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sachsen-depesche.de

Dienstag, 31 Januar 2017 23:49

Die Dresdner Sekundogenitur

Dresden – Ein Bauwerk von besonderem Reiz ist die von Hofbaumeister Gustav Fröhlich vor 120 Jahren (1896/97) errichtete „Sekundogenitur“ auf der Brühlschen Terrasse. Das neobarocke Bauwerk, im Stil des Rokoko aufgeführt, vermittelt eine Ahnung, wie die weltberühmte Promenade zu Zeiten Ihres Namensgebers Heinrich Graf von Brühl (1700-1763) ausgesehen haben mag.

Dresden – In der Nacht vom 24. auf den 25. Januar 2017 verstarb nach langer, schwerer Krankheit der Publizist Hans-Dietrich Sander, ehemals Mitarbeiter des berühmten Dramatikers Bertolt Brecht bei dessen Berliner Ensemble, später Feuilleton-Journalist bei der „Welt“ und zuletzt Herausgeber der Zeitschrift „Staatsbriefe“. In der Öffentlichkeit galt Sander in der letzten Phase seines Lebens, sofern man überhaupt – wie der frühere SPD-Politiker Peter Glotz – von ihm Notiz nahm, bestensfalls als „umstritten“, wenn nicht gar als „Rechtsintellektueller“. Dabei konnte Sander auf ein bewegtes und wechselvolles Leben voller – auch politischer – Brüche zurückblicken, so dass allzu simple Zuweisungen, wie sie heute leider üblich sind, seiner Persönlichkeit nicht gerecht werden.

Donnerstag, 26 Januar 2017 22:57

Der Jägerhof in Dresden

Dresden – Das älteste Baudenkmal der Dresdner Neustadt ist der Jägerhof vis-à-vis dem sächsischen Finanzministerium. Nachdem die sächsische Kurwürde 1547 auf die albertinischen Wettiner übergegangen war, setzte in der nunmehr kurfürstlichen Residenzstadt Dresden eine intensive Bautätigkeit ein. Mit Schloss, Zeughaus (Albertinum) und dem Stallgebäude entstanden prachtvolle und berühmte Bauwerke der deutschen Renaissance. Auch rechts der Elbe, im damaligen Altendresden, wurde gebaut, entstand der „Jägerhof“.

Königstein – Als Sebastian Abratzky am 26. Januar vor 120 Jahren in einem Dresdner Polizeigefängnis verstarb, da hatte er ein wohl elendes Leben hinter sich. Doch einst, da galt er als tollkühner Draufgänger, der am 19. März 1848ohne Hilfsmittel über die Außenwand einer als uneinnehmbar geltenden Festung einstiegen war.

Dresden/Leipzig – Als Airport mit internationalem Flair, Gästen aus aller Welt und Mitarbeitern unterschiedlichster Herkunft achtet der Flughafen Frankfurt in vorbildlicher Weise darauf, den religiösen Bedürfnissen seiner Gäste und seiner Belegschaft nachzukommen. Im September letzten Jahres wurde von Israels Oberrabbiner David Lau und den beiden Frankfurter Rabbinern Julian-Chaim Soussan und Avichai Apel eine Mesusa am jüdischen Gebetsraum in Terminal 1 angebracht. Die Mesusa ist eine Schriftkapsel am Türpfosten, deren Verwendung auf eines der 613 Gebote der Thora zurückgeht. Juden haben die Pflicht, an die Tore und Türen ihrer Häuser und Zimmer die Worte des Hauptgebets zu befestigen und diese segnen zu lassen.

Dienstag, 17 Januar 2017 18:38

Das Dresdner Blockhaus

Dresden – Am Neustädter Markt, wenige Meter vom „Goldenen Reiter“ entfernt, steht am Kopf der Augustusbrücke das sogenannte Blockhaus – die ehemalige Neustädter Wache. Zacharias Longuelune (1669-1748), Oberlandbaumeister am sächsischen Hof, hat den Bau errichtet. Ursprünglich sahen die Entwürfe vis-á-vis ein weiteres Wachhaus vor, beide sollten auf ihren Dächern Denkmäler zur Verherrlichung Augusts des Starken tragen. Die Grundsteinlegung erfolgte 1732, doch nach dem Tod des Kurfürst-Königs (1733) verzögerten sich die Arbeiten. Realisiert wurde ein eingeschossiger, quadratischer Bau mit je fünf Achsen im Stile des französischen Barocks. Eine geschmückte Balustrade schloss das in Sandstein ausgeführte Gebäude ab.

Dresden – Dresdens ältestes erhaltenes Denkmal – ist das Wilhelm Walter (1526-1586) zugeschriebene Moritzmonument aus dem Jahre 1555. Nachdem Kurfürst Moritz von Sachsen (1521-1553), ohne männliche Erben zu hinterlassen, in der Schlacht von Sievershausen den Soldatentod gefunden hatte, trat sein Bruder August (1626-1586) dessen Nachfolge an. Während dieser Zeit waren die Festungsanlagen Dresdens ausgebaut worden, und so ließ August an der Spitze der Hasenberg-Bastei – zwischen dem früheren Pirnaischen und Ziegeltor – seinem Bruder ein imposantes Denkmal setzen.

Dresden – Die Demonstrationen von Pegida in Dresden, die Krawalle in Heidenau und die Auseinandersetzungen zwischen Migranten und Einheimischen in Bautzen, die Blockade eines Busses mit Asylbewerbern in Clausnitz und der hohe Anteil von AfD-Anhängern (laut letzten Umfragewerten würde knapp ein Viertel der Wähler in Sachsen für die rechtspopulistische Partei stimmen) – dies und einiges mehr soll dem Freistaat vor allem im Ausland einen enormen Ansehensverlust beschert haben. Mit Sorge betrachten vor allem Vertreter der Tourismuswirtschaft die Entwicklungen der letzten Zeit.

Dresden – Am 8. Januar vor 385 Jahren wurde Samuel Pufendorf als fünftes von acht Kindern des evangelischen Pfarrers Esaias Elias Pufendörfer und dessen Ehefrau Margarete in Dorfchemnitz (Erzgebirge) geboren. Die Familie Pufendörfer, wie sie sich damals nannte, war eines der ältesten Theologengeschlechter Sachsens. Nach Kindheitsjahren in Flöha besuchte der junge Mann ab 1645 die Fürstenschule Grimma, die er nach fünf Jahren als Jahrgangsbester abschloss.

Dresden – Die sächsische Landeshauptstadt verfügt über nicht wenige weltbekannte Wahrzeichen, worunter im Zeitalter des Massentourismus vor allem architektonische Meisterleistungen wie Frauenkirche, Zwinger oder „Blaues Wunder“ verstanden werden. Vor der Industrialisierung, der Fremdenverkehr steckte noch in den Kinderschuhen, dominierten Wallfahrer, Handelsreisende und Handwerksburschen Europas Straßen. Lediglich der Adel schickte seine Söhne auf Kavalierstour in die Welt.

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