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Washington - So einfach hat man sich das in Deutschland vorgestellt: US-Präsident Donald Trump wird von Joe Biden abgelöst und schon wird alles gut - auch beim Klimaschutz. Aber auch da könnte man sich getäuscht haben. Es gibt da strategische Zwänge, die einen politischen Lenker der Supermacht USA nicht einfach so einen Kurswechsel vollziehen lassen. China bleibt der herausfordernde Wettbewerber Amerikas, da kann kein US-Präsident wegschauen. Und militärische Präsenz kostet nicht nur Geld, sondern auch Energie, viel an Engerie.

Buenos Aires – Argentiniens neuer Präsident Mauricio Macri ist entschlossen, sein Land nicht nur innenpolitisch umzukrempeln, sondern auch außenpolitisch neu zu positionieren. Eine politische Entspannung strebt der liberalkonservativ orientierte Staatschef und frühere Bürgermeister von Buenos Aires vor allem mit Großbritannien, den USA und Israel an. Große Streitfrage zwischen England und Argentinien ist nach wie vor die territoriale Zugehörigkeit der Falkland-Inseln. Beobachter gehen davon aus, dass Macri zwar weiterhin Ansprüche auf die Inselgruppe im Südatlantik erhebt, diese Frage jedoch nicht in den Vordergrund stellen wird. Macris Vorgängerin Cristina Kirchner hatte den britischen Premierminister David Cameron zuletzt 2013 in einem offenen Brief aufgefordert, die Falkland-Inseln an Argentinien zurückgegeben.