckgiebeln, Erkern, Zierbalkonen, Karyatiden unter der Traufe und einem prachtvollen Eingang gestaltet. Der Ziegelbau mit fünf Etagen erhielt im Erdgeschoss eine Bossenwerk-Verkleidung, die übrigen Etagen wurden Ton-in-Ton verputzt.

Dresden – Dresdens erstes und bis 1945 einziges Hochhaus steht am – Albertplatz. Der elfgeschossige und  37 Meter hohe Stahlbetonskelettbau wurde 1929 nach einem Entwurf des Architekten Hermann Paulick für die damalige Sächsische Staatsbank errichtet, die das Gebäude bis Kriegsende als Verwaltungsbau nutzte. Die Bauzeit betrug nur sieben Monate; eine ingenieurtechnische Meisterleistung –dank des Betonfachmannes Benno Löser, der mit frühhochfestem Zement ein Geschoss pro Woche vollendete. An der Nordseite des Albertplatzes gelegen, zeigt das Hochhaus Elemente der Neuen Sachlichkeit und des Neoklassizismus.  Ursprünglich wegen seiner Höhe umstritten, gehört es heute zu den wenigen erhaltenen Bauten der Dresdner Vorkriegsmoderne.

Donnerstag, 28 Juli 2016 13:31

Das Dresdner Kugelhaus

Dresden – Das erste Kugelhaus der Welt stand in – Dresden. Im Ausstellungsgelände am Stübelplatz wurde es im Rahmen der 7. Jahresschau Deutscher Arbeit „Die Technische Stadt“ 1928 von Peter Birkenholz (1876-1961) in Stahlskelettbauweise errichtet. Der renommierte Architekt, am 30. Juli vor 140 Jahren in Elberfeld geboren, Professor an der TH München, beschäftigte sich lebenslang mit dieser außergewöhnlichen Konstruktionsform. Realisiert wurde indes nur sein Dresdner Kugelhaus. Fritz Löffler nennt es „den interessantesten Bau (des damaligen)  Ausstellungsjahrzehnts“.

Donnerstag, 21 Juli 2016 18:35

Ein Leben für Sachsen

Dresden – Am 23. Juli vor nunmehr 4 Jahren verstarb Seine Königliche Hoheit Maria Emanuel Markgraf von Meißen, Prinz von Sachsen, Herzog zu Sachsen – fern der Heimat in seinem Schweizer Exil La Tour de Peilz. Der Enkel des letzten sächsischen Königs Friedrich August III. (1865-1932) wurde am 31. Januar 1926 als erster Sohn Markgraf Friedrich Christians und der Elisabeth Helene Prinzessin von Thurn und Taxis am 31. Januar 1926 auf Schloss Prüfening bei Regensburg geboren. Seine Kindheit verbrachte er bei den Eltern in Bad Wörishofen, Bamberg und Dresden-Wachwitz.

Husum – Wer in diesem Jahr im Urlaub an die Nordsee fährt, sollte eine Stippvisite im Husumer Storm-Haus einplanen. In Zusammenarbeit mit dem Lübecker Buddenbrookhaus zeigt die Theodor-Storm-Gesellschaft in dem zum Museum umgestalteten einstigen Wohnhaus des Husumer Dichters eine sehenswerte Sonderausstellung, die sich mit dem Verhältnis von Thomas Mann zu Theodor Storm beschäftigt. Freilich haben sich die beiden großen norddeutschen Literaten niemals persönlich kennengelernt. Als Theodor Storm im Jahr 1888 verstarb, ging Thomas Mann noch zur Schule – übrigens auf das renommierte Lübecker Katharineum, das zuvor auch Storm besucht hatte –, mit seinem 1930 veröffentlichten Storm-Essay prägte der Literaturnobelpreisträger jedoch das Bild des Lyrikers aus der „grauen Stadt am Meer“ nachhaltig.

Dresden – Bereits im Februar 2016 hatte der Sächsische Landtag auf Antrag von CDU und SPD beschlossen, dass Sachsen ein selbstorganisiertes Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft erhält. Nun wurden auch im Kabinett die Weichen für ein solches Zentrum gestellt. Das zuständige Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) erklärte dazu in dieser Woche, das Projekt mit einer Anschubfinanzierung von 2,5 Millionen Euro unterstützen zu wollen.

Leipzig/Lauf an der Pegnitz – Vor zwei Wochen wurde im Wenzelschloss in Lauf an der Pegnitz (Mittelfranken) eine Sonderausstellung über die „Burgen und Bauten Kaiser Karls IV.“ eröffnet. Die Schau, die zum Begleitprogramm der Bayerisch-Tschechischen Landesausstellung anlässlich des 700. Geburtstag des römisch-deutschen Kaisers und böhmischen Königs gehört, hält ihre Pforten bis zum 5. März 2017 geöffnet und stellt eine ideale Ergänzung zu jener Doppelausstellung dar, die momentan in der Prager Wallenstein-Reitschule gastiert und ab dem 20. Oktober im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zu sehen sein wird.

Seebüll/Leipzig – Die Nolde-Stiftung im nordfriesischen Seebüll zeigt anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens noch bis Ende November eine Ausstellung mit Werken aus Emil Noldes umfangreichem Spätwerk. Für Stiftungsdirektor Christian Ring ist das Alterswerk des berühmten Expressionisten ruhiger, stiller, epischer und romantischer als seine vorherigen Arbeiten. „Es geht um Emotionen und das Zwischenmenschliche, und die Farben werden intensiver“, so der Kunsthistoriker. Die Ausstellung im früheren Wohnhaus des Künstlers zeigt insgesamt 178 Exponate, darunter 50 Gemälde, 87 Aquarelle sowie verschiedene Zeichnungen und Grafiken.

Leipzig – Das Galerie Hotel „Leipziger Hof“ ist vom Landestourismusverband Sachsen als „Gästeliebling 2016“ ausgezeichnet worden. Der Preis wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vom LTV Sachsen ausgelobt. Ausgezeichnet wurden Häuser anhand der Gästezufriedenheit in acht Destinationen des Freistaates. Der auch von Kunstfreunden hochgeschätzte „Leipziger Hof“ erhielt die beste Bewertung aller Beherbergungsbetriebe in der Pleißestadt.

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