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Flensburg/Dresden – In der norddeutschen Stadt Flensburg geht man in Sachen Hotelübernachtungen den „Dresdner Weg“. Zwar wurde die Einführung einer Tourismusabgabe dort unlängst von der Ratsversammlung abgelehnt, gleichzeitig wurde jedoch die Beherbergungsabgabe deutlich erhöht. Anstelle einer gestuften Abgabe nach Qualität (in Sternen) werden in der Fördestadt künftig generell 7,5 Prozent des Übernachtungspreises erhoben. Je nachdem, wie teuer die Hotelübernachtung ist, wird die Abgabe zwei- bis dreimal so hoch sein wie heute. So tief greift man allerdings noch nicht einmal in Dresden den Hotelgästen in die Tasche. Die Hoteliers in der sächsischen Landeshauptstadt hoffen daher, dass die Dresdner Ratsmehrheit nun nicht den „Flensburger Weg“ einschlägt.

Dresden – Um dem (vermeintlichen) Negativimage Dresdens entgegenzuwirken, für das Tourismusbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) vor allem PEGIDA verantwortlich macht, Tourismusverbandschef Johannes Lohmeyer und Marketingchefin Bettina Bunge hingegen eher die Medienberichterstattung über deren Demonstrationen, will die sächsische Landeshauptstadt im kommenden Jahr mit dem Motto „Dresden. Neues entdecken“ für sich werben.

Dresden – Mehrere sächsische FDP-Politiker haben die Art und Weise, wie sogenannte „Wutbürger“ am Tag der Deutschen Einheit ihren Unmut über Kanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Joachim Gauck und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth zum Ausdruck brachten, klar verurteilt. Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow sprach in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ von einem „gewissen Prozentsatz an Idioten und Irregeleiteten“, die es nicht nur in Sachsen, sondern „an jedem Ort“ gebe. Den PEGIDA-Anhängern, die Gauck, Merkel und Roth auf dem Neumarkt unter anderem als „Volksverräter“ beschimpft hatten, warf Zastrow vor, das Bild von Sachsen in der Öffentlichkeit zu beschädigen.

Dresden – Der Tourismusverband Dresden e.V. (TVD) hat am Dienstag auf seiner Facebook-Seite (www.facebook.com/tourismusverband.dresden) eine Stellungnahme zu den Äußerungen der Dresdner Tourismusbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) über Aussagen von Tourismusverbandschef Johannes Lohmeyer veröffentlicht. Lohmeyer hatte sich in einem Interview mit der SACHSEN DEPESCHE unter anderem zur Bettensteuer, zu Pegida und zu Sicherheitsaspekten geäußert. Klepsch reagierte darauf mit Kritik (http://www.sachsen-depesche.de/regional/annekatrin-klepsch-linke-„ich-halte-die-aussagen-von-herrn-lohmeyer-für-nicht-repräsentativ“.html).

Dresden – Warum stagniert der Tourismus in Dresden? Über diese Frage gibt es zwischen Tourismusbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) und Tourismusverbandschef Johannes Lohmeyer nicht wirklich Einigkeit. Während die Politikerin der Linkspartei in den Pegida-Demonstrationen den Hauptgrund für den Rückgang bei den Übernachtungszahlen sieht, ist für Lohmeyer die mit rot-rot-grüner Stadtratsmehrheit eingeführte Bettensteuer der Tourismuskiller Nummer eins. „Wir als Branche haben massive Beschwerden und auch konkrete Absagen wegen der Bettensteuer und nur wenige wegen der Pegida-Demonstrationen“, erklärte Lohmeyer kürzlich in einem Interview mit der SACHSEN DEPESCHE (http://www.sachsen-depesche.de/interview/johannes-lohmeyer-tvd-„reisen-werden-nicht-von-wahlergebnissen-abhängig-gemacht“.html).

Dresden – Der Tourismus in Dresden schwächelt, die Übernachtungszahlen stagnieren. In Politik und Verbänden herrscht zwar Einigkeit darüber, dass dagegen etwas getan werden muss, doch über die Gründe für die Tourismusflaute ist man sich überhaupt nicht einig. Die Erklärungsansätze reichen von Pegida über die Bettensteuer bis zur allgemeinen Sicherheitslage. SACHSEN DEPESCHE hat beim Vorsitzenden des Tourismusverbandes Dresden (TVD), Johannes Lohmeyer, nachgefragt, wo die Ursachen liegen, ob wegen Pegida und der AfD die Urlauber wegbleiben und was getan werden muss, um den Tourismus in Dresden wieder anzukurbeln.

Dresden – Nachdem der Tourismus in Dresden zum Jahresbeginn einen Zuwachs verbuchen konnte und das Landesamt für Statistik das stärkste erste Quartal seit mindestens fünf Jahren vermeldete, belegen die aktuellen Zahlen wieder einen Einbruch. Um 6,7 Prozent ist die Zahl der Übernachtungen im April 2016 gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen. Die Erklärungsansätze dafür sind höchst unterschiedlich.

Dresden – Die im Mai mit der sogenannten „fortschrittlichen Gestaltungsmehrheit“ aus SPD, Linken, Grünen und Piraten im Stadtrat beschlossene Beherbergungssteuer von 6,6 Prozent für jede Hotelübernachtung wird seit rund einem Monat in Dresden erhoben. Augenscheinlich handelt es bei der Sonderabgabe, die jährlich Mehreinnahmen von rund sechs Millionen Euro ins Stadtsäckel spülen soll, jedoch nicht nur um ein Ärgernis für Hoteliers und Gäste, sondern auch um handwerkliche Flickschusterei. Das bemängelte nun der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat, Stefan Vogel, der darauf hinwies, dass wegen der nach wie vor bestehenden Rechtsunsicherheit bereits mehrere Änderungen zur Beherbergungssatzung eingebracht wurden. Dies zeuge von „unprofessioneller Arbeit“, so Vogel.

Dresden – In ihrem aktuellen Bericht über das Beherbergungsgewerbe im Freistaat Sachsen weist das Statistische Landesamt für den Zeitraum von Januar bis März 2015 genau 5,2 Prozent weniger Hotelankünfte in Dresden als noch im Quartal zuvor aus. Obwohl die Statistiker keine Aussagen zu möglichen Ursachen des Rückgangs treffen, ist für die Dresdner Lokalausgabe der „Bild“-Zeitung klar, dass dies nur an den Pegida-Demonstrationen liegen kann („Neue Schockzahlen und Pegida ist schuld“). Das Boulevardblatt will zudem erfahren haben, dass die Anreisezahlen zum Beginn des Saisonauftakts im April und Mai „sogar in den zweistelligen Minus-Bereich“ gerutscht sind.

Dresden – Der Dresdner Stadtrat hat mit seiner „fortschrittlichen Gestaltungsmehrheit“ (SPD, Linke, Grüne, Piraten) die Einführung einer Beherbergungssteuer beschlossen. Schon ab kommenden Sommer werden Touristen mit 6,6 % als „Aufwandssteuer“ auf jede Übernachtung zur Kasse gebeten. Die Stadt erhofft sich so Mehreinnahmen in Höhe von rund sechs Millionen Euro pro Jahr. Für die Vorlage der Verwaltung (als OB amtiert mit Dirk Hilbert derzeit ein FDP- Mann) stimmten am Donnerstag 37 Stadträte, 31 votierten dagegen.