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Wien – Der Wiener Vizebürgermeister Johann Gudenus (FPÖ) fordert aufgrund der Häufung von Schmierereien und Vandalismus eine Videoüberwachung des jüdischen Teils des Zentralfriedhofs. Nach einem gemeinsamen Besuch der Begräbnisstätten mit FPÖ-Nationalrat David Lasar erklärte Gudenus: „Antisemitismus, Schmierereien oder hässliche Parolen – von wem auch immer – haben bei uns nichts zu suchen.“ Als Vizebürgermeister sei er auch „für die Interessen der jüdischen Mitbürger gerne Ansprechpartner“, betonte der freiheitliche Politiker. Darüber hinaus will sich Gudenus im Wiener Gemeinderat für eine rasche Sanierung des jüdischen Friedhofs in Währing einsetzen, der aufgrund seiner Baufälligkeit derzeit nur eingeschränkt betreten werden kann.

Leipzig – Die, man kann es nicht anders sagen, Hysterie um „Nazi-Symbole“ – auch dort, wo gar keine sind – hat in Leipzig eine besonders skurrile Blüte getrieben. An der dortigen Blindow-Schule meldete sich im Sozialkundeunterricht der Schüler Maksym M. (18) „falsch“ – und zwar indem er, wie sein Lehrer später zu Protokoll gab, „halbwegs deutlich seinen rechten Arm mit flacher Hand auf Augenhöhe schräg nach oben streckte“. Der Lehrer deutete dies als „Hitlergruß“ und denunzierte den jungen Mann bei der Schulleitung. Was die Geschichte besonders absurd macht: Maksym M. ist ein Sohn jüdischer Einwanderer aus Russland.