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Glauchau – Die sächsische Linkspartei hat am vergangenen Sonnabend auf einem Landesparteitag in Glauchau erwartungsgemäß Parteichefin Katja Kipping auf den ersten Platz ihrer Landesliste zur Bundestagswahl gewählt. Die gebürtige Dresdnerin erhielt 167 Delegiertenstimmen, 24 stimmten gegen sie, sechs enthielten sich. Damit entfielen 84,8% Prozent der abgegebenen Stimmen auf Kipping.

Dresden – Bei einer gemeinsamen Versammlung von Kreisvorsitzenden, Landesvorstand und Landesrat der sächsischen LINKEN am Samstagmorgen in Dresden wurde die Bundestagsabgeordnete und Parteichefin Katja Kipping als Spitzenkandidatin der Partei im Freistaat zur Bundestagswahl nominiert. Auf Kipping entfielen nach Angaben der Partei in geheimer Wahl rund 80 Prozent der Stimmen für die gebürtige Dresdnerin. 35 LINKE-Vertreter votierten für Kipping, fünf mit Nein, vier enthielten sich.

Berlin – Unter dem Motto „Zeit zum Handeln“ findet am 7. und 8. Juli erstmals ein gemeinsamer Armutskongress des Paritätischen Gesamtverbandes, des DGB und weiterer zivilgesellschaftlicher Organisationen in Berlin statt. Beim Auftaktpodium wird auch der Frankfurter Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Matthias Zimmer (CDU) Platz nehmen und unter anderem mit LINKE-Chefin Katja Kipping und Sozialstaatssekretärin Annette Kramme (SPD) über Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut diskutieren.

Berlin - Wahrscheinlich wird der Parteispitze der Linken vor dem Abgang von Gregor Gysi als Fraktionsvorsitzenden und der Wahl von Dietmar Bartsch und Sahra-Wagenknecht zu Co-Fraktionsvorsitzenden klar gewesen sein, dass es mit Wagenknecht mehr Probleme als mit Gysi geben würde. Aber die meisten dachten, dass Wagenknecht, die dem kommunistischen Flügel der Linken zugeordnet wird, durch ihre Kritik an der SPD anecken und mögliche rot-rote Koalition verunmöglichen würde. Dass sich die mit Oskar Lafontaine liierte Linken- Politikerin ausgerechnet durch markige Worte in der Flüchtlingsdebatte zu Wort melden würde, damit hatte wohl kaum jemand gerechnet.